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Hilfe für Ukrainer: Zwangsloser Raum für soziale Kontakte in Cloppenburg

Die Stadt Cloppenburg, die Kirchengemeinde St. Andreas sowie die Freie Evangeliumschristen-Gemeinde haben ein neues Angebot für Geflüchtete aus der Ukraine geschaffen.

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Neues Angebot: Thomas Gehlenborg, Nahla Kanjo, Egon Meyer-Pölking und Norbert Schillmöller (von links) stellten das Projekt vor. Foto: Hermes

Neues Angebot: Thomas Gehlenborg, Nahla Kanjo, Egon Meyer-Pölking und Norbert Schillmöller (von links) stellten das Projekt vor. Foto: Hermes

Einen neuen Treffpunkt für geflüchtete ukrainische Frauen mit ihren Kindern bietet künftig das Familienbüro der Stadt Cloppenburg in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde St. Andreas und der Freien Evangeliumschristen-Gemeinde an. Geplant ist das niedrigschwellige Angebot ab Montag im Haus Ketteler täglich von 9 bis 12 Uhr.

Die ehrenamtliche Aufsicht übernehmen zwei Frauen der Evangeliumschristen-Gemeinde. „Es ist nicht als Kindergarten gedacht, sondern als eine Möglichkeit zum Austausch“, erklärt Norbert Schillmöller vom Familienbüro. Man wolle einen zwanglosen Raum für soziale Kontakte ermöglichen, für die Kinder stehe ein Spieleangebot zur Verfügung. So wolle man unter anderem auch in Erfahrung bringen, was wirklich gebraucht wird. „Wir wollen keinen Fantasiebedarf decken, den es gar nicht gibt“, so Schillmöller weiter. Über den Zeitraum und die Dauer des Angebotes werde man dann anhand der Nachfrage entscheiden. Auch das Weiterleiten an andere passende Hilfsangebote solle möglich sein.

„Im Ergebnis kam heraus, dass Kitas gar nicht so sehr nachgefragt sind bei Flüchtlingen aus der Ukraine.“Egon Meyer-Pölking

Nach Angaben von Egon Meyer-Pölking war eine Info-Veranstaltung für Helfer der Anlass für das jetzige Angebot. „Im Ergebnis kam heraus, dass Kitas gar nicht so sehr nachgefragt sind bei Flüchtlingen aus der Ukraine“, so der städtische Fachbereichsleiter. Man müsse nun die Entwicklung abwarten.

Wie Meyer-Pölking weiter mitteilte, sei der Zuzug von Menschen aus der Ukraine inzwischen leicht zurückgegangen. Von rund 800 Geflüchteten, die sich angemeldet haben, seien noch rund 650 in Cloppenburg. Der überwiegende Teil sei privat untergekommen, die Zahl der Wohnungssuchenden erhöhe sich nun aber langsam. „Das Angebot kann auch eine Entlastung für Menschen und Familien sein, die Geflüchtete aufgenommen haben. Die haben dann ein wenig mehr Freiraum“, ergänzt Schillmöller.

  • Info: Es sind keine Anmeldungen notwendig. Bei Fragen steht Norbert Schillmöller vormittags unter Telefon 04471/185337 zur Verfügung.

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