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Hund Elli macht's möglich: Kinder lernen Vertrauen und Verantwortung

Beim Kindergarten St. Vincenz in Cloppenburg gehört jetzt ein Hund zum pädagogischen Team. Im Umgang mit dem Golden-Retriever-Welpen lernen die Kleinen soziale Kompetenzen.

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Tiergestützte Pädagogik: Florian Focke (links) und Emil Seidel streicheln Elli. Foto: Hermes

Tiergestützte Pädagogik: Florian Focke (links) und Emil Seidel streicheln Elli. Foto: Hermes

Tierischer Zuwachs in der Kindertagesstätte St. Vincenz: Golden-Retriever-Welpe Elli ist nun regelmäßiger Gast in dem Kindergarten, die tiergestützte Pädagogik findet seit einigen Wochen statt. "Das Projekt hat einen größeren Mehrwert, als wir erahnen konnten", erklärt Leiterin Renate Hogeback.

Erzieherin Annegret Harling-Willenborg hatte die Idee eingebracht, gemeinsam mit Elli besucht sie auch die Hundeschule. Nach dem Erwerb von einigen Nachweisen ist Elli dann ein Familienbegleitender Hund, der in allen Gruppen der Kita zu Gast ist. "Es ist erstaunlich, wie schnell die Kinder Verantwortung übernehmen und rücksichtsvoll sind", so Hogeback weiter. Sie würden im Umgang mit dem Tier viele soziale Kompetenzen lernen.  

Idee kommt bei den Eltern und beim Förderverein gut an

Die Idee kam bei den Eltern gut an, eine entsprechende Information und Erlaubnis kam von allen 165 unterschrieben zurück. "Elli gehört jetzt quasi zum pädagogischen Personal", sagt Hogeback mit einem Lachen. Natürlich bedeute die tierische Begleitung auch mehr Aufwand, doch das werde im Team gemeinsam gut aufgefangen.

Annegret Harling-Willenborg, Renate Hogeback und Albert Focke (hinten von links) mit den Kindern. Foto: HermesAnnegret Harling-Willenborg, Renate Hogeback und Albert Focke (hinten von links) mit den Kindern. Foto: Hermes

Harling-Willenborg hatte vor Elli bereits einen Golden Retriever, der über 16 Jahre alt geworden ist. "Sie wird später auch eine tiefenentspannte Hündin. Bei den ganzen Reizen, die sie jetzt mitbekommt", so Frauchen mit einem Augenzwinkern. Wenn sie mit ihr auf das Außengelände kommt, spürt man auch die Anziehungskraft der Hündin.

Schnell kommen viele Kinder zu ihr gelaufen. Dabei bauen sie Vertrauen auf, müssen Aufgaben verlässlich erledigen und haben eine Verantwortung für das Tier. Die Persönlichkeitsfindung werde so gestärkt, die kognitiven Fähigkeiten werden erweitert. Beliebt bei den Kindern sind auch die gemeinsamen Spaziergänge in den Wald, dort lernen sie einiges über das Tier und die Natur.

Offene Türen lief Hogeback auch beim eigenen Förderverein ein. "Wir finden das sehr gut und tragen das positiv mit", sagt Albert Focke. So habe man gleich die Erstausstattung mit Box, Spielsachen und Lehrmaterial übernommen. Auch die Kirchengemeinde St. Andreas habe schnell ihr Okay gegeben. "Wir achten selbstverständlich auf den Tierschutz. Es gibt immer nur kurze Einheiten und danach immer Pausen für Elli", erklärt Hogeback. Das Projekt werde nun auch in das Gesamtkonzept der Einrichtung eingearbeitet. 

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