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Helmut Ellers baut jedes Jahr eine der größten privaten Krippen in der Region

Helmut Ellers aus Holtrup hat sein Esszimmer wieder zur Krippenlandschaft umgebaut. Bis zum 2. Februar ist vor allem eines wichtig: Der Aufbau muss frisch und schön grün bleiben.

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Kistenweise Material herangeschleppt: Seit 26 Jahren baut Helmut Ellers aus Holtrup seine Weihnachtskrippe mit viel Naturmaterial auf. Foto: Bernd Götting

Kistenweise Material herangeschleppt: Seit 26 Jahren baut Helmut Ellers aus Holtrup seine Weihnachtskrippe mit viel Naturmaterial auf. Foto: Bernd Götting

Eine Sprühflasche mit Wasser wird in den nächsten Wochen das wichtigste Werkzeug für Helmut Ellers aus Holtrup sein. Der 69-jährige Versicherungsmakler hat – wie seit 26 Jahren – eine der größten privaten Krippen der Region aufgebaut und sie mit viel natürlichem Material ausstaffiert. Und damit alles bis zum Fest Maria Lichtmess (2. Februar 2023) frisch und grün bleibt, ist eine regelmäßige Wassergabe erforderlich.

Rund 12 Quadratmeter wurden auch in diesem Jahr vom häuslichen Esszimmer abgezwackt, um für wochenlange Advents- und Weihnachtsstimmung zu sorgen. Der Aufbau, schon vor dem 1. Advent begonnen, dauerte allein drei Tage. Ein neutraler Hintergrund musste her, ein Podest und einige Pflanzen, Bäume und Sträucher für die Kulisse. Kistenweise schleppte Ellers Material ins Haus. Viele Stubben aus dem Herrenholz in der Nachbargemeinde Goldenstedt gehören ebenfalls zur Krippe, auch Schiefersteine von der Mosel und Moos und Tannenzweige vom Wegesrand.

Einige Baumwurzeln hat Helmut Ellers vor Jahren im Urlaub an den Ufern des Rheins gesammelt, nachdem diese dort angeschwemmt wurden. Die knorrigen Stubben bilden auch in diesem Jahr das Gerüst für eine Höhle, in der die Krippe aufgebaut wurde. Der optisch größte Bestandteil ist ein geschmückter Weihnachtsbaum in der Mitte der Krippenlandschaft, für den übrigens seine Frau zuständig ist. Doch damit endet auch schon die Arbeitsteilung, denn den Bauplan für Krippe hat nur er im Kopf, berichtet Ellers schmunzelnd. In diesem Jahr wurde auch wieder ein kleiner Wasserlauf eingebaut. Unter dem Podest, auf dem die Krippe steht, hat Ellers einen großen, mit Wasser gefüllten Mörtelkübel platziert.

„Caspar, Melchior und Balthasar warten gut verpackt im Karton auf ihren Auftritt.“Helmut Ellers aus Holtrup

Mit einer kleinen, elektrischen Wasserpumpe lässt er dann einen Kreislauf für ein plätscherndes Gewässer entstehen. Entscheidend ist natürlich die Beleuchtung, die wichtige Akzente ins richtige Licht rückt, wie z. B. den Stern von Betlehem, die Krippe in der Baumhöhle und den Weihnachtsbaum. Wichtige Darsteller sind neben der heiligen Familie vor allem mehrere braune und weiße Schafe, die auf der hügeligen Landschaft vor der Krippe grasen. Andere Darsteller müssen hingegen noch ausharren. „Caspar, Melchior und Balthasar warten gut verpackt im Karton auf ihren Auftritt“, versichert der gebürtig aus Elsten bei Cappeln stammende Krippenbauer.

Gemäß der biblischen Überlieferung bleiben die drei Figuren bis zu ihrem Feiertag im Hintergrund. Und auch bei der Standzeit der Krippe hält es Helmut Ellers ganz mit einer alten katholischen Tradition. Während für die Katholiken die Weihnachtszeit am Dreikönigstag bzw. für die Protestanten am Epiphaniastag endet, bleibt die Holtruper Stubbenkrippe bis zum Fest Mariä Lichtmess aufgebaut. Bis dahin können auch Interessierte, die die Krippe sehen möchten, einen Besuchstermin mit Helmut Ellers vereinbaren (Tel. 04441/999575).

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