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Im Oldenburger Münsterland wurden weitere 233 Infektionen nachgewiesen

Der Kreis Vechta wird zunehmend zum Corona-Hotspot. Im Kreis Cloppenburg hat sich etwa jeder 5. Infizierte mit der Omikron-Variante angesteckt. Landrat Wimberg spricht sich für die Impfpflicht aus.

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Symbolfoto: Archiv OM Online

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Die Corona-Lage im Landkreis Cloppenburg:

Die Omikron-Variante des Coronavirus wird bei immer mehr Infektionen im Landkreis Cloppenburg nachgewiesen. Die Zahl der laborbestätigten Nachweise ist am Freitag von 98 auf 120 gestiegen. Das berichtet Kreissprecher Sascha Sebastian Rühl. Etwa jeder 5. Infizierte habe sich demnach mit der mutierten Variante angesteckt.

Das Cloppenburger Gesundheitsamt hat am Freitag 67 weitere Corona-Neuinfektionen registriert. 42 Personen gelten zugleich als genesen. Damit steigt die Zahl der aktiven Infektionen im Kreisgebiet auf 627 (Vortag: 602).

Angesichts der steigenden Fallzahlen, der niedrigen Impfquote und der Omikron-Verbreitung ruft Landrat Johann Wimberg die Bevölkerung zu erhöhter Vorsicht und Rücksichtnahme auf. "Wir stehen erneut vor schweren Wochen der Pandemie." Auch wenn die 7-Tage-Inzidenz derzeit unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt liege, dürfe sich niemand in Sicherheit wiegen. Er verwies auf das benachbarte Bundesland Bremen, in dem trotz einer sehr hohen Impfquote die Infektionszahlen zuletzt stark gestiegen waren.

Wimberg erneuerte in diesem Zusammenhang auch seinen Appell, sich impfen zu lassen und forderte zugleich die "dringende Einführung" einer Impfpflicht. Es könne nicht sein, dass die Mehrheit der Menschen fortwährend mit massiven Einschränkungen belastet werde, weil eine Minderheit sich weigere, das Impfangebot anzunehmen, heißt es in dem Statement des Landrats. So habe die Weihnachtsimpfaktion gezeigt, dass vor allem Auffrischungsimpfungen verabreicht wurden. Der Anteil der Erstimpfungen betrug demnach nur unter 2 Prozent. Die Politik müsse jetzt sehr schnell und entschlossen handeln, erklärte Wimberg.

Wie bereits berichtet, ist die 7-Tage-Inzidenz für Cloppenburg am Freitag gestiegen. Der Wert liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) nun bei 185,4. Die Berechnung basiert auf 320 nachgewiesenen Fällen in den vergangenen 7 Tagen.

Die 67 neuen Fälle verteilen sich auf alle 13 Kommunen im Kreisgebiet. Die meisten Neuinfektionen wurden erneut in der Kreisstadt Cloppenburg gemeldet (+14). Ein Infektionsschwerpunkt sei nicht erkennbar. "Die Ansteckungen sind nicht auf eine bestimmte Alters- oder Bevölkerungsgruppe sowie auf einen Ort eingrenzbar", teilt Kreissprecher Rühl mit.

In den Krankenhäusern im Kreisgebiet werden derzeit 9 Personen aufgrund ihrer Covid-19-Erkrankung stationär behandelt. Das sind 2 mehr als am Vortag. 2 Patienten liegen auf der Intensivstation (+1).


Die Corona-Lage im Landkreis Vechta:

Das Vechtaer Gesundheitsamt meldet am Freitag 166 Neuinfektionen im Kreisgebiet. Zugleich gelten 32 Personen als genesen. Damit steigt die Zahl der aktiven Infektionen auf insgesamt 933 (Vortag: 799).

Wie bereits berichtet, liegt die 7-Tage-Inzidenz für den Kreis Vechta derzeit bei 354,2 und ist damit weiter gestiegen. In der vergangenen Woche wurden 509 Infektionen registriert, die zur Berechnung herangezogen werden. Der Landkreis entwickelt sich damit zunehmend zu einem Corona-Hotspot in Niedersachsen. Im Vergleich der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte hat Vechta derzeit die fünfthöchste Inzidenz.

Die 166 Neuinfektionen verteilen sich über sämtliche Kommunen. Die meisten Infektionen gibt es in Vechta. Hier haben sich 63 weitere Personen mit dem Virus angesteckt. In Lohne sind es 34 Infektionen. Auch in Bakum (+13), Damme (+16) und Steinfeld (+14) sind die Infektionszahlen zweistellig.

In den Krankenhäusern im Kreisgebiet müssen 7 an Covid-19 erkrankte Personen stationär behandelt werden. Das ist eine Person mehr als am Vortag. Ein Patient liegt weiter auf der Intensivstation und muss beatmet werden.

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