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Ihr Impfmüden, auf zum Stoppelmarkt!

Kolumne: Auf ein Wort – Der Autor appelliert eindringlich an alle Unentschlossenen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Damit erfülle man das Gebot einer wohlverstandenen Selbstliebe.

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Jeden Mittwoch bittet OM online an dieser Stelle "Auf ein Wort" aus christlicher Sicht. Ich möchte die "christliche Kolumne" heute nutzen, um eindringlich fürs Impfen zu werben. Mich ärgern 2 Dinge ungeheuerlich: zum einen die ausgesprochen schlechte Impfquote in unserem Land. Zum anderen die Nachricht, dass kostbares Vakzin unbrauchbar zu werden droht, weil zu wenige Menschen die bestehenden Impfangebote nutzen.

Werbung mithilfe des "christlichen Grundgesetzes"

Mir geht es mit diesen Zeilen darum, möglichst viele Unentschlossene zur Impfung zu motivieren. Sie könnten beispielsweise das attraktive Angebot der Stadt Vechta nutzen, und den Besuch des Freizeitparks (Stoppelmarkt-Ersatz) am kommenden Samstag mit der Impfung verbinden. (Vielleicht wäre eine Freikarte für ein Fahrgeschäft noch ein zusätzliches "Zückerchen"!?!). Als christlicher Kolumnist möchte ich im (noch) christlichen Südoldenburg mithilfe des christlichen "Grundgesetzes" für das Impfen werben. Nicht-Christen und Atheisten sollen sich aber bitte genauso angesprochen fühlen.

Das christliche Grundgesetz lautet bekanntermaßen: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft." Als 2. kommt hinzu: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden." (vgl. Mk 29, 30f.)

"Dem Menschen ist demnach aufgetragen, seine Mitmenschen und sich selbst zu lieben."Pater Karl Gierse

Mir kommt es – im Zusammenhang mit dem Impfen – vor allem auf den 2. Teil des Gebotes an. Dem Menschen ist demnach aufgetragen, seine Mitmenschen und sich selbst zu lieben. Jeder Mensch, der sich impfen lässt, erfüllt damit meines Erachtens das Gebot einer wohlverstandenen Selbstliebe. Er tut, was seinem Wohl und seiner Gesundheit dient, und das ist gottgewollt und gut! Gravierende Risiken einer Impfung (wie Unfruchtbarkeit, Impotenz, Injektion von Überwachungschips und Ähnliches) sind mir bis heute nicht bekannt geworden. Wenn es sie gäbe, hätte OM online längst darüber berichtet.

Noch bedeutender ist für mich aber der Aspekt der Liebe zu den Mitmenschen, der Aspekt der Nächstenliebe. Nach übereinstimmender Auffassung der überwältigenden Mehrheit aller Wissenschaftler, werden wir die Pandemie nur in den Griff bekommen, wenn es gelingt, eine sogenannte "Herdenimmunität" zu erreichen. Dazu müssen mindestens 85 Prozent der Bevölkerung geimpft sein. Im Augenblick haben wir gerade einmal die 50–Prozent-Marke überschritten. Das halte ich – angesichts der Tatsache, dass genügend Vakzin vorhanden ist – für beschämend.

Liebe Unentschlossene: Die Infektionszahlen steigen wieder und mit ihnen die Zahl möglicher Opfer. Jedes Corona-Opfer ist ein Opfer zu viel. Daher: Werdet zur/ zum Lebensretter*in! Lasst Euch impfen! Ihr wollt doch eh zum Freizeitpark!


Zur Person

  • Karl Gierse ist Subprior des Vechtaer Dominikanerkonventes.
  • Er wirkt in verschiedenen Bereichen der Seelsorge in Vechta und im Oldenburger Land.
  • Kontakt: redaktion@om-medien.de.

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