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Hilfstransport aus Visbek startet Reise nach Litauen

Seit 25 Jahren unterstützt Alfons Hoping ein Kinderheim in Litauen. Das Jubiläum möchte er im kommenden Jahr feiern.

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Zahlreiche Kisten sind gepackt und bereit für die Reise: Alfons Hoping hat wieder viele Spenden gesammelt, um die Menschen in Litauen zu unterstützen. Foto: C. Meyer

Zahlreiche Kisten sind gepackt und bereit für die Reise: Alfons Hoping hat wieder viele Spenden gesammelt, um die Menschen in Litauen zu unterstützen. Foto: C. Meyer

Der bereits 30. Transport startet an diesem Freitag (25. November) seine Reise in Visbek Richtung Litauen. Zahlreiche Hilfsgüter – von Kleidung, über Rollstühle bis hin zu Pflegebetten – sollen dann ihren Zweck im Raum Vilkaviskis erfüllen. Gleichzeitig ist es der 25. Transport an das von Alfons Hoping seit mittlerweile 25 Jahren unterstützte Kinderheim in Alvitas.

In diesem Jahr hätte es eigentlich eine Feier anlässlich des Jubiläums geben sollen, es war eine Reise für Oktober geplant. Doch aufgrund des Ukraine-Kriegs und des nicht vorhersehbaren Verlaufs der Corona-Pandemie hatte sich Alfons Hoping sich schließlich entschieden, von der Reise und der Feier abzusehen. Stattdessen soll im kommenden Jahr gefeiert werden. „25 Jahre plus 1“, nennt Hoping das mögliche Motto.

Der geplante Transport, der am Freitag startet, findet nichtsdestoweniger statt – auch wenn Hoping selbst nicht mitreist. Der Astruper war dieses Jahr aber schon zweimal vor Ort und konnte sich selbst ein Bild der Lage machen. Die Folgen des Ukraine-Kriegs machen den Menschen rund um Vilkaviskis schwer zu schaffen, wie er berichtet. Deshalb rief Hoping im Frühjahr spontan eine Ukraine-Hilfe ins Leben.

Es wird weiterhin Geld für die Sanierung benötigt

Doch darüber hinaus belasten die auch in Litauen stark angestiegenen Lebensmittel- und Energiepreise die Menschen, weiß Hoping. Die Inflationsrate liegt bei fast 20 Prozent. „Und in Litauen gibt es keine Entlastungspakete von der Regierung wie hier in Deutschland“, sagt der Astruper. Zudem treibt die Litauerinnen und Litauer die Angst vor dem Krieg um. Das Kinderheim St. Kazimier in Alvitas liegt beispielsweise nur rund 10 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.

Die Sanierung der neuen Unterkunft für das Kinderheim ist nach wie vor im vollen Gange, sagt Hoping. Bis 2023 soll das neue Kinderheim bezugsfertig sein. 8 bis 10 Kinder können dann in dem Gebäude untergebracht werden. Wie Hoping bereits im Frühjahr berichtete, habe die litauische Regierung 2017 entschieden, dass die Kinderheime im Land sich verkleinern sollen. Lange habe er um den Erhalt des jetzigen Kinderheims gekämpft. Schließlich ist es erst 2015 in ein neues, modernes Gebäude gezogen. „Es war frustrierend“, sagt er und gibt zu, so manche schlaflose Nacht gehabt zu haben.

Der Leiter der Einrichtung in Alvitas, Pfarrer Vytautas Kajokas, hat deshalb ein altes Einfamilienhaus mit Nebengebäude ganz in der Nähe gekauft, das derzeit hergerichtet wird. Ursprünglich ist dafür mit Kosten von rund 150.000 Euro gerechnet worden, doch mittlerweile korrigiert Alfons Hoping die Summe nach oben: Bis zu 170.000 Euro werde es sicherlich kosten. Deshalb werde er weiter Spenden generieren. „Wir machen weiter“, zeigt er sich zuversichtlich.

  • Info: Wer das Kinderheim St. Kazimier finanziell unterstützen möchte, kann mit dem Stichwort „Kinderheim St. Kazimier“ auf das Spendenkonto, IBAN: DE52 2806 6103 0001 4966 03, Geld überweisen.

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