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Helfer machen sich auf den Weg ins Katastrophengebiet

26 Einsatzkräfte vom Cloppenburger THW sowie 12 Mitglieder der DRLG-Gruppen Friesoythe, Barßel und Saterland sind in Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Sie unterstützen die Helfer (mit Video).

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Die THW-Ortsgruppe Cloppenburg machte sich am Freitagmittag auf den Weg. Foto: Hermes

Die THW-Ortsgruppe Cloppenburg machte sich am Freitagmittag auf den Weg. Foto: Hermes

Auf den Weg ins Katastrophengebiet haben sich 26 Einsatzkräfte des Cloppenburger THW-Ortsverbandes am Freitagmittag gemacht. "Dafür sind wir da", erklärte Ortsbeauftragter Rouven Nock vor Ort. Er selbst bleibt in Cloppenburg und organisiert weiter im Hintergrund. 

Während der Fahrt wird Zugführer Sebastian Luttmer die Gruppe führen, vor Ort wissen sie noch nicht, was sie erwartet. "Es ist eine ganz individuelle Lage. Das kann vom Abpumpen von Kellern bis hin zum Stoppen von Wasserdurchbrüchen sein", sagt er. Eine genaue Einsatzbeschreibung erhalten die Cloppenburger Kräfte vor Ort im Lagenzentrum in Düsseldorf, das vom Land Nordrhein-Westfalen organisiert wird.

Wie Nock erklärte, gab es in der Nacht zu Donnerstag eine erste Voranfrage. "Wir wurden allerdings nicht benötigt, da zunächst die Ortsverbände mit größerer Pumptechnik gefragt waren." Der nächste Anruf aus der Regionalstelle in Lingen ereilte ihn am Freitag um 9 Uhr, einige Kräfte sollten sich bereit machen. Um 11 Uhr dann die Bestätigung: Drei Stunden später ist Abfahrt, um 18 Uhr werden sie erwartet.

Vornehmlich dürfte es darum gehen, das dortige Personal weiter zu unterstützen. "Wir haben vorsichtshalber Feldbetten und Verpflegung für mindestens 24 Stunden dabei", erklärt Andre Baumhardt, Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit. Der Einsatz ist zunächst bis zum Sonntag geplant, ein offizielles Dienstende wurde aber noch nicht vorgegeben.

Ein Mann blickt zu seinem Elternhaus auf der anderen Flussseite hinüber. Weitgehend zerstört und überflutet ist das Dorf Insul in Rheinland-Pfalz nach massiven Regenfällen und dem Hochwasser der Ahr. picture alliance dpa
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Die Luftaufnahme zeigt den vom Ahr-Hochwasser überfluteten Ortsteil Altenburg (Aufnahme mit einer Drohne).  picture alliance dpa TV7
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Ein Einsatzfahrzeug der Bundeswehr räumt Geröll von der Straße. picture alliance dpa
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Ein Auto steht begraben von Geröll im Ortsteil Hohenlimburg. picture alliance dpa
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Weitgehend überflutet ist das Dorf Insul in Rheinland-Pfalz nach massiven Regenfällen (Luftaufnahme mit Drohne). picture alliance dpa
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Ein Foto, das die Bezirksregierung Köln am Freitag über Twitter verbreitete, zeigt Überschwemmungen in Erftstadt-Blessem. Laut der Behörde sind einige Häuser eingestürzt, mehrere Menschen würden vermisst. picture alliance dpa Rhein-Erft-Kreis
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Weitgehend zerstört und überflutet ist das Dorf Insul in Rheinland-Pfalz nach massiven Regenfällen und dem Hochwasser der Ahr. picture alliance dpa
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Personen werden mit einem Bagger und einem Boot aus einem überfluteten Teil der Stadt gerettet. picture alliance dpa
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Die Menschen schauen in dem Ort im Kreis Ahrweiler nach dem Unwetter auf die Zerstörungen. Mindestens sechs Häuser wurden durch die Fluten zerstört. picture alliance dpa
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Ein Einsatzfahrzeug der Bundeswehr räumt Geröll von der Straße. picture alliance dpa
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Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) lassen Schläuche in die Steinbachtalsperre hinab, um das Wasser abzupumpen. Der Damm der Talsperre droht einstürzen. picture alliance dpa
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Polizisten verschaffen sich in dem Ort im Kreis Ahrweiler nach dem Unwetter und den Überschwemmungen einen Überblick. Mindestens sechs Häuser wurden durch die Fluten zerstört. picture alliance dpa
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Weitgehend zerstört und überflutet ist das Dorf Insul in Rheinland-Pfalz nach massiven Regenfällen und dem Hochwasser der Ahr. picture alliance dpa
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Weitgehend überflutet ist das Dorf Insul in Rheinland-Pfalz nach massiven Regenfällen (Luftaufnahme mit Drohne). picture alliance dpa
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Blick auf den Ort im Kreis Ahrweiler am Tag nach dem Unwetter mit Hochwasser. Mindestens sechs Häuser wurden durch die Fluten zerstört. picture alliance dpa
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Anwohner waten mit einem Gummiboot durch das Wasser, nachdem die Maas bei schweren Überschwemmungen über die Ufer getreten ist. picture alliance dpa AP
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Ein Sanitätsfahrzeug der Bundeswehr fährt über eine überflutete Straße. picture alliance dpa
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Ein Polizeiauto steht in der Innenstadt, um Plünderungen zu verhindern. Heftige Regenfälle in der Nacht sorgten für Schlammlawinen und Überflutungen. picture alliance dpa
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Feuerwehrmänner stehen am verwüsteten Ufer der Ahr im Ortskern von Schuld. picture alliance dpa
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Ein Zufluss zur Argen führt Hochwasser. In der Nacht war wegen des Starkregens das Wohngebiet Epplingser Halde überschwemmt worden. Mehrere Keller liefen voll. picture alliance dpa
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Ein Sanitätsfahrzeug der Bundeswehr fährt durch den Ortsteil Blessem. picture alliance dpa
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Einsatzkräfte der Feuerwehr gehen durch den verwüsteten Ortskern von Schuld. picture alliance dpa
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Trümmer eingestürzter Häuser liegen im Ortsteil Blessem. picture alliance dpa
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Trümmer liegen in der Gemeinde Schuld am Tag nach der Hochwasserkatastrophe. Starkregen führte zu extremen Überschwemmungen. picture alliance dpa
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Blick auf die Gemeinde Schuld am Tag nach der Hochwasserkatastrophe. Starkregen führte zu extremen Überschwemmungen. picture alliance dpa
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Fahren werden die Cloppenburger zunächst über die Bundesstraße, um nicht in den Stau vor der Baustelle auf der A1 zu geraten. Später geht es weiter über die A43, weil einige Gebiete nicht mehr direkt mit den THW-Fahrzeugen angefahren werden können.

Ebenfalls in das Katastrophengebiet gerufen wurden die DLRG-Ortsgruppen aus Friesoythe, Saterland und Barßel. Nach eigenen Angaben sind zwölf ihrer Mitglieder im Verband mit dem Landeseinsatzzug West der DLRG Niedersachsen aufgebrochen. "Der zugewiesene Einsatzort ist bei Euskirchen", teilen die Friesoyther bei Facebook mit. 

Foto: Oliver Hermes
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So können Sie jetzt spenden:

Wer im Oldenburger Münsterland die Betroffenen und auch die Helfer vor Ort untersützen möchte, kann dies am effektivsten mit einer Geldspende tun. Sachspenden werden nur direkt vor Ort entgegengenommen - und das auch nur im begrenzten Maße, um die Helfer nicht auch noch mit einem logistischen Aufwand zu belasten.

Die Aktion "Deutschland Hilft" hat ein Spendenkonto eingerichtet. Für 10 Euro können die Fluthelfer mit Mahlzeiten versorgt werden. Mit 50 Euro werden Reinigungssets für betroffene Familien gestellt. 100 Euro unterstützen den Einsatz von Pumpen. Das sind nur ein paar Beispiele, was mit den Spenden passiert. Nähere Informationen gibt es hier.

Das Technische Hilfswerk ist generell auf die Unterstützung durch Spenden angewiesen, denn es wird nur zum Teil durch Steuermittel finanziert. Nähere Informationen gibt es hier. 

Auch die Helfer der DLRG sind im Katastophengebiet im Einsatz und für jede Unterstützung dankbar. Mit einer Spende wird die Einsatzausrüstung  finanziert. Nähere Informationen gibt es hier.

Das Deutsche Rote Kreuz nimmt ebenfalls Geldspenden für die Opfer der Hochwasserkastrophe und die Einsatzkräfte an. Nähere Informationen gibt es hier.

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