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Impfteams im Kreis Cloppenburg tappen weiter im Dunklen

Es bleibt bei den Fragezeichen: Immer noch wartet die Cloppenburger Kreisverwaltung auf eine neue Charge mit Impfstoff und ist zum Warten verdonnert. Nicht einmal ein Liefertermin ist bekannt.

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Alles steht bereit, nur das Wichtigste fehlt im Landkreis Cloppenburg: der Impfstoff. Symbolfoto: dpa

Alles steht bereit, nur das Wichtigste fehlt im Landkreis Cloppenburg: der Impfstoff. Symbolfoto: dpa

Wann geht es endlich weiter mit den Impfungen im Landkreis Cloppenburg? Wie bereits berichtet, müssen die Impfteams eine Zwangspause einlegen, weil für die Erstimpfungen kein Impfstoff geliefert wird. Das wirkt sich auch auf die Organisation der lokalen Impfzentren aus. Auch am 3. Februar ist unklar, wann mit einer neuen Lieferung zu rechnen ist. Das bestätigt Kreissprecher Frank Beumker am Mittwoch auf Anfrage von OM online. "Uns ist immer noch kein Termin aus Hannover mitgeteilt worden", erklärt Beumker. Damit stehe auch wohl fest, dass "vor Sonntag nichts kommen wird".

296 Mitarbeiter des Josefs-Hospitals haben erste Dosis bekommen

Zwar könne die Zweitimpfung weiter fortgesetzt werden - wann aber die nächsten Impfwilligen ihre erste Dosis bekommen werden, bleibt unklar. Das betreffe unter anderem auch die Mitarbeiter in den Krankenhäusern in Löningen und Friesoythe. Im Cloppenburger Josefs-Hospital hätten zumindest die ersten Mitarbeiter ihre Dosis erhalten. Dabei handelt es sich nach Informationen um Mitarbeiter in der Priorität - also etwa Pfleger und Ärzte auf den Intensiv- und Covid-Stationen sowie in der Notaufnahme. 296 Personen seien dies, erklärt Beumker.

Direkte Auswirkungen hat die Zwangspause auch auf die Organisation der nächsten lokalen Impfaktion, die in Lastrup begonnen hat. "Es steht noch nicht fest, in welcher Stadt und Gemeinde das nächste lokale Impfzentrum stattfindet", erklärt Beumker. Auch das Wann sei unklar. Alles hinge "vom Zeitpunkt und Umfang der nächsten Lieferung" ab.

Derweil muss das Cloppenburger Gesundheitsamt auch am Mittwoch einen neuen Todesfall, der in Zusammenhang mit einer Infektion stehen, melden. "Es handelt sich dabei um eine 89-jährige Frau aus Cloppenburg", berichtet Kreissprecher Sascha Sebastian Rühl. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle im Kreis Cloppenburg auf nunmehr 99.

10 Patienten liegen auf der Intensivstation

Schlechte Nachricht gibt es auch aus den Krankenhäusern. Die Zahl der Patienten, die auf den Intensivstationen liegen, hat sich am Mittwoch auf 10 erhöht. Das deckt sich mit den Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (kurz: DIVI) überein. Demnach müssen 5 Covid-Patienten beatmet werden. Mit Meldestand von Mittwochmittag (12.15 Uhr) sind derzeit 24 von 27 zur Verfügung stehenden Intensivbetten im Landkreis Cloppenburg belegt. 13 weitere infizierte Patienten werden derzeit auf den Covid-Stationen behandelt.

Dem Cloppenburger Gesundheitsamt liegen am Mittwoch 44 positive Testergebnisse aus 11 von 13 Städten und Gemeinden vor - einzige Ausnahmen sind Bösel und das Saterland. "Die neuen Fälle verteilen sich großflächig über weite Teile des Landkreises und lassen sich weiterhin in fast allen Branchen und Bevölkerungsgruppen finden", berichtet Kreissprecher Rühl. Den neuen Fällen stehen 54 Personen gegenüber, die seit Mittwoch als genesen gelten. Dadurch sinkt die Zahl der aktiven und nachgewiesenen Infektionen im Landkreis auf 405 - ein neuer Tiefstwert seit Mitte Oktober.

Wie bereits berichtet, hat das Landesgesundheitsamt am Mittwochmittag für den Landkreis Cloppenburg eine 7-Tagesinzidenz von 107,8 gemeldet. Nach derzeitigem Stand stehen 876 Einwohner unter amtlich angeordneter Quarantäne.

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