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Heimatverein und Science Shop gestalten Brachfläche zur "Klimaecke" um

Am Rathausweg in Cloppenburg sollen bald Kiwis und Trauben wachsen. Die Idee dazu hatte Katrin Hedemann vom Science Shop, einer Außenstelle der Universität Vechta.

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Freuen sich auf Unterstützung: Am "Heldensamstag" pflanzen Katrin Hedemann vom Science Shop und der Heimatverein erste Sträucher auf der Brachfläche.  Foto: Niemeyer

Freuen sich auf Unterstützung: Am "Heldensamstag" pflanzen Katrin Hedemann vom Science Shop und der Heimatverein erste Sträucher auf der Brachfläche.  Foto: Niemeyer

Die Grasnarbe ist schon entfernt, erste Blumen wurden eingesät: In wenigen Wochen soll die neue "Klimaecke" an der Rathausweg in Cloppenburg erste Besucher anlocken. Der Science Shop der Universität Vechta und der Heimatverein Cloppenburg haben das Projekt ins Leben gerufen. Die Idee dazu sei im vergangenen Herbst in einer Zukunftswerkstatt in Zusammenarbeit mit jungen Menschen aus der Region entstanden, sagt Katrin Hedemann, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Cloppenburger Science Shop, einer Außenstelle der Universität Vechta, arbeitet.

Hedemann und den Teilnehmern der Zukunftswerkstatt sei aufgefallen, wie ungepflegt die kleine Grasfläche an der Rathausweg in direkter Nähe zur Lange Straße ist. Müll und Hundekot liegen dort immer wieder. Zudem sorgten einige Mülltonnen in der Nähe nicht gerade für ein schönes Ambiente, befand die Gruppe. Das soll sich nun ändern. Geplant ist ein Beispiel dafür, wie man den eigenen Garten klimagerecht gestalten und für Artenvielfalt sorgen kann, erklärt Hedemann. Am 21. Mai, dem "Heldensamstag", sollen erste Sträucher und eine "Benjeshecke", in der Vögel und Insekten Zuflucht finden können, gepflanzt werden.

Der "Heldensamstag" ist eine Aktion der Ehrenamtsagentur Cloppenburg, in dessen Rahmen Vereine, Organisationen oder Gruppen sich Mitmachaktionen überlegen können. Wie Hedemann sagt, sind Interessierte willkommen, am 21. Mai bei der Gestaltung der Klimaecke mit anzupacken.

Kiwis und Trauben wachsen bald in der Innenstadt

Neben den bereits gepflanzten Blumen sollen auf der städtischen Fläche außerdem bald Johannis- und Brombeersträucher, Kiwis und Tafeltrauben sowie Obstbäume wachsen, sagt Hedemann. Eine kleine Mauer aus Natursteinen soll den klimagerechten Garten nach außen abgrenzen. Zwei Bänke werden aufgestellt. Mittels Hinweistafeln wird über die Folgen des Klimawandels und Möglichkeiten der Anpassung informiert.

In direkter Nähe zur Innenstadt: Erste Blumen für eine Blühwiese wurden bereits gesät. Foto: NiemeyerIn direkter Nähe zur Innenstadt: Erste Blumen für eine Blühwiese wurden bereits gesät. Foto: Niemeyer

Für die Umgestaltung der Fläche habe der Heimatverein bei der Stadt einen Antrag auf eine finanzielle Förderung über das Förderprogramm "Offensive Innenstadt" gestellt. Die Stadt hatte als Reaktion auf die Corona-Pandemie für die Jahre 2021 und 2022 jeweils 500.000 Euro als Soforthilfeprogramm für die Innenstadt bereitgestellt. Die geschätzten Kosten für die Klimaecke liegen im Bereich von 1200 Euro, sagt Hedemann.

Klimakarte für das Oldenburger Münsterland

Die Gestaltung der Klimaecke ist Teil des Terrifica-Projekts, das von der EU gefördert wird. Das EU-weite Projekt wurde 2019 ins Leben gerufen und sieht vor, Maßnahmen gegen den Klimawandel sowie der Klimaanpassung vor Ort umzusetzen, heißt es auf der Website. Das Oldenburger Münsterland ist eine von sechs Pilotregionen. Weitere Pilotregionen gibt es zum Beispiel in Polen oder Nordfrankreich, erklärt Hedemann. Im Rahmen von Terrifica wird eine "Klimakarte" für das Oldenburger Münsterland erstellt. Ziel ist es, mit Blick auf Klimawandel und -anpassung Risiko-Orte und Positivbeispiele zu kartieren.

Die Universität Vechta verteilt dazu auch in Cloppenburg Postkarten, auf denen Bürger positive oder negative Beobachtungen etwa zur Qualität von Luft, Boden oder Wasser mitsamt des genauen Ortes aufschreiben und zurück an die Universität schicken können. Die Beobachtungen können auch online unter klimakarte.terrifica.eu eingetragen werden.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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