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Heute an morgen denken

Kommentar: Bund und Länder verschärfen die Corona-Regeln. Versprechen sollten sie den Bürgerinnen und Bürgern, dass sie nie wieder so viel Zeit verstreichen lassen wie im Sommer.

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2G beim Hosenkauf, 2G-Plus im Kino, keine Böller an Silvester: Bund und Länder haben gesprochen. Die Regeln sind nun schärfer. Das ist grundsätzlich gut. Nicht gut ist, dass in Bundesliga-Stadien noch immer viel mehr geht als andernorts. Fast, als wenn Corona 15.000 Fußball-Fans in Feierlaune generell verschonen würde. 

Besser wird die Lage langfristig ohnehin nur, wenn die Politik sich vornimmt, nie wieder so viel Zeit verstreichen zu lassen wie im letzten Sommer. Hätte man damals schon auf 2G gesetzt, wäre uns viel erspart geblieben. Wer also die Impfpflicht für alle nicht schnell einführt und die Organisation der nächsten Booster-Impfungen in sechs Monaten verpasst, macht direkt wieder massive Fehler. 

Keine Maske in der Schule? In NRW gab es das bis Donnerstag

Lächerlich bleibt zudem, was aus manchem Politiker-Sprech in der Praxis wird. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), der Neue in der Bund-Länder-Runde, machte schon vor Beginn der Beratung klar,  dass es "keine halben Sachen" mehr geben dürfe. Die 4. Welle müsse gebrochen werden. Der Infektionsschutz müsse hierfür endlich konsequent umgesetzt werden. So konsequent wie in den Schulen in NRW vielleicht? Dort wurde zum 2. Dezember endlich die Maskenpflicht wieder eingeführt. Die war nämlich abgeschafft worden. Anfang November übrigens. Obwohl das Robert-Koch-Institut bereits im August begonnen hatte, vor der 4. Welle zu warnen.

Diese 4. Welle müssen wir nun ertragen. Die 5. Welle, die das RKI bei einer unzureichenden Impfquote prophezeit, sollten wir vermeiden. Die Politik muss hierfür heute an morgen denken. 

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