Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Heimische Feuerwehr setzt sich beim Kreisfeuerwehrtag in Lindern durch

In Lindern zeigten die Löschmannschaften beim Kreisfeuerwehrtag ihre Einsatzfähigkeit. Jeder Handgriff musste sitzen, was in den meisten Fällen auch gelang.

Artikel teilen:
Auf die Plätze: Die Wettkämpfe waren der Höhepunkt des Kreisfeuerwehrfestes. Foto: Giehl

Auf die Plätze: Die Wettkämpfe waren der Höhepunkt des Kreisfeuerwehrfestes. Foto: Giehl

Dutzende knallroter Feuerwehrautos hatten sich am Wochenende aus allen Teilen des Landkreises Cloppenburg auf den Weg nach Lindern gemacht. Anlässlich ihres 120. Gründungsjubiläums richtete die örtliche Freiwillige Feuerwehr den Kreisfeuerwehrtag aus. Neben einem Festumzug boten die Wehren den Besuchern vor allem spannende Wettkampfspiele. Wer wollte, durfte mit dem Helikopter in die Luft gehen.

Begonnen hatten die Kameradinnen und Kameraden das gemeinsame Großereignis mit einem Festumzug und einer Kranzniederlegung am Linderner Friedhof. Sowohl die "großen" Feuerwehren, als auch Jugendwehren marschierten anschließend unter musikalischer Begleitung durch das Dorf. Unter den Teilnehmern war auch Hermann Rosenbaum, der sich seit 1975 ehrenamtlich bei der Feuerwehr Markhausen engagiert. Seine Begeisterung für den wichtigen Dienst hat er bis heute nicht verloren. „Das Schönste ist, einen Menschen aus einem Auto zu retten und ihn 40 Tage später wieder fit zu sehen“, erzählte der erfahrene Ersthelfer. Die gute Kameradschaft und das gemeinsame Miteinander möchte der leidenschaftliche Feuerwehrmann ebenfalls nicht missen.

Aus der Luft: Vom Hubschrauber aus hatte man einen imposanten Blick über das Festgelände. Foto: FrerichAus der Luft: Vom Hubschrauber aus hatte man einen imposanten Blick über das Festgelände. Foto: Frerich

Auf dem Festplatz am Reitgelände wurden Erwachsenen wie Kindern zahlreiche Attraktionen geboten. Während sich die Jüngsten an den Hüpfburgen drängelten und in den Einsatzfahrzeugen Platz nehmen durften, waren die beiden Hubschrauber der Air-Lloyd-Flotte komplett ausgebucht. Mehr als 250 Gäste wollten hoch hinaus und konnten sich das Gelände und die Umgebung bei einem 10-minütigen Rundflug von oben anschauen. „So ein Hubschrauber kann 200 Stundenkilometer schnell werden“, berichtete Horst Wilken, der die Rundflüge organisiert hatte. Schon um 10 Uhr hoben die ersten Helis ab. Laut Wilken waren die Termine am Morgen ausschließlich für Feuerwehrleute reserviert. Diese hatten sich nämlich bereits um 12 Uhr zum Marsch zu versammeln. Gegen Nachmittag musste der Flugverkehr aus Sicherheitsgründen kurzzeitig eingestellt werden. Der Grund waren Fallschirmspringer, die routiniert auf dem Fußballplatz neben dem Festgelände landeten.

Während eines Festakts wurden mehrere Abzeichen an verdiente Feuerwehrmänner verliehen. Unter den Geehrten befand sich auch Kreisbrandmeister Arno Rauen, der eine Ehrenmedaille vom Landesfeuerwehrverband Niedersachsen erhielt. Linderns Bürgermeister Karsten Hage lobte ebenso wie Bundestagsabgeordnete Silvia Breher (CDU) die Arbeit der Feuerwehrleute aus dem Landkreis. „Jeder Einzelne ist ein Gewinn für uns“, betonte er.  

Am Umzug beteiligten sich auch Jugendwehren aus dem Landkreis. Foto: FrerichAm Umzug beteiligten sich auch Jugendwehren aus dem Landkreis. Foto: Frerich

Im Anschluss ging es spielerisch weiter. Im Wettkampfteil traten die Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis Cloppenburg gegeneinander an. Dabei mussten die Gruppen ihre Löschschläuche in Windeseile zusammenschrauben und mit der Tragkraftspritze Hindernisse überwinden. In der Gruppe Tanklöschfahrzeug setzte sich am Ende die heimische Wehr aus Lindern mit einer Zeit von 26,23 Sekunden durch. Auf Platz 2 folgte Garrel mit 26,30 Sekunden und Dritter wurden die Kameraden und Kameradinnen aus Essen mit 27,22 Sekunden.

Die Beverner Ortswehr erwies sich an diesem Tag als das schnellste Team in der Gruppe Tragkraftspritze (TS). Die Plätze 2 und 3 belegten die Trupps Garrel 2 und 3. Es folgten Markhausen 1 vor Markhausen 2, Ramsloh und Schwichteler. Bei den Jugendwehren legte Cappeln das höchste Tempo vor. Unter die Top 5 schaffte es der Löschnachwuchs aus Bösel, Ramsloh, Löningen und Molbergen.


Die Redaktion in eigener Sache: In diesem Artikel wurde nachträglich ergänzt, dass die heimische Wehr aus Lindern sich mit einer Zeit von 26,23 Sekunden in der Gruppe Tanklöschfahrzeug (TLF) durchgesetzt hat. Entsprechend wurde auch die Überschrift angepasst. Auf Platz 2 folgte Garrel mit 26,30 Sekunden und Dritter wurden die Kameraden und Kameradinnen aus Essen mit 27,22 Sekunden. Die Beverner Ortswehr erwies sich an diesem Tag als das schnellste Team in der Gruppe Tragkraftspritze (TS). 

Der neue Newsletter für Friesoythe. Immer am Donnerstag das Wichtigste aus der Eisenstadt in ihrem Postfach. So verpassen Sie nichts mehr.  Jetzt hier kostenlos anmelden

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Heimische Feuerwehr setzt sich beim Kreisfeuerwehrtag in Lindern durch - OM online