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Heimatvereine unterstützen Ivan Hutsul bei seiner Hilfsarbeit in der Ukraine

Die Molberger Heimatvereine wollen ihren Freund Ivan Hustul mit einer Spendenaktion bei seiner aufopfernden Arbeit in seiner ukrainischen Heimatstadt unterstützen.

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Rufen zu gemeinsamer Spendenaktion auf: Ludger Möller (von links), Nadja Kurz, Kurt Bussmann, Werner Jakoby und Erich Lübbers. Foto: Hoff

Rufen zu gemeinsamer Spendenaktion auf: Ludger Möller (von links), Nadja Kurz, Kurt Bussmann, Werner Jakoby und Erich Lübbers. Foto: Hoff

Der Heimatverein Molbergen und der Heimatverein der Deutschen aus Russland wollen gemeinsam den ukrainischen Künstler Ivan Hutsul, der in Molbergen alljährlich Kunst-Sommerakademien leitet, mit einer Spendenaktion unterstützen. 

Hutsul kümmert sich aktuell in seiner Heimatstadt Czernowitz im Südwesten der Ukraine um Flüchtlinge, darunter meist nur Frauen und Kinder sowie ältere Ukrainer. Hustul ist vor Ort in einer christlichen Gemeinde aktiv, die die Menschen aufnimmt und versorgt. Nadja Kurz vom Heimatverein der Deutschen aus Russland steht täglich in Kontakt mit ihm: "Wir sind seit 20 Jahren befreundet."

Auch wenn es bislang im Südwesten noch keine Kampfhandlungen gab, seien die Zustände vor Ort schlimm, berichtet Kurz. Die Menschen seien traumatisiert, würden weder ausreichend schlafen noch essen. Sie seien auf der ständigen Suche nach Verwandten und versuchten, Kontakt aufzunehmen – oft vergebens. "Die Lebensmittel und Hygieneartikel werden immer knapper, sie reichen nur noch maximal eine Woche", berichtet Kurz. Viele Flüchtlinge blieben nur ein oder zwei Nächte und gingen dann an die Grenze. Neue übernähmen dann die frei gewordenen Plätze.

Zustand vor Ort: Ein Bild, das Ivan Hustul aus seiner Heimatstadt geschickt hat. Foto: HutsulZustand vor Ort: Ein Bild, das Ivan Hustul aus seiner Heimatstadt geschickt hat. Foto: Hutsul

Die Hilfsbereitschaft vor Ort sei riesig. "Auch wir wollen helfen", betont Heimatvereinsvorsitzender Kurt Bussmann. „Mit Ivan Hutsul verbindet uns eine langjährige, freundschaftliche Zusammenarbeit. Bereits 1995 fand die erste Bilderausstellung des Kunstprofessors im Molberger Rathaus statt. In den Folgejahren war er regelmäßig mit Studenten der Uni Kiew für einige Tage bei uns in Molbergen." Insbesondere zu erwähnen sei aber die gemeinsame Umsetzung des Bäker-Mühlen-Projekts im Dorfpark unter der künstlerischen Leitung des ukrainischen Kunstprofessors, der auch für die Außenverkleidung verantwortlich war. 

"Aufgrund dieser engen Verbindung wollen wir Ivan Hutsul bestmöglich bei seiner aufopfernden Arbeit in seiner Heimatstadt Czernowitz unterstützen. Darum hat der Heimatverein Molbergen bereits 500 Euro gespendet und bittet um weitere Unterstützung durch die Bevölkerung", erklärt Bussmann.

Nur durch Zusammenhalt könne man das Leid der Menschen vor Ort beenden. "Es wurde ein Spendenkonto auf Namen beider Heimatvereine bei der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) in Molbergen eröffnet (IBAN: DE 20 2805 0100 0094 1504 14). Jeder kann dort spenden. Die Spendensumme geht direkt an Ivan Hutsul, der aktuell auch noch Zugriff auf das Geld hat." Mit den finanziellen Mitteln könne er an die Grenze zu Polen fahren und dort Lebensmittel einkaufen, um die Menschen in seiner Heimatstadt zu versorgen. Wer weitere Fragen zu der Spendenaktion habe, könne sich jederzeit an die Mitglieder des Heimatvereins Molbergen oder direkt an Nadja Kurz wenden, sagt Bussmann. 

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