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Hochwasserkatastrophe: Helfer aus dem Kreis Cloppenburg sind im Einsatz

Das THW Cloppenburg hilft beim Auspumpen von überfluteten Kellern in Gerresheim. Die Helfer des DLRG  sollen in Erftstadt-Blessem eingesetzt werden. Mittlerweile gibt es über 130 Todesopfer.

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Autos liegen in einem ausgespültem Teil des Ortsteils Blessem (Erftstadt) . Hier ist unter anderem der Landeseinsatzzug West des DLRG Niedersachsen im Einsatz - dazu gehören auch die Ortsgruppen Friesoythe, Barßel und Saterland. Foto: David Young/dpa

Autos liegen in einem ausgespültem Teil des Ortsteils Blessem (Erftstadt) . Hier ist unter anderem der Landeseinsatzzug West des DLRG Niedersachsen im Einsatz - dazu gehören auch die Ortsgruppen Friesoythe, Barßel und Saterland. Foto: David Young/dpa

Die Helfer aus dem Landkreis Cloppenburg, die sich am Freitag auf den Weg in die Katastrophengebiete gemacht haben, packen bereits tatkräftig mit an. Die Einsatzkräfte des THW Cloppenburg haben nach eigenen Angaben  zunächst bis Samstagmorgen in Gerresheim (Düsseldorf) dabei geholfen, die überfluteten Keller leer zu pumpen.

In Erftstadt-Blessem hilft der Landeseinsatzzug West des DLRG Niedersachsen seit Samstagvormittag bei den Bergungs- und Aufräumarbeiten. Zu diesem Landeseinsatzzug gehören auch die Ortsverbände Friesoythe, Barßel und Saterland. Das teilt die DLRG Niedersachsen in einer Presseinfo mit. Die DLRG Friesoythe hat auf seiner Facebookseite darüber informiert, dass deren Helfer in Euskirchen zugewiesen wurden.

Zahl der Todesopfer steigt auf 130

Am Samstagmorgen werden allein aus dem Hochwasser-Hotspot Ahrweiler in Rheinland-Pfalz mehr als 90 Tote gemeldet. Es sei zu befürchten, dass noch weitere Todesopfer hinzukämen, teilt die Polizei mit. Die Behörde spricht von 618 Verletzten - auch diese Zahl könne sich aber erhöhen. Auch zwei Tage nach dem Unglück werden noch Menschen vermisst. Für das gesamte Bundesland hatte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD)zuletzt von 63 Menschen gesprochen, die bei den Überschwemmungen ums Leben kamen.

Mit den jüngsten Zahlen aus Rheinland-Pfalz steigt die Gesamtzahl der Todesopfer bei der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands auf mehr als 130. Aus dem ebenfalls schwer getroffenen Nordrhein-Westfalen waren zuletzt 43 Tote gemeldet worden.

Angespannt ist die Hochwasserlage nach wie vor im nordrhein-westfälischen Wassenberg im Kreis Heinsberg. Nach dem Bruch eines Damms der Rur wurde hier der Stadtteil Ophoven evakuiert. Laut Bezirksregierung sind von dieser Maßnahme 700 Anwohner betroffen. Für zwei weitere Stadtteile - Effeld und Steinkirchen - gab es in der Nacht eine Vorwarnung, dass es zur Evakuierung kommen könnte. Zuletzt sprach die Stadt allerdings von einem «stagnierenden Wasserpegel».

In Rheinland-Pfalz hat sich die Hochwassergefahr laut Frühwarnprognose des Landesamts für Umwelt Rheinland-Pfalz zuletzt verringert. In vielen Ortschaften ist aber weiterhin das Strom- und Telefonnetz ausgefallen. Angehörige, Freunde oder Bekannte, die jemanden vermissen, können sich unter der Rufnummer 0800 6565651 bei der Polizei melden.

Bundespräsident Steinmeier besucht Erftstadt

Während Bundeskanzlerin Angela Merkel einen baldigen Besuch in der schwer verwüsteten Region in Rheinland-Pfalz plant, wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Samstag im Rhein-Erft-Kreis in Nordrhein-Westfalen erwartet. Nach Angaben des Bundespräsidialamtes besucht Steinmeier am Mittag zusammen mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet Erftstadt, wo in den vergangenen Tagen zahlreiche Häuser und Autos weggespült worden waren. Er will sich in der Feuerwehrleitzentrale ein Bild von der aktuellen Lage machen und mit Rettungskräften sprechen.


So können Sie jetzt spenden:

Wer im Oldenburger Münsterland die Opfer und auch die Helfer vor Ort unterstützen möchte, kann dies am effektivsten mit einer Geldspende tun. Sachspenden werden nur direkt vor Ort entgegengenommen - und das auch nur im begrenzten Maße, um die Hilfsorganisationen nicht auch noch mit einem logistischen Aufwand zu belasten.

Die Aktion "Deutschland Hilft" hat ein Spendenkonto eingerichtet. Für 10 Euro können die Fluthelfer mit Mahlzeiten versorgt werden. Mit 50 Euro werden Reinigungssets für betroffene Familien gestellt. 100 Euro unterstützen den Einsatz von Pumpen. Das sind nur ein paar Beispiele, was mit den Spenden passiert. Nähere Informationen gibt es hier.

Das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe von DRK, Caritas, Diakonie sammelt ebenfalls Spenden. Nähere Informationen gibt es hier. 

Das Technische Hilfswerk ist generell auf die Unterstützung durch Spenden angewiesen, denn es wird nur zum Teil durch Steuermittel finanziert. Nähere Informationen gibt es hier.

Auch die Helfer der DLRG sind im Katastophengebiet im Einsatz und für jede Unterstützung dankbar. Mit einer Spende wird die Einsatzausrüstung finanziert. Nähere Informationen gibt es hier.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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