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Hoppe ist unzufrieden mit Arbeit des Neuenkirchen-Vördener Umweltausschusses

Der frühere Ratsherr wirft der Gemeindeverwaltung vor, die Gewichtung der Themen nicht richtig zu setzen. Die Kritik weist Bürgermeister Ansgar Brockmann aber zurück.

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Unzufrieden: Heinrich Hoppe fordert im Umweltausschuss eine stärkere Gewichtung von Umwelt- und Naturschutzthemen. Foto: Oevermann

Unzufrieden: Heinrich Hoppe fordert im Umweltausschuss eine stärkere Gewichtung von Umwelt- und Naturschutzthemen. Foto: Oevermann

Seit der Kommunalwahl 2021 hat Heinrich Hoppe (IGNV) kein Ratsmandat in Neuenkirchen-Vörden mehr inne. Das hindert ihn   nicht daran, die Gemeindeverwaltung wegen ihres klima- und umweltpolitischen Engagements zu kritisieren.

In dem im vergangenen Jahr neu ins Leben gerufenen Umweltausschuss haben Themen des Umwelt- und Klimaschutzes bislang nahezu keine Rolle gespielt. Für Hoppe ein absolutes Unding. Er lobte zwar die überfraktionelle Arbeit einer Arbeitsgemeinschaft Klimaschutz in der Ratsperiode 2016 bis 2021 und eben jene Bildung eines Umweltausschusses.

Natur- und Umweltschutz spielen Hoppe eine zu geringe Rolle

Das sei jedoch noch lange nicht genug. In der Form, wie der Umweltausschuss bisher arbeitet, spiele er gar mit dem Gedanken, sein beratendes Mandat, welches er innehat, abzugeben, sagt Heinrich Hoppe. Aspekte des Umwelt-, Natur- und Klimaschutzes würden immer noch viel zu wenig thematisiert, vor allem von Verwaltungsseite, kritisiert der IGNV-Politiker. "Das Problem ist zwar immer mehr präsent, wird aber immer noch zu häufig ignoriert."

Auf wenig Verständnis für die Kritik stieß er bei Bürgermeister Ansgar Brockmann. Im früheren Bau- und Umweltausschuss hätten Umweltthemen keinen großen Rahmen innegehabt. "Der Gemeinderat hat gemeinsam entschieden, dem Umweltthema einen größeren Raum zu bieten", betont der Rathauschef.

Teil des Umweltausschusses seien jedoch auch weitere ehemalige Bestandteile des Bauausschusses wie der öffentliche Nahverkehr und das Rettungswesen. Überfraktionell habe sich der Rat dennoch auf den kürzeren Titel "Umweltausschuss" geeinigt. Gerade im Bereich des Rettungswesens habe es in jüngerer Vergangenheit viele wichtige Themen auf der Tagesordnung gegeben, die Priorität genossen und eine große Dringlichkeit hatten, erklärt Brockmann.

Brockmann verweist auf nächste Sitzungen

"Zugegeben hat es eine gewisse Absurdität, wenn im Umweltausschuss nur Themen der Feuerwehr thematisiert werden", so Brockmann. Er versichert jedoch, dass Themen des Umwelt- und Klimaschutzes in den kommenden Sitzungen eine größere Bedeutung spielen als bisher.

Zudem habe die Gemeinde auch auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft Klimaschutz bereits viele Veränderungen eingeleitet, wie die Errichtung von Gründächern und Nahwärmenetzen oder die Förderung von Zisternen. "Vieles benötigt jedoch auch seine Zeit", meint Brockmann.

Ähnlich äußert sich der Vorsitzende der SPD/FDP-Fraktion, Andreas Frankenberg. "Heinrich Hoppes Denkweise kann ich auf der einen Seite zwar nachvollziehen, auf der anderen Seite bin ich mir aber auch sicher, dass sich dies demnächst auch ändern wird." Das Feuerwehrwesen habe in den letzten Wochen und Monaten schlichtweg eine größere Priorität innegehabt. Zudem habe auch die IGNV jederzeit die Möglichkeit gehabt, Themen mittels Anträgen im Umweltausschuss vorzuschlagen.

Rohe verweist auf Debatte zu Klimaschutzkonzept

Ferner kritisiert der Sozialdemokrat die CDU und die IGNV dafür, dass sie die SPD-Forderung nach der Einstellung eines Klimaschutzmanagers in der Gemeinde nicht schon 2019 unterstützt haben. Dann wäre die Gemeinde in der Beziehung schon wesentlich weiter, unterstreicht Frankenberg.

Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Karlheinz Rohe ist überzeugt, dass die Themen des Umwelt- und Klimaschutzes in der Ausschussarbeit zukünftig eine größere Rolle einnehmen werden. Bereits die nächste Sitzung des Umweltausschusses am Donnerstag (22. September) ab 18 Uhr im Rathaus werde mit der Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes sowie die Implementierung eines Energiemanagements wichtige Weichenstellungen enthalten.

Unterstützung erfährt Hoppe wiederum vom IGNV-Fraktionsvorsitzenden Sven gr. Sextro. "Sicherlich hat es auch andere Themen gegeben, die gebrannt haben. Dennoch müssen wir insgesamt im Bereich der Klima- und Umweltschutzmaßnahmen mehr Gas geben", sagt gr. Sextro. Hierbei sei auch die Verwaltung gefragt. Durch die Einstellung eines Klimaschutzmanagers hoffe auch die IGNV, dass "in dieser Richtung zukünftig mehr passieren wird".

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