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Holdorfern schmeckt die Pizza aus dem historischen Backofen

Die Schüler der Georg-Kerschensteiner Oberschule genießen nach der Fertigstellung ihre Mahlzeit. Es ist das erste von vielen möglichen Projekten des künftigen Bürgerparks.

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Lecker! Maxim Bechtold (links) und Julian Thiele aus der 6a genießen die Pizza aus dem Backofen. Foto: Böckmann

Lecker! Maxim Bechtold (links) und Julian Thiele aus der 6a genießen die Pizza aus dem Backofen. Foto: Böckmann

Man brauchte die Holdorfer Oberschüler am Montagvormittag nach ihrem Urteil gar nicht ernsthaft fragen. Wer wissen wollte, ob den Georg-Kerschensteiner-Schülern die Pizza auf dem Gelände des künftigen Bürgerparks schmeckte, der sah eigentlich nur zufriedene Gesichter. Es war aber keine Pizza eines Lieferdienstes, die die Klassen verzehrten. Sondern eine, die sie selbst gebacken hatten. Denn die Pizza kam aus dem Backofen, den die Oberschüler ab September 2021 in ein paar Wochen komplett in Eigenregie – unter Anleitung der Archäotechniker Thorsten Helmerking und Bernard Haarmeyer – selbst bauten.

Das Backhaus auf der Fläche am Ostring, so gebaut, wie es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf den Höfen ausgesehen hat, ist das erste von vielen denkbaren Projekten für den künftigen Bürgerpark, das jetzt umgesetzt wurde. Und die Schüler und Lehrer, Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug, Josef Kampers vom Heimatverein und Detlef Tänzer vom Naturpark Dümmer, der das Projekt mitfinanziert hatte, waren begeistert, wie gut der Backofen bei seiner Premiere funktionierte. Ab 8 Uhr morgens wurde der Backofen von Schulleiter Raimund Haskamp und weiteren Helfern vorgeheizt, 2 Stunden später war er heiß genug für den Pizzateig.

Haskamp freute sich über das hervorragende Ergebnis. Die Schüler hätten für das Backhaus selbst gewerkelt, geschmiedet, Holz zersägt, die Pizza belegt – es sei eben alles „handmade“. Die Schüler seien fasziniert gewesen.

Packten mit an: Detlef Tänzer (links) als Geschäftsführer des Naturparks Dümmer und Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. Foto: BöckmannPackten mit an: Detlef Tänzer (links) als Geschäftsführer des Naturparks Dümmer und Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. Foto: Böckmann

Detlef Tänzer fand derweil, dass der Naturpark Dümmer das Geld richtig investiert habe. Der Verein fördere gerne Projekte der nachhaltigen Entwicklung und besonders der Archäologie. „Die Kinder lernen etwas dabei, sie machen etwas mit ihren Händen und essen am Ende Pizza.“ Dies alles sei doch ein super Ergebnis, das alle Beteiligten erzielt hätten.

Krug, der trotz vernehmbarer Kritik aus der Bevölkerung am Bürgerpark permanent für die Vorhaben wirbt, war die Freude über die erste abgeschlossene Arbeit deutlich anzumerken. Aus seiner „spinnerten Idee“ eines Backhauses könne Historisches entstehen. Krug hatte bereits in der Vergangenheit von einem „großartigen Gemeinschaftsprojekt“ zwischen Gemeinde, Oberschule und dem beratenden Heimatverein gesprochen.

Dem schloss sich Josef Kampers an. Das Backhaus sei ein „sehr guter Anfang“ mit Blick auf die gesamten Bürgerparkpläne gewesen. „Sehr rosig und zukunftsweisend“ sei es. Jetzt müssten es die Schüler auch in den nächsten Jahrzehnten beleben. Dies gelte aber auch für die gesamte Fläche des künftigen Bürgerparks. „Es muss hier immer etwas los sein.“ Es dürfe dort kein Museum entstehen. Sonst gebe es keine Akzeptanz.

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