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Im Vechtaer Gesundheitsamt lösen die Cloppenburger Zahlen Besorgnis aus

Die Kreisbehörde meldet am Mittwoch 45 Neuinfektionen. Derweil wird das Personal im Gesundheitsamt wieder aufgestockt. Grund dafür ist auch die beunruhigende Entwicklung im Nachbarlandkreis.

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Symbolfoto: dpa

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Dem Vechtaer Gesundheitsamt liegen am Mittwoch 45 neue positive Testergebnisse vor. Demgegenüber stehen 22 Personen, die seit Mittwoch als genesen gelten. Dadurch steigt die Zahlt der aktiven und nachgewiesenen Infektionen auf 246 (Vortag: 223).

Die neuen Coronafälle verteilen sich auf 9 von 9 Städte und Gemeinden. Lediglich aus Holdorf wird keine einzige Neuinfektion gemeldet. Allein in der Stadt Lohne sind 11 Coronafälle nachgewiesen worden - in Damme sind 9, in Vechta 8. Derzeit müssen elf Patienten stationär in einem Krankenhaus behandelt werden - davon muss eine Person aktuell auf der Intensivstation beatmet werden.

Wie bereits berichtet, hat das Robert-Koch-Institut am Mittwoch für den Landkreis Vechta eine 7-Tage-Inzidenz von 89,8 gemeldet. Dass der Wert im Nachbarlandkreis Cloppenburg aktuell mit 217,8 deutlich höher liegt, ist für das Vechtaer Gesundheitsamt Anlass zur Sorge, wie Kreissprecherin Eva-Maria Dorgelo auf Anfrage von OM Online bestätigt.

Welche Gedanken macht sich der Landkreis Vechta beim Blick über die Kreisgrenze? Sprich: Wie groß ist die Sorge vor der vierten Welle?Unsere bisherigen Erfahrungen aus der Vergangenheit haben gezeigt, dass ein erhöhtes Infektionsgeschehen in den Nachbarlandkreisen auch stets zu einem erhöhten Infektionsgeschehen bei im Landkreis Vechta geführt hat. Daher betrachten wir die derzeitige Entwicklung mit Sorge. Aus diesem Grunde stellen wir uns derzeit personell im Gesundheitsamt stärker auf, um den mit einem erhöhten Infektionsgeschehen verbundenen Aufgaben gerecht zu werden.

Die Impfquote im Landkreis Vechta war stets höher als die im Landkreis Cloppenburg: Gibt das eine gewisse Sicherheit?
Sicherlich trägt die hohe Impfquote im Landkreis Vechta dazu bei, dass das Infektionsgeschehen zum einen nicht so stark ausgeprägt ist. Zum anderen trägt die Impfquote aber auch dazu bei, dass die Krankheitsverläufe der mit dem Coronavirus infizierten Personen weniger besorgniserregend sind. Daher appelliert die Kreisverwaltung dringend an all diejenigen Personen, die bislang noch nicht geimpft sind, von dem kostenlosen Impfangebot der mobilen Impfteams Gebrauch zu machen. Außerdem empfehlen wir allen Personen über 70 Jahren, ihre Corona-Schutzimpfung zeitnah bei den Hausärzten auffrischen zu lassen. Diese Empfehlung sprechen wir ebenso für diejenigen Personen aus, die nach einer vollständigen Corona-Schutzimpfung mit einem Vektor-Impfstoff (Johnson & Johnson oder AstraZeneca) eine weitere Impfung benötigen.

In wenigen Tagen beginnt die Schule wieder: Ist das ein kritischer Punkt, was die Fallzahlen betrifft?
Unserer Erfahrung nach steigen bedingt durch Reiserückkehrer auch die Infektionszahlen bei den Schülerinnen und Schülern. Wir appellieren daher dringend, die vom Land Niedersachsen vorgesehenen Hygieneregeln sowie die angedachte Testverpflichtung zu beachten.

Die mobilen Impfteams sind weiter unterwegs. Wie wird die Kampagne derzeit angenommen?
Das kostenlose Impfangebot richtet sich unter anderem an Personengruppen, die bislang mit der Impfkampagne noch nicht vollumfänglich erreicht worden sind. Das Angebot wird sehr gut angenommen. Seit Beginn des Starts der mobilen Impfteams konnten so inklusive der Auffrischimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen bis Ende letzter Woche (24. Oktober 2021) 1.756 Impfungen verabreicht werden. Insgesamt wurden im Landkreis Vechta seit Beginn der Corona-Pandemie 108.944 Impfungen durchgeführt.

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