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Hundeausbildung ist Fleißarbeit, die Spaß macht

In der Ortsgruppe Cloppenburg des Deutschen Schäferhundevereins wird während der Vorbereitung auf die Begleithundeprüfung aus Hundeführer und Hund ein richtig gutes Team.

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Die Trainerinnen und Trainer des Vereins für Deutsche Schäferhunde in Cloppenburg (von links): Grit Kaap, Kim Jonin und Michael Kempf. Foto: Heinzel

Die Trainerinnen und Trainer des Vereins für Deutsche Schäferhunde in Cloppenburg (von links): Grit Kaap, Kim Jonin und Michael Kempf. Foto: Heinzel

Grit Kaap, Kim Jonin und Michael Kempf sind Mitglieder und Trainer im Verein für Deutsche Schäferhunde. Genauer gesagt, in der 1934 gegründeten und rund 30 Mitglieder umfassenden Ortsgruppe (OG) Cloppenburg. Das älteste Mitglied ist seit 70 Jahren im Verein. Die Vereinsarbeit gliedert sich im Wesentlichen in vier Bereiche: die „Tüdelgruppe“ von Kim Jonin, die Trainingsgruppe von Michael Kempf, eine offene Spielgruppe und den Erwerb des Hundeführerscheins. Die ersten beiden Gruppen treffen sich zweimal pro Woche, die offene Spielgruppe immer am ersten und dritten Sonntag im Monat, der nächste Führerscheinkurs solle Ende Februar beginnen.

Im Verein können Hund und Besitzer zu einem Team zusammenwachsen, berichtet Grit Kaap, die auch Vorsitzende der OG Cloppenburg ist. Die 55-Jährige bereitet gerade wieder einen Hundeführerscheinkurs vor. Zwischen drei und maximal sechs Teilnehmern sollte dieser haben. Er ist in einen Theorie- und Praxisabschnitt unterteilt. Ersterer erfolgt über ein Eigenstudium zu Hause. Die Praxis wird in rund zehn Trainingsstunden vermittelt. Für den Erwerb des Scheines haben die neuen Hundebesitzer bis zu ein Jahr nach Anschaffung des Tieres Zeit. Interessierte könnten sich beim Verein melden. 

Andrea Timmermann während eines Spaßturniers. Foto: M. KlausAndrea Timmermann während eines Spaßturniers. Foto: M. Klaus

Hund und Hundeführer sollen Spaß haben, die Tiere dabei das richtige Sozialverhalten lernen, gefördert und gefordert werden. Die Basis hierfür ist die Begleithundeprüfung. Über das Training im Vorfeld der Prüfung werden Hund und Besitzer zu einem Team zusammengeschweißt. Hunden etwas beizubringen, sei in der Regel eine „sehr intensive Arbeit, über einen langen Zeitraum hinweg“, sagt Michael Kempf. „Üben, üben, üben“, meint Kim Jonin dazu. Beim Lernen helfe die positive Bestärkung des Hundes durch kleine Leckereien, so Grit Kaap. „Wenn Hunde gefordert werden, sind sie wesentlich ausgeglichener.“

"Ein Hund lernt über ständige, gleichbleibende Wiederholung."Michael Kempf, Trainer im Verein für Deutsche Schäferhunde

„Ein Hund lernt über ständige, gleichbleibende Wiederholung“, sagt Michael Kempf. Das sei natürlich eine Fleißarbeit, aber „je mehr ich in das Tier investiere, umso so mehr bekomme ich auch zurück“. Dabei passten sie sich im Training der Entwicklung des Hundes an. Jeder lerne in seinem eigenen Tempo. „Es geht immer um die Eignung der Hunde“, sagt Kempf. Danach richte sich das weitere Training – beispielsweise in Richtung Such-, Fährten- oder Schutzhund. Das Erreichen von selbst gesteckten Zielen stehe hier im Vordergrund. Der Spaß werde dabei aber in keinster Weise vernachlässigt.

Spaß hat in der Tüdelgruppe von Kim Jonin sogar Priorität: „Es geht darum, die Hunde zu beschäftigen, und um den Spaß an der Sache.“ Das funktioniere beispielsweise über Agility-Parcours. In ihrer Tüdelgruppe lernten Hunde unter anderem das richtige Sozialverhalten – oder wie Kim Jonin es nennt, „mit anderen Hunden cool zu sein“, sowie alles Notwendige, um die Begleithundeprüfung zu bestehen. „Der Hund muss richtig erzogen sein.“ Allerdings müsse das Tier mindestens 15 Monate alt sein, bevor es diese Prüfung ablegen könne.

Hailey Jonin ist auf einem Agility-Parcours unterwegs. Foto: M. KlausHailey Jonin ist auf einem Agility-Parcours unterwegs. Foto: M. Klaus

Hunde können sich auf Vereinsgelände austoben

Trotz seines Namens sei der Verein für alle Hunderassen offen. Kleine und große Hunde könnten sich auf dem Vereinsgelände in unterschiedlichen Bereichen austoben. Zudem gebe es im Rahmen des Vereinslebens auch Aktivitäten, wie Weihnachtsfeier, Kohlessen, gemeinsame Spaziergänge, Spaßturniere oder Arbeitseinsätze rund um das Vereinsgelände.

Das Vereinsleben war zwischenzeitlich aufgrund der Corona-Pandemie komplett eingefroren. Das habe sich inzwischen wieder geändert. Die Nutzung des Vereinsgeländes an der Nutriastraße werde aktuell via WhatsApp-Gruppe organisiert. So trifft sich die Tüdelgruppe auf dem Vereinsgelände unter freiem Himmel, unter 2G-Bedingungen. Die offene Spielgruppe pausiert momentan. 

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