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Herbststurm fegt winterliches Intermezzo ins Oldenburger Münsterland

Tief Regina fegt am Donnerstag mit stürmischen Böen über die Kreise Cloppenburg und Vechta. Die ersten umgestürzten Bäume müssen geräumt werden. Nach dem Sturm wird es vor allem frostig.

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Feuerwehreinsatz in Bethen. Foto: Freiwillige Feuerwehr Cloppenburg / Lichtfuß

Feuerwehreinsatz in Bethen. Foto: Freiwillige Feuerwehr Cloppenburg / Lichtfuß

Der November zeigt jetzt sein typisches Gesicht: Es ist grau, es regnet – und seit dem Donnerstagmorgen (17. November) ist es auch stürmisch im Oldenburger Münsterland geworden. Das wird voraussichtlich auch bis in die Abendstunden so bleiben, informiert der Deutsche Wetterdienst. Auslöser des ungemütlichen "Schmuddelwetters" ist das Tief Regina, das über England liegt.

Die Sturmböen, die Geschwindigkeiten zwischen 65 und 85 Stundenkilometer erreichen können, haben am Donnerstagmorgen für einen Feuerwehreinsatz in Bethen gesorgt. Wie die Freiwillige Feuerwehr Cloppenburg berichtet, ist ein Baum auf ein Auto an der Straße Telgensand gestürzt. Der Wagen wurde an der Windschutzscheibe getroffen, der Fahrer blieb zum Glück unverletzt. Die Feuerwehr rückt mit neun Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen aus, um den Baum von der Straße zu räumen. 

Am Wochenende muss mit glatten Straßen gerechnet werden

Der stürmische Wind soll laut Prognosen des Deutschen Wetterdienstes im Laufe des Tages auf östliche Richtung drehen. Ab dem späten Nachmittag soll der Herbststurm dann voraussichtlich abnehmen.

Nach dem Sturm soll es laut ersten Prognosen ab Freitag winterlich werden – allerdings dürfte es sich dabei eher um ein kaltes Intermezzo handeln. Die Temperaturen sinken deutlich, teilweise könne der Regen in Schneeregen übergehen. In der Nacht zu Samstag müsse verbreitet mit Frost und deshalb auch glatten Straßen gerechnet werden. Die Temperaturen sollen unter den Gefrierpunkt sinken. Ab Sonntag könnten die Temperaturen im Weser-Ems-Gebiet dann wieder leicht darüber liegen. Ab Beginn der kommenden Woche soll es schließlich Tag für Tag wieder deutlich milder werden.

Rathaus erinnert an die Räum- und Streupflicht

Nicht nur Autofahrer müssen sich deshalb am kommenden Wochenende auf Glätte einstellen – sondern auch Grundstücksbesitzer. Die Gemeinde Visbek zum Beispiel erinnert am Donnerstag an die Räum- und Streupflicht. "Die Geh- und Radwege müssen auf einer Breite von einem Meter von Schnee freigemacht werden. Bei Glätte gilt, sie auf gleicher Breite so zu streuen, dass ein sicherer Weg vorhanden ist", erklärt Yvonne Albers, Sprecherin der Visbeker Gemeindeverwaltung. 

Wenn kein Geh- oder Radweg vorhanden sei, müsse in beiden Fällen ein 1 Meter breiter Streifen entlang der Fahrbahn gereinigt werden. Generell gelte in Visbek: Diese Aufgabe müsse bis 7.30 Uhr erledigt sein. Warum das so ist? Das sei wichtig, "um vor allem Schulkindern und Berufstätigen einen sicheren Weg zu ermöglichen", heißt es seitens der Gemeindeverwaltung.

Auch der Bauhof der Gemeinde wappnet sich für den Winter. "Bereits bis Mitte November füllt der Bauhof seine Streuvorräte auf und beginnt den sogenannten Spähdienst, bei dem die Mitarbeiter in den sehr frühen Morgenstunden prüfen, ob ihr Einsatz gefragt ist", berichtet Yvonne Albers. Dieser "Spähdienst" wird bis Mitte März fortgesetzt. 

Die Räum- und Streufahrzeuge des Bauhofes rücken im Bedarfsfall "in einige Bereiche in Visbek und Rechterfeld" aus. "Hierbei handelt es sich vorrangig um Gefällestrecken und Gefahrenpunkte. Zudem erfolgt in den Außenbereichen die Busstreckensicherung", heißt es in der Mitteilung der Gemeinde.

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