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Hugo I. (Stärk) regiert die Dammer Nachwuchsnarren

Hunderte Schaulustige hatten sich am Sonntag auf dem St.-Viktor-Kirchplatz eingefunden. Schließlich wollten sie bei der Proklamation des neuen Kinderprinzen dabei sein. (mit Video & Bilder-Galerie)

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Helau Damme: Andre von der Heide (links) und Michael Kramer (rechts) proklamierten (von links) Ferdinand Gravemeyer, Henri Böckmann, Kindertollität Hugo I. (Stärk) und Jost Borgmann. Foto: Lammert

Helau Damme: Andre von der Heide (links) und Michael Kramer (rechts) proklamierten (von links) Ferdinand Gravemeyer, Henri Böckmann, Kindertollität Hugo I. (Stärk) und Jost Borgmann. Foto: Lammert

Na endlich, dürfte sich am Sonntag mancher Dammer Narr im Herzen der Innenstadt gesagt haben. Nach einer 3-jährigen Unterbrechung wegen der Corona-Pandemie hat die Narrenmetropole im Südkreis mit Hugo I. (Stärk) wieder einen Kinderprinzen.

Hugo Stärk wird, trotz des miserablen Abschneidens der deutschen Fußballnationalmannschaft, die Weltmeisterschaft im Dezember in Katar in allerbester Erinnerung behalten. Denn während die WM noch lief, gaben sich Andre von der Heide und Michael Kramer, die beiden Kinderväter der Dammer Carnevalsgesellschaft von 1614, die Ehre im Hause Stärk am Pickerweg in Osterfeine. Sie fragten Hugo, dessen Vater Jan-Bernd Stärk 1996 beim Kinderprinzen Lars Ossenbeck Adjutant war, ob er neuer Kinderprinz werden wollte. Er wollte. 

Ganz junge, junge und ältere Narren jubeln Hugo I. zu

Und seit Sonntag, exakt 15 Uhr 2 mal 11 Minuten, ist der Viertklässler im Amt. Denn da proklamierte Michael Kramer ihn mit der Übergabe des Kinderprinzenordens und des Zepters als Hugo I. auf dem St.-Viktor-Kirchplatz vor Hunderten ganz junger, junger  und älterer Narren, darunter auch Carnevalsprinz Ulrich "Uli" III. (Finkemeyer) samt Gefolge,  zum Kinderprinzen in der 409. Dammer Fastnachtssession. 

Und wie es sich für einen Kinderprinzen gehört, präsentierte der auch einen kompetenten Hofstaat, in dem der Narr den perfekten Radschlag beherrscht, wie Michael Kramer ankündigte, und Henri Böckmann Sekunden später auch eindrucksvoll auf der Bühne unter Beweis stellte. Als Adjutanten hat Hugo I. Ferdinand Gravemeyer und Jost Borgmann in sein Gefolge berufen.

Tollität und Gefolge sind auch tolle Dichter

Dass die 4 nicht nur den Carneval rocken wollen, sondern auch noch des Dichtens fähig sind, stellten Hugo I. und sein Gefolge eindrucksvoll unter Beweis. Da reimte etwa die Kindertollität: "Im Dammer Osten bin ich Zuhause, am Pickerweg gibt's jetzt täglich eine Sause."

Und der Hofnarr versprach: "Ich bin Jost - auch von mir ein dreifaches Helau. Nicht nur auf dem Schlagzeug - auch im Dammer Carneval mach' ich Radau." Adjutant Ferdinand kündigte an: "Mit euch Kindern lassen wir es richtig krachen und wollen eine Riesenparty machen." Adjutant Henri bekannte: "Hugo hat mich zum Hofnarren ernannt, dafür hat mein Herz schon immer gebrannt."

Bei Funkenmariechen fällt plötzlich der Ton aus

Gebrannt hatten auch die Funkenmariechen auf ihren Auftritt vor dem St.-Viktor-Dom. Doch großes Pech: Das ABBA-Medley, nach dem die jüngste Formation der Carnevalsgesellschaft tanzen wollte, brach sowohl beim ersten Auftritt als auch bei der Zugabe unvermittelt mittendrin ab.

Nur: Das schockte die jungen Damen, die nach 3 Carnevalssitzungen wahrlich bühnenerprobt sind, in keinster Weise. Sie machten aus der Not eine Tugend und setzten ihren Auftritt dann eben ohne Musik fort, was ihnen einen riesigen Applaus des Publikums einbrachte. 


Foto: Lammert
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Allerdings: Hugo I., seinen Adjutanten und seinem Hofnarren fiel es da sichtlich schwer, bei der Zugabe mitzuwirken, wie es bei der Kinderprinzenproklamation in Damme längst eine gute Tradition ist. Und so überließen sie lieber den Funkenmariechen die Bühne. Dafür ließen Hugo I. und sein Hofstaat wenig später einen heftigen Bonbonregen auf das junge Publikum niederprasseln. Der entschädigte die Nachwuchsnärrinnen und -narren für die entfallene Musik aus der Konserve.

Dafür lieferte das Dammer Narrenblech sowohl während der Proklamation als auch anschließend, als die Kindertollität mit ihrem Hofstaat und einem großen Gefolge durch die Innenstadt zur Scheune Leiber zog, beste handgemachte Musik. 

In der Scheune überreichte Prinz Uli III. seinem jungen Amtskollegen ein Geschenk und wünschte ihm eine erfolgreiche Session. So ist ist das unter närrischen Regenten üblich.

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