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In Bakum entsteht eine neue Einrichtung mit Tagespflege und betreutem Wohnen

In dem dreistöckigen Gebäude wird es zudem eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz geben. Im Frühjahr 2023 soll das Haus bezugsfertig sein.

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Ende 2021 begannen die Bauarbeiten. Aktuell wird am Erdgeschoss gearbeitet. Im Frühjahr 2023 soll das Gebäude bezogen werden.

Ende 2021 begannen die Bauarbeiten. Aktuell wird am Erdgeschoss gearbeitet. Im Frühjahr 2023 soll das Gebäude bezogen werden.

Die Arbeiten für eine neue Pflegeeinrichtung in Bakum laufen bereits seit Ende 2021. Nun stellte Marie-Luise Bertels von Zerhusen und Blömer die Planungen für das Pflegequartier vor. Der Pflegedienst aus Kroge plant das dreistöckige Gebäude langfristig zu mieten und dort eine Tagespflege, betreutes Wohnen und eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz einzurichten. „Wir haben unsere Expertise aus der Pflege in die Planungen des Gebäudes mit eingebracht“, sagt die geschäftsführende Gesellschafterin und Pflegemanagerin und ergänzt, dass ihr Familienunternehmen seit 20 Jahren in der Pflege tätig sei. Das Pflegequartier werde nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen gebaut.

„Es ist ein Angebot, das es so in Bakum noch nicht gibt, aber der Bedarf ist vorhanden.“Marie-Luise Bertels von Zerhusen & Blömer

„Es ist ein Angebot, das es so in Bakum noch nicht gibt, aber der Bedarf ist vorhanden“, sagt die Lohnerin. Im Erdgeschoss wird auf 530 Quadratmetern eine offene Tagespflege mit 25 Plätzen eingerichtet. Im ersten Obergeschoss entsteht auf 480 Quadratmetern eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz. Elf Bewohner werden dort leben können und sich einen großen Gemeinschaftsbereich teilen.

Planungen für das Pflegequartier an der Büscheler Straße 1. Grafik: Langfermann & Partner ArchitektenPlanungen für das Pflegequartier an der Büscheler Straße 1. Grafik: Langfermann & Partner Architekten

Dort kommt mit „Silviahemmet“ ein wichtiger Pfeiler der Unternehmensphilosophie bei Zerhusen und Blömer zum Tragen. Das Ziel sei, die höchstmögliche Lebensqualität für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen zu erreichen, erläutert Marie-Luise Bertels. Auf die WG angewandt lautet eine Fragestellung: „Wie kann ich das Milieu (Lebensumfeld) so gestalten, dass Menschen mit Demenz eine bestmögliche Orientierung erfahren.“ Konkret bedeutet dies, mit Farben zu arbeiten. Es werden grüne und braune Töne verwendet, in denen die Menschen zur Ruhe kommen sollen. Rot dient als Signalfarbe und soll Menschen mit Demenz dazu animieren, etwas zu tun. Trinkgefäße oder Lichtschalter sind rot oder rot umrandet. Hinzu kommen klare Linien und ebene Flächen. Damit sollen Irritationen bei dementiell veränderten Menschen vermieden werden. Das Silviahemmet-Konzept funktioniere aber nur, wenn auch die Angehörigen mit einbezogen werden und diese sich mit einbringen.

Darüber hinaus werden zehn Wohnungen entstehen, die dem Bereich „betreutes Wohnen“ zugeordnet sind. Die Größe der Einheiten variiert zwischen 30 und 60 Quadratmetern, aber alle werden einen Balkon haben. Beim betreuten Wohnen können je nach Pflegegrad gewünschte Leistungen extra gebucht werden.

Marie-Luise Bertels stellte die Planungen für das Pflegequartier in Bakum vor. Fotos: HeinzelMarie-Luise Bertels stellte die Planungen für das Pflegequartier in Bakum vor. Fotos: Heinzel

Gemeinsam mit Ulrich Zerhusen ist es das Anliegen von Marie-Luise Bertels, „Pflege stark zu machen“. Das bedeutet, zum einen Mitarbeiter wertzuschätzen, entsprechend zu bezahlen und kontinuierlich zu schulen. Zum anderen heißt es, auf die „individuellen Bedürfnisse“ der Bewohner einzugehen. Pflege aus einem anderen Blickwinkel sehen, lautet prinzipiell die Devise. Nur so könne für die einzelnen Individuen die höchstmögliche Lebensqualität erreicht werden. Um dieses Ziel zu erreichen, brauche ein Pflegedienst entsprechend motiviertes und geschultes Personal, welches auch für das entstehende Pflegequartier in Bakum zur Verfügung stehe.

  • Info: Interessierte können sich unter der Nummer 04442/8050 bei Zerhusen und Blömer melden.

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