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Hungertuch erzählt von Ängsten und Träumen

Der Familiengottesdienstkreisvon St. Cäcilia Bösel hatte zu einer besonderen Aktion eingeladen. 78 bemalte Tücher wurden nun zum großen Ganzen zusammengefügt.

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Präsentieren mit dem „Hungertuch“ etwas Einzigartiges: Christine Grafe (von links), Pfarrer Stefan Jasper-Bruns und Doris Hempen vom Familiengottesdienstkreis. Foto: Martin Pille

Präsentieren mit dem „Hungertuch“ etwas Einzigartiges: Christine Grafe (von links), Pfarrer Stefan Jasper-Bruns und Doris Hempen vom Familiengottesdienstkreis. Foto: Martin Pille

Alle Kitas haben mitgemacht, viele Familien und sogar an die Euro-Musiktage wurde erinnert: Der Familiengottesdienstkreis der St.-Cäcilia-Pfarrgemeinde Bösel hat sich für die „Fastenzeit“ – angeregt durch das Misereor Hungertuch 2021 eine besondere Idee entwickelt, um „sich inhaltlich auf den Weg zu machen“ und die Tage bis Ostern zu begehen.

Im Turm der Kirche haben die Mitglieder kleine „Blanko“-Tücher ausgelegt, die mitgenommen und bemalt werden konnten, frei nach dem Motto der Aktion „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“. Eingeladen, so Christine Grafe, waren Kinder, Jugendliche, Großeltern, Tanten und Onkel. „Wünsche und Sehnsüchte hat in dieser Zeit wohl jeder“, sagt sie. Von den 100 ausgelegten Tüchern sind 78 bemalt zurückgekommen. Ein Mitglied des Arbeitskreises hat sie zusammengenäht, und entstanden ist ein vier mal 1.80 Meter großes Tuch, mit dem während der Fastenzeit die bildliche Darstellung Jesu (Kruzifix) verhüllt wird

Dem Arbeitskreis war klar, dass der Satz nicht so recht in diese Zeit von Corona passt. Doris Hempen: „Das Virus schickt uns nach Hause, lässt uns nur einen engen Raum. Keine Schule, keine Kita, kein Sport.“ Besonders die Kinder hätten beim Malen ihre Ängste, Träume und Hoffnungen dargestellt, die sie mit der Pandemie verbinden. „Gefühlt fasten wir jetzt schon ein Jahr und verzichten auf all die Dinge, die uns wichtig und lieb sind“, bringt es der Arbeitskreis auf den Punkt. Und gemeint seien damit nicht die Lieblingsbonbons, auf die man in der Fastenzeit verzichtet.

„Das Virus schickt uns nach Hause, lässt uns nur einen engen Raum.“Doris Hempen vom Familiengottesdienstkreis

„Das Hungertuch ist ein zentraler Bestandteil der Misereor-Fastenaktion, die gemeinsam mit ,Brot für die Welt‘ mit dem Hungertuch in der Fastenzeit 2021 auch ein Zeichen für die Ökumene setzt“, erläutert Pfarrer Stefan Jasper-Bruns. Für die Mitglieder des Familiengottesdienstkreises, für die vielen Maler und die Pfarrgemeinde aber sei das Tuch etwas ganz „Einzigartiges.“. eine besondere Idee entwickelt, um „sich inhaltlich auf den Weg zu machen“ und die Tage bis Ostern zu begehen.

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