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Hörstener fordern maximal Tempo 70 auf Landesstraße

150 Bürger haben Listen unterzeichnet. Sie sorgen sich wegen der Verkehrssicherheit auf der Landesstraße zwischen Vörden und der Autobahn. Nun ist der Kreis am Zug.

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Alle für niedrigere Geschwindigkeit: Maximal Tempo 70 auf der Landesstraße 76 fordern (von links) Arndt Bohne, Hermann Schütte, Heinz Fehrmann, Andreas Suing, Andreas Frankenberg, Ansgar Brockmann, Thomas Pille und Hermann Steinkamp.  Foto: Lammert

Alle für niedrigere Geschwindigkeit: Maximal Tempo 70 auf der Landesstraße 76 fordern (von links) Arndt Bohne, Hermann Schütte, Heinz Fehrmann, Andreas Suing, Andreas Frankenberg, Ansgar Brockmann, Thomas Pille und Hermann Steinkamp.  Foto: Lammert

150 Unterzeichner von Unterschriftenlisten fordern es mit Blick auf die aus ihren Augen mangelnde Verkehrssicherheit klipp und klar: Auf der Landesstraße 76 soll zwischen dem Ortsausgang Vörden und der Autobahnauffahrt beziehungsweise in umgekehrter Richtung durchgängig Tempo 70 als Höchstgeschwindigkeit für Fahrzeuge gelten. Bislang sind auf einem längeren Abschnitt noch bis zu 100 Stundenkilometer zulässig.

"Bevor etwas Schlimmeres passiert, möchten wir ein Tempolimit."Andreas Suing

Bürger um dem Hörstener Andreas Suing hatten im August begonnen, für ihr Anliegen Unterschriften zu sammeln. "Bevor etwas Schlimmeres passiert, möchten wir ein Tempolimit", stellte Suing klar. Die Listen lagen in Hörsten, Astrup und bei der Geschäftsstelle der Landwirtschaftlichen Bezugsgenossenschaft Damme in Vörden aus.

Jetzt haben sie Andreas Suing sowie Thomas Pille und Arndt Bohne in Neuenkirchen-Vördens Ratshaus an Bürgermeister Ansgar Brockmann übergeben. Zur Begründung der Unterschriftenaktion und des Antrages heißt es in dem an den Kreis Vechta sowie an Neuenkirchen-Vördens Gemeinderat und -verwaltung adressierten Schreiben: "Das Auffahren und die Querung durch Anlieger und Landwirte auf der L 76 in dem Bereich werden zunehmend gefährlicher."

Verkehr wird wegen Autobahnbaustelle zunehmen

Wegen der Baustellen auf der Autobahn 1 nutzten auch viele ortsfremde Verkehrsteilnehmer die L 76. Ihnen seien die Gefahren, die durch das Abbiegen von Fahrzeugen aus Hofeinfahrten oder Seitenstraßen auf die Landesstraße bestünden, nicht bekannt.

Zudem müssten viele Kinder aus Hörsten und Astrup die Landesstraße kreuzen, wenn sie von der Schule heimkehren.

Wegen der Großbaustelle auf der A1 bis 2025 sei in den kommenden Jahren mit einem weiter steigenden Verkehrsaufkommen durch der Baustellenfahrzeuge und des Umleitungsverkehrs zu rechnen. Ein durchgängiges Tempoolimit würde wesentlich dazu beitragen, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer deutlich zu erhöhen.

Ratsfraktionen unterstützen Anliegen der Bürger

Die Hörstener und Astruper können beim Umsetzen ihres Anliegens neben der Unterstützung der Gemeindeverwaltung auch auf die der drei Ratsfraktionen bauen. Ihre Hilfe signalisierten im Vorfeld der Übergabe der Listen im Namen der CDU-Fraktion Hermann Steinkamp, für die IGNV Heinz Fehrmann und für die SPD/FDP-Fraktion Hermann Schütte und Andreas Frankenberg.

Hermann Schütte, der auch Mitglied des Vechtaer Kreistages ist, versprach, das Thema bereits bei der kommenden Sitzung des Bauausschusses des Kreistages an diesem Donnerstag anzusprechen.

Gemeinde leitet Listen mit befürwortendem Schreiben weiter

Bürgermeister Brockmann, der die Sorgen der Hörstener und Astruper teilt, sagte, die Verwaltung werde die Listen mit einem befürwortenden Begleitschreiben nach Vechta weiterleiten. Das letzte Wort habe in der Angelegenheit allerdings der Landkreis.

Der Bürgermeister erinnerte daran, dass sich in jüngster Zeit auf diesem Abschnitt der Landesstraßen bereits einige Unfälle ereignet haben. Es sei an der Zeit zu handeln. Es habe eine ähnliche Initiative bereits vor einigen Jahren gegeben. Damals habe der Kreis einem generellen Tempolimit nicht zugestimmt, sagte der Bürgermeister. Inzwischen sei die Verkehrslage allerdings eine ganz andere.

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