Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Im Freizeitpark Vechta besteht Optimierungsbedarf

Die Schausteller müssen zum Start in das zweite Wochenende verstärkt auf die Einhaltung der Abstandsregeln achten. Die Aufsichtsbehörde sieht vor allem Probleme im Eingangsbereich.

Artikel teilen:
Wo es zu eng wird, müssen Besucher eine Maske tragen. Vor allem im Eingangsbereich ist es am ersten Wochenende zu Menschenansammlungen gekommen. Hier wollen die Veranstalter nun nachbessern. Foto: Speckmann

Wo es zu eng wird, müssen Besucher eine Maske tragen. Vor allem im Eingangsbereich ist es am ersten Wochenende zu Menschenansammlungen gekommen. Hier wollen die Veranstalter nun nachbessern. Foto: Speckmann

Im Freizeitpark Vechta besteht noch Optimierungsbedarf. Konkrete Verstöße gegen die Hygienevorgaben sind bei einer ersten Überprüfung durch die Aufsichtsbehörde zwar nicht festgestellt worden, wie der Landkreis Vechta auf Anfrage mitteilt. Doch es gibt offenbar noch Probleme bei der Einhaltung der Abstandsregeln. Das hat sich bei Menschenansammlungen an den ersten Veranstaltungstagen herausgestellt. Die Schausteller wollen nun zum Start in das zweite Wochenende an den Stellschrauben drehen.

Mitarbeiter der Kreisverwaltung haben den Betrieb auf dem Stoppelmarkt-Gelände unter die Lupe genommen. Dabei wurde die Umsetzung des Hygienekonzeptes, das der Verein reisender Schausteller Vechta als Gastgeber aufgestellt hat, kontrolliert. Dazu zählten etwa die Kontaktdatenerfassung im Eingangsbereich, die Sicherstellung des Mindestabstandes, die Anbringung von Hygienespendern sowie Tischbesetzung und Sanitäranlagen.

Besucher hatten sich beim Landkreis gemeldet

„Konkrete Verstöße konnten bei der Überprüfung nicht festgestellt werden. Grundsätzlich wurden die aufgestellten Hygienevorgaben umgesetzt. Es gab jedoch Nachbesserungsbedarf im Bereich der Einlassregelung, da es hier vermehrt zu Ansammlungen im Wartebereich kam“, berichtete Kreis-Pressesprecherin Laura Niemann. Noch deutlich größer als bei der Kontrolle am vergangenen Donnerstag war der Andrang am Sonntag, als sich am späten Nachmittag eine mehrere Hundert Meter lange Schlange vor dem Eingangstor bildete.

Die Schausteller sind in der Pflicht: Sie wollen verstärkt darauf achten, dass die Besucher in den Fahrgeschäften eine Maske tragen, sofern der Mindestabstand unterschritten wird. Foto: SpeckmannDie Schausteller sind in der Pflicht: Sie wollen verstärkt darauf achten, dass die Besucher in den Fahrgeschäften eine Maske tragen, sofern der Mindestabstand unterschritten wird. Foto: Speckmann

Die Aufsichtsbehörde teilte ferner mit, dass im Laufe des ersten Wochenendes von privater Seite Kritik an der Umsetzung der Regelungen zur Abstandswahrung und zum Gebot des Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes geäußert worden sei. „Diese Kritik wurde zum Anlass genommen, um den Veranstalter eindringlich zur Einhaltung der Vorgaben aus dem Hygienekonzept zu ermahnen. Dieser hat diesbezüglich einen vermehrten Personaleinsatz zur Umsetzung der Vorgaben und zu Kontrollzwecken angekündigt“, so Niemann weiter.

Der Schaustellerverein bestätigte den Handlungsbedarf. „Wir standen am Anfang ohne Erfahrungswerte da. Jetzt wissen wir, wie es gelaufen ist und an welchen Schrauben nachgestellt werden muss“, erklärte Vorsitzender Jürgen Meyer. Die Beschicker des Freizeitparks hätten über die Situation gesprochen und bereits einige Maßnahmen abgeleitet, um die Situation zum Start in die zweite Runde am Donnerstag zu verbessern.

Der beauftragte Sicherheitsdienst werde von sechs auf zehn Kräfte aufgestockt, kündigte der Vorsitzende an. Sie würden verstärkt auf die Einhaltung der Abstandsregeln im Außenbereich achten, also in der Wartezone vor dem Betreten des eingezäunten Geländes. Dort, wo sich die Dokumentationsstellen befinden und die Distanz von eineinhalb Metern schnell unterschritten wird, sollen die Besucher ab sofort mehr Platz haben.

„Die Einhaltung der Hygienevorgaben steht und fällt mit der Umsetzung durch die Besucher."Laura Niemann, Kreis-Pressesprecherin

Im Innenbereich sind die vielen Augen der Beschicker gefordert. Hier sei neben den Schildern und Markierungen vor allem eine direkte Ansprache wichtig, so Meyer weiter. In den Fahrgeschäften, etwa im Autoscooter oder der Riesenschaukel, habe es bereits an den ersten Tagen immer wieder Durchsagen gegeben, um die Besucher auf die Einhaltung der Abstandsregeln und das Tragen der Maske aufmerksam zu machen. Wer seine Maske vergisst oder verliert, könne an der Kasse einen Ersatz bekommen.

„Die Einhaltung der Hygienevorgaben steht und fällt mit der Umsetzung durch die Besucher. Jeder Gast ist daher gehalten, auf Abstände zu achten und die Vorgaben zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes konsequent einzuhalten“, unterstrich Kreis-Pressesprecherin Niemann. Sie wies in ihrer Stellungnahme ferner darauf hin, dass der Landkreis Vechta weiterhin kontinuierlich auch am Wochenende den Freizeitpark kontrollieren werde.

Einlass am Sonntag schon ab 12 Uhr

Eine weitere Maßnahme, die der Schaustellerverein aus den bisherigen Erfahrungen abgeleitet hat, ist die Anpassung der Öffnungszeiten. Einlass am Sonntag ist nun um 12 statt 14 Uhr. Damit soll der Ansturm der Besucher, die häufig schon vor dem offiziellen Beginn am Tor warten, entzerrt werden. Gleichzeitig reagiert der Veranstalter mit dieser Entscheidung auf die Nachfrage der Menschen, die den Kirmesbesuch zur Mittagszeit vom Stoppelmarkt kennen.

Im Großen und Ganzen ist Meyer mit dem bisherigen Verlauf des Freizeitparks sehr zufrieden, sowohl aus wirtschaftlicher als auch organisatorischer Sicht. Schließlich sei das Konzept völliges Neuland für die Schausteller. Was die nächsten Tage betrifft, herrscht Zuversicht – auch wegen der Wetterprognosen. Der Blick gen Himmel lohnt sich insbesondere am Donnerstag. Um 21 Uhr wollen die Veranstalter wieder ein Feuerwerk entfachen.

  • Info: Der Freizeitpark ist donnerstags bis samstags von 14 bis 22 Uhr und sonntags von 12 bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet einen Euro.

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Im Freizeitpark Vechta besteht Optimierungsbedarf - OM online