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Hilfe durch den Grashüpfer: Diese Tiere leben im Handorfer Mühlenbach

Das rollende Umweltmobil war in Holdorf zu Gast. Ausgestattet mit Käscher, Becherlupen und Pinzetten begeben sich Kita-Kinder und Schüler auf Spurensuche.

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Was haben wir gefunden? Diese Sechstklässlerinnen der Georg-Kerschensteiner-Schule Holdorf begaben sich am Handorfer Mühlenbach auf Spurensuche. Foto: Schonhöft

Was haben wir gefunden? Diese Sechstklässlerinnen der Georg-Kerschensteiner-Schule Holdorf begaben sich am Handorfer Mühlenbach auf Spurensuche. Foto: Schonhöft

Welche Tiere sind im Handorfer Mühlenbach zu finden? Wie steht es um die Gewässergüte? Und was gibt es sonst noch im und am Gewässer zu entdecken? Auf diese Fragen und viele weitere bekamen jetzt viele Holdorfer Kindergarten-Kinder und Schüler Antworten. Oder anders formuliert: Sie beantworten die Fragen zum größten Teil selbst.

Denn in Holdorf war an 2 Tagen das Grashüpfermobil zu Gast. Das rollende Umweltmobil des "Museum am Schölerberg" aus Osnabrück hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder und Jugendlichen das Ökosystem unter der Leitung von Fachkräften verständlich und spielerisch zu erklären.  Es geht dann in den Wald, auf die Wiese in einen Tümpel oder an ein Gewässer wie den Handorfer Mühlenbach.

Ausgestattet mit einem Kescher, versuchten die Schüler, erst die Tiere im Mühlenbach zu suchen

Von der Aktion, die die Stiftung für Umwelt- und Naturschutz im Landkreis Vechta finanziert hat, profitierten Gruppen des Barbara-Kindergartens, der Barbara-Schule und der Georg-Kerschensteiner-Schule. Irene Steiner vom Grashüpfermobil erzählte den Schülern zunächst viel Wissenswertes über die Flora und Fauna. Zum Beispiel, dass das Wasser des Handorfer Mühlenbachs – das übrigens die Gewässerklasse 2 hat – rund 3 Wochen benötigt, um über die Hase und Ems schließlich in die Nordsee zu fließen.

Fotos: Bernard Schonhöft (14), Frederik Böckmann (3)

Ausgestattet mit einem Kescher, versuchten die Schüler, erst die Tiere im Handorfer Mühlenbach zu suchen. Danach mussten sie dann anhand von Becherlupen und Pinzetten sowie einer Tafel bestimmen, welche Lebewesen es im Handorfer Mühlenbach gibt. Das Ergebnis: Beim Naturerlebnispfad zählten die Sechstklässler der Oberschule sieben verschiedene Tiere: wie die Schlammschnecke, Kugelmuschel, Köcherfliegenlarve, Schneckenegel, Flussflohkrebse, Eintagsfliegenlarve und den Strudelwurm. 

Bei den Schülern kam der außerschulische Unterricht super an. Julian Thiele, Maxim Bechtold und Mathis Dödtmann aus der 6a schwärmten von der Aktion. Dies sei eine super Abwechslung zum Biologie-Unterricht gewesen. Irene Steiner hätte den Schüler interessante Informationen vermittelt. Julian, Maxim und Mathis waren auch überrascht, welche Tiere es im Handorfer Mühlenbach überhaupt gibt – und wie diese dann aussehen. Das Trio selbst hatte unter anderem dicke Larven und Bremsen per Käscher gefangen.

Biologie-Unterricht auch in der Natur ist wichtig

Ihr Klassen- und Biologielehrer Lennart Schraps fand die Aktion ebenfalls super. Seine Schülerinnen und Schüler seien sofort "Feuer und Flamme" gewesen, "den Unterricht an der frischen Luft" zu verbringen. Und er selbst meinte: "Es ist wichtig und schön, die Natur auch einmal direkt zu erleben und zu erfahren." Einige Sachen könne man eben nicht im Klassenzimmer erklären.

Initiiert hatte die Aktion übrigens Bernard Schonhöft. Der engagierte Naturschützer aus Langenberg hatte sich in seiner Zeit als UWG-Ratsmitglied für eine Verlegung des Handorfer Mühlenbaches ausgesprochen (die bekanntlich nach einem Bürgerentscheid abgelehnt worden war). In der damaligen Diskussion kam er in Kontakt mit dem Verein zur Revitalisierung der Haseauen. Dieser wiederum vermittelte dann das Grashüpfermobil an Schonhöft.

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