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Herrmann Pörsche aus Scharrel baut den "Weißkopfmooradler"

Seit nunmehr 17 Jahren fertigt und verziert Pörschke die hölzernen Greifvögel für die Hubertus-Schützen.

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Jetzt kann geschossen werden: Adlerbauer Hermann Pörschke (2. von links) übergibt die Adler an den Vereinsvorsitzenden Willi Hinrichs (links), Sportleiter Jugend Gerold Bruns (3. von links) und Schriftführer Tobias Kanne (rechts).  Foto: C. Passmann

Jetzt kann geschossen werden: Adlerbauer Hermann Pörschke (2. von links) übergibt die Adler an den Vereinsvorsitzenden Willi Hinrichs (links), Sportleiter Jugend Gerold Bruns (3. von links) und Schriftführer Tobias Kanne (rechts).  Foto: C. Passmann

Seit nunmehr schon fast 17 Jahren baut und bemalt Hermann Pörschke aus Scharrel alljährlich für die Hubertus-Schützen die Kaiser- und Königsadler. Der gelernte Tischler investierte dabei unzählige Stunden in den Bau und die Verzierung der hölzernen Adler.

Schon seit Wochen und Monaten nutzte Pörschke seine Freizeit, „um rechtzeitig zur Präsentation des Kaiser- und Königsadler fertig zu sein“, erzählt er bei der Präsentation. Zunächst werden die Rumpf-Rohlinge hergestellt, dann folgen die Schwingen. Das Zepter, die Krone und den Reichsapfel fertige er separat, um dann diese fertigen Teilstücke an den Adlern zu befestigen.

„Wenn man sich die prächtigen Exemplare ansieht, merkt man gleich, dass Hermann mit viel Herzblut bei der Sache ist“, sagt der Vorsitzende des Schützenvereins, Willi Hinrichs. In diesem Jahr hat Pörschke gleich vier stolze, wie er sie nennt, „Weißkopfmooradler“ gebastelt. Zweien davon werden schon bald auf dem Scharreler Schützenfest die Federn gestutzt: zum einen beim Kaiserschießen am 2. Juli (Samstag) ab 20 Uhr sowie am 9. Juli (Samstag) ab 20 Uhr beim Königsschießen. Die anderen beiden Adler werden verschont.

„Den vierten Adler habe ich schon einmal auf Verdacht für den neuen Regenten erbaut. Mir macht das Adlerbauen einfach viel Spaß.“Hans Passmann

Den einen erhält der noch regierende König Uwe Valentin von seinem Throngefolge als Erinnerung. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte „seine scheidende Majestät“ den „Erinnerungs-Adler“ jedoch noch nicht in Empfang nehmen.

„Den vierten Adler habe ich schon einmal auf Verdacht für den neuen Regenten erbaut. Mir macht das Adlerbauen einfach viel Spaß“, freut sich Hermann Pörschke schon auf das Kaiser- und Königsschießen sowie auf das Schützenfest. „Ich bin gespannt, wann der Greifvogel aus einem Horst fällt“, meinte der Hubertus-Schützen-Vorsitzende Willi Hinrichs.

Hubertus-Schützen feiern vom 9. bis 11. Juli

Erlernt hat Pörschke das Adlerbauen seinerzeit vom Vereinsvorsitzenden Hans Hinrichs, der über viele Jahre hinweg für die Scharreler Schützen die prächtigen Königsadler baute. Nachdem Hans Hinrichs altersbedingt aufgab, übernahm Pörschke diese Arbeit.

Beim traditionellen Kaiserschießen am 2. Juli auf dem Festplatz neben der Sporthalle in Scharrel wird der „Noch-Kaiser“, Theo Bischof, mit fünf Schuss das Schießen eröffnen. Am Kaiserschießen können sich alle ehemaligen Könige beteiligen. Nur der amtierende Kaiser und der amtierende König sind davon ausgenommen. Ihr Schützenfest feiern die Hubertus-Schützen vom 9. bis zum 11. Juli (Samstag bis Montag). Der neue Schützenkönig wird am 9. Juli nach einer Gedenkmesse ermittelt. Das Dauerfeuer auf den „Weißkopfmooradler“ beginnt um 20 Uhr.

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