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Helfer in der Altenpflege: Quote in der Jobvermittlung ist hoch

Reinhilde Bauken-Wittstruck bildet in der Altenpflege aus. Die anfänglichen Zweifel der Referentin an den Online-Formaten sind mittlerweile verflogen.

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Helfende Hand: Wie Senioren zu pflegen und zu betreuen sind, erfahren Interessenten pandemiebedingt während eines Onlinekursus. Foto dpa/Tom Weller

Helfende Hand: Wie Senioren zu pflegen und zu betreuen sind, erfahren Interessenten pandemiebedingt während eines Onlinekursus. Foto dpa/Tom Weller

"Ich war ohne Ende skeptisch", gesteht Reinhilde Bauken-Wittstruck. Pflege- und Betreuungskurse als virtuelle Varianten, wie soll das funktionieren? Mal ganz abgesehen von der Technik, "die bis dahin auch noch nicht so meine war".

Doch Corona habe ihr nun mal keine andere Wahl gelassen und im Laufe der Zeit für ein Umdenken gesorgt, denn nach einem Jahr zeigt sich die kontaktfreudige Krankenschwester vom kontaktlosen Angebot absolut überzeugt. "Es läuft sehr gut, und es entsteht tatsächlich auch eine Gemeinschaft unter den Teilnehmern", freut sich die Referentin des Friesoyther Bildungswerkes über einen regen Austausch sowohl auf digitaler Ebene als auch darüber hinaus.

Seit dem 25. Mai leitet sie erneut einen Zertifikatskursus "Helfer/in in der Altenpflege" und lädt dazu weiterhin ein. "Ein paar Plätze sind noch frei." Die Kursabende finden dienstags und donnerstags und an einigen Samstagen statt. Der Lehrgang wendet sich vor allem an nicht ausgebildete Mitarbeiter/innen aus dem Altenpflegebereich (Teilzeitkräfte, Wochenend-Aushilfen) sowie an Personen, die an einer Tätigkeit in der privaten, ambulanten oder stationären Altenpflege interessiert sind. Außerdem sind Frauen und Männer angesprochen, die zu Hause eine zu pflegende Person betreuen. Wer durch die berufliche Bildung (wieder) in den Beruf einsteigen möchte, hat gute Chancen. "Die Quote bei der Jobvermittlung ist hoch", betont die Altenoytherin.

Nicht mehr schwer heben und tragen

Praktische Übungen zeigt sie den Teilnehmern vielfach an sich selbst oder bittet ihren Sohn, ausgebildeter Physiotherapeut, um eine helfende Hand beispielsweise im Bereich Kinästhetik – ein Handlungskonzept, bei dem man sich die natürlichen Bewegungen des Patienten zunutze macht und nicht mehr schwer heben und tragen muss. Theorie sei sicher ein unverzichtbarer Bestandteil, aber nach der Hälfte des insgesamt auf rund 4 Monate angelegten Kurses absolvieren die Gruppenmitglieder ein 2-wöchiges Praktikum in einer ambulanten oder stationären Pflegeeinrichtung. Plätze zu finden sei überhaupt kein Problem, da Kräfte dringend gesucht werden, sagt Reinhilde Bauken-Wittstruck. Häufig ist der Praktikumsplatz auch der künftige Arbeitsplatz und viele der Teilnehmer entscheiden sich nach dem Kursus für die 3-jährige Ausbildung zur Fachkraft in der Gesundheitspflege.

Um eine qualifizierte Betreuung von Menschen, die an Demenz erkrankt sind, geht es bei einem weiteren Format, das die Referentin ab dem 7. Juni anbietet. Der Zertifikatskurs "Qualifizierungsmaßnahme zum/zur Betreuungshelfer/in in Pflegeheimen" umfasst 165 Unterrichtsstunden und findet montags, mittwochs und an einigen Samstagen statt. Auch dieses Seminar verläuft online. Dafür wird ein internetfähiges Medium mit Lautsprechern benötigt. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmer einen Link mit den Zugangsdaten und umfangreiche Unterstützung, sollten technische Fragen auftauchen.

  • Info: Anmeldungen und Informationen unter Telefon 04491/93300 oder im Internet unter www.bildungswerk-friesoythe.de. Zumindest schon mal als Präsenzveranstaltung geplant ist der Kurs "Berufliche Qualifizierung zum/zur Betreuungshelfer/in in Pflegeheimen", der ab 6. September stattfinden soll. Ob die Pandemie Treffen dieser Art zulässt, bleibe abzuwarten, ansonsten erfolgen sie im Hybridverfahren.

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