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Im Bergmann-Park steckt reichlich Potenzial

Das rund 5,7 Hektar große Areal in Langförden soll für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Verwaltung soll nun ein Konzept erarbeiten.

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Ort der Idylle und Erholung: Der Bergmann-Park hat sich im Laufe der Jahrzehnte enorm entwickelt. Durch die Umsetzung von Pflege- und Gestaltungsmaßnahmen soll das Gebiet für die Bevölkerung zugänglich und erlebbar gemacht werden.    Foto: Stadt Vechta

Ort der Idylle und Erholung: Der Bergmann-Park hat sich im Laufe der Jahrzehnte enorm entwickelt. Durch die Umsetzung von Pflege- und Gestaltungsmaßnahmen soll das Gebiet für die Bevölkerung zugänglich und erlebbar gemacht werden.    Foto: Stadt Vechta

Zusammen mit den angrenzenden Wald-, Auen- und Grünlandflächen bildet der so genannte Bergmann-Park in Langförden einen Grüngürtel, der sich über die vergangenen Jahrzehnte zu einem wertvollen Biotop entwickelt hat und damit einen hohen Wert für den Naturschutz besitzt. Nun soll der Park nach dem Willen des Ortsrates für die Bevölkerung zugänglich und erlebbar gemacht werden.

Unter dem Vorsitz von Ortsbürgermeister Dirk Lübbe (CDU) hat sich der Ortsrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig für eine Öffnung des Parks ausgesprochen. Die Verwaltung soll entsprechende Pflege- und Gestaltungsmaßnahmen planen und eine Kostenschätzung vornehmen. Dabei geht es um ein rund 5,7 Hektar großes Areal, das die Stadt Vechta vor etwa 2 Jahren aus privater Hand erworben hat.

Heutiger Bereich des Bergmann-Parks wurde bis Ende der 1960er Jahre als Grünlandfläche genutzt

Trotz der zu erwartenden pflegerischen Maßnahmen und des fortan laufenden Unterhaltungsaufwands befürworteten die Vertreter von Politik und Verwaltung, den Bergmann-Park für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. „Das ist eine wunderschöne Anlage mit großem Potenzial“, meinte Fachbereichsleiterin Christel Scharf. Auch Bürgermeister Kristian Kater (SPD) zeigte sich überzeugt: „Das wäre ein Gewinn für den ganzen Ort.“

Nach Angaben der Verwaltung wurde der heutige Bereich des Bergmann-Parks bis Ende der 1960er Jahre als Grünlandfläche genutzt. Aufgrund des hier verlaufenden Spredaer Baches handelte es sich bis dahin um eine sehr feuchte Auen-Landschaft. Zu Beginn der 1970er Jahre entstand südlich des Bomhofer Weges zunächst das Wohngebäude der Unternehmerfamilie Bergmann. Später kamen Pferdestall und Reithalle auf dem Anwesen hinzu.

Ein prägendes Element des Parks sind die Teiche, die schon vor einigen Jahrzehnten angelegt wurden. Foto: Stadt VechtaEin prägendes Element des Parks sind die Teiche, die schon vor einigen Jahrzehnten angelegt wurden. Foto: Stadt Vechta

Im Laufe der Jahre erfolgte eine gärtnerische Gestaltung der Freiräume unter Einbeziehung des Spredaer Bachs und es wurden die bis heute prägenden Teiche angelegt. Auf dem nördlichsten Gewässer entstand eine Insel mit einem Gebäude zum gelegentlichen Aufenthalt. So hat sich der Bereich zu einer privaten Parkanlage mit vielen Großgehölzen, Sträuchern, Staudenbeeten und Rasenflächen entwickelt, berichtet die Verwaltung.

Totholz muss aus den Bäumen entfernt werden

Neben heimischen Arten finden sich auch Arten aus Asien und Nordamerika. Ähnlich einem botanischen Garten wurden zu einzelnen Pflanzen entsprechende Hinweistafeln angebracht. Im Zusammenhang mit der Entwicklung eines Wohngebietes, das mittlerweile zwischen Parkgelände und Aphasie-Zentrum entstanden ist, wurde eine Teichanlage modifiziert, sodass hier das anfallende Oberflächenwasser zurückgehalten werden kann.

Die Verwaltung weist darauf hin, dass einiges zu tun sei, falls der städtische Bereich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollte. So müsste aus Sicherheitsgründen das Totholz aus den Bäumen entfernt werden. Zudem wären Abschnitte des Wegenetzes zu restrukturieren und Umbaumaßnahmen an den Stillgewässern durchzuführen. Auch ließen sich einige Beete instand setzen und Sitzgelegenheiten für Besucher anschaffen.

"Ich fände es schade, wenn wir diesen Park der Öffentlichkeit vorenthalten.“Ortsratsmitglied Günter Nyhuis (CDU)

Die Mitglieder des Ortsrates zeigten sich von der Idee angetan und fassten gleich verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten ins Auge. „Ich fände es schade, wenn wir diesen Park der Öffentlichkeit vorenthalten“, sagte Günter Nyhuis (CDU). Er schlug in der öffentlichen Sitzung vor, für die Maßnahmen verschiedene Fördertöpfe anzuzapfen. Dem stimmte Kater zu: „Das werden Summen sein, für die wir Fördermittel brauchen.“

Annette Wilking (CDU) sprach sich ebenfalls für eine Öffnung des Bergmann-Parks aus: „Das würde allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen.“ Man habe hier eine entscheidende Chance, etwas für die Lebensqualität zu tun. Außerdem brachte die Ratsfrau die Möglichkeit ins Spiel, dass die Kommune bei der Pflege des Gebietes mit ehrenamtlichen Helfern aus Langförden zusammenarbeiten könnte.

Thematisiert wurden im Ortsrat auch schon die Zuwegung zu dem Areal sowie die Parksituation. „Da müssen wir uns Gedanken darüber machen, wie wir das lösen“, sagte Fachbereichsleiterin Scharf. Diese und weitere Anregungen will die Stadtverwaltung nun in ihre weiteren Überlegungen einbeziehen und ein Konzept für die Gestaltung des Parks erstellen. Mit der Planung will sich die Politik dann erneut befassen.

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