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Hilfsdienste hoffen, die Testkapazitäten herunterfahren zu können

Seit März gibt es im Landkreis die kommunalen Testzentren. Weil die 7-Tage-Inzidenz mittlerweile niedrig ist und es private Testanbieter gibt, hoffen Malteser und Rotes Kreuz nun auf Entlastung.

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11 kommunale Testzentren gibt es; in Bakum, Lutten und Vechta sind sie im Foyer oder dem Nebenraum einer Turnhalle zu finden. Foto: Speckmann

11 kommunale Testzentren gibt es; in Bakum, Lutten und Vechta sind sie im Foyer oder dem Nebenraum einer Turnhalle zu finden. Foto: Speckmann

Die Tage der kommunalen Corona-Testzentren sind offenbar gezählt. Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Malteser sprechen sich dafür aus, die Testkapazitäten „mit Bedacht“ herunterzufahren. Weil aufgrund der niedrigen Inzidenzzahlen im Landkreis Vechta keine Tests mehr für das Shopping, den Besuch in der Außengastronomie und andere Aktivitäten benötigt werden, lässt der Andrang in den Testzentren spürbar nach, berichtet Oliver Peters, Rettungsdienstleiter für die Malteser im Oldenburger Münsterland auf Anfrage der OM Medien.

Während die Malteser immer an Werktagen abends und an den Wochenenden in den Testzentren des Landkreises mit ehrenamtlichen Mitarbeitern Regie führen, nehmen unter der Woche tagsüber hauptamtlich tätige DRK-Mitarbeiter die Abstriche. In Spitzenzeiten, als es mit den Öffnungen von Einzelhandel und Gastronomie losging, zählten Malteser und DRK zusammen bis zu 8.000 Tests in der Woche. In dieser Woche würden die Testungen auf die Hälfte oder sogar ein Drittel zurückgehen, schätzen Oliver Peters und Henrik Busch, Kreisbereitschaftsleiter des DRK.

Bei steigender 7-Tageinzidenz schnell reagieren

Am kommenden Donnerstag soll es nach Informationen der OM Medien ein Spitzengespräch zwischen den Hilfsorganisationen und Vertretern des Landkreises und der Städte und Gemeinden geben. So stehen vor allem Testzentren in Schulen und Turnhallen zur Disposition, weil sie für den Unterricht wieder benötigt werden. Zudem soll es darum gehen, ob in jeder Gemeinde noch Testkapazitäten benötigt werden.

Nicht nur, dass weniger Menschen einen negativen Bescheid benötigten, es gebe inzwischen auch genügend Firmen, die Tests anböten. „Wir sollten das Testen den Privaten überlassen“, findet der Malteser Peters. Diese Unternehmen könnten und müssten damit Geld verdienen, während seine ehrenamtlichen Mitarbeiter inzwischen eine Pause benötigten. Sollte der Inzidenzwert wieder steigen und mehr Testungen erforderlich machen, sei es kein Problem, die Kapazitäten wieder hochzufahren, betonte Peters.

Private Anbieter testen vielerorts kostenlos

Zu den privaten Anbietern zählt Daniel Dauny, der in seinen beiden Sonnenstudios in Damme und Lohne sowie bei einem befreundeten Solariumbetreiber in Vechta und vor einem großen Modegeschäft in Steinfeld kostenlos testet. „Wir denken noch nicht ans Abbauen“, betont Dauny auf Anfrage. Im Interview mit den OM Medien zeigt er sich entsetzt über Anbieter, die bei der Abrechnung von Corona-Tests betrogen haben sollen.

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