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Heimatverein Oythe sucht neuen Lagerraum für seine Sammlung

Das Archiv auf dem Dachboden der Marienschule muss bis Ende des Jahres geräumt werden. Was dort aufgehoben wird, muss umziehen. Aber wohin?

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Suchen neue Lagerplätze für den Heimatverein Oythe: Friedhelm Laumann  (links) und Georg Böske Foto: Thomes

Suchen neue Lagerplätze für den Heimatverein Oythe: Friedhelm Laumann  (links) und Georg Böske Foto: Thomes

Der Blick auf den Dachboden der Marienschule in Oythe offenbart eine Sammlung von Zeitdokumenten, die ihresgleichen sucht: Seit fast 25 Jahren darf der Heimatverein Oythe dort einen Teil seiner Exponate lagern. Nun steht ein Umzug bevor. Denn: Der Dachboden des alten Gebäudeteils der Marienschule wird saniert; die Schule braucht mehr Platz. Sie wird aufgrund der steigenden Anmeldezahlen dreizügig.

Ende des Jahres läuft der Nutzungsvertrag, der auf den 4. Januar 1999 datiert ist, aus. Die Stadt hatte aufgrund der geplanten Sanierung eine Kündigung mit dem Heimatverein vereinbart. Nun muss neuer Lagerraum her. Doch der Vorsitzende des Heimatvereins, Georg Böske, ist zuversichtlich: „Wir gehen mutig an die Sache ran. Schließlich haben wir die Verantwortung, diese historischen Gegenstände auch für die nachfolgenden Generationen zu erhalten.“

1999 bezog der Heimatverein den Boden der Marienschule

Bereits 1999 war es eine aufwändige Sache, als mithilfe von vielen freiwilligen jungen Helfern unter der Leitung von Günther Höne der Dachboden für den Heimatverein hergerichtet worden war. Isolierung musste her, Rigips-Platten waren aufzustellen, zwei Treppen waren einzubauen, eine Holzdecke zu ziehen und viele Regale aufzustellen. Dazu kam der Einsatz von Maler und Elektriker, ehe der Dachboden der Oyther Marienschule als Archiv genutzt werden konnte. Die Kosten für den Umbau übernahm damals die Stadt Vechta.

"Die meisten dieser Gegenstände sind nach Haushaltsauflösungen bei uns gelandet", erklärt der Vorsitzende Georg Böske. Über die Jahre habe sich eine umfangreiche Sammlung ergeben.

Inmitten der historischen Bibliothek: Friedhelm Laumann (v. links) und Georg Böske Foto: ThomesInmitten der historischen Bibliothek: Friedhelm Laumann (v. links) und Georg Böske Foto: Thomes

Die Sammlung auf dem Dachboden ist auf zwei Räume verteilt. In Raum eins lagern alte Bücher, sorgfältig sortiert von den Vereinsmitgliedern Doris Tebbe und Friedhelm Laumann. Die meisten Exemplare stammen aus der Zeit von 1880 bis 1960 und sind aus dem Oldenburger Münsterland. Der Heimatverein sucht nun für sie ein neues Zuhause. Etwa 100 Quadratmeter sollten es sein, sagt Böske. Beheizbar, trocken, gut zugänglich.

Historische und vielfältige Kulturgüter aller Art 

Im 2., deutlich größeren Raum werden Gegenstände aus allen möglichen Lebensbereichen gesammelt. Etwa 1500 Landkarten lagern dort, Handwerksgeräte, Küchenwerkzeuge, alte Chemie-Gefäße, Schallplatten, landwirtschaftliche Kleingeräte, Gipsmodelle der Vechtaer Künstlerin Irmgard Vieze oder auch ein über 150 Jahre alter Webstuhl.

Verdeutlicht das Ausmaß der Ansammlung: Georg Böske vor dem Regal historischer Wurstmaschinen Foto: Thomes Verdeutlicht das Ausmaß der Ansammlung: Georg Böske vor dem Regal historischer Wurstmaschinen Foto: Thomes

Einige dieser Exponate würde der Heimatverein auch an andere Heimatvereine oder Museen übergeben, sofern Interesse besteht. Auch Privatpersonen dürfen sich bei den Verantwortlichen melden, sodass gegen eine kleine Spende ein Gegenstand mitgenommen werden kann.

Mitgliederversammlung findet am 24. März statt

Offen ist der Heimatverein auch für neuen Mitglieder. Interessierte können an der Mitgliederversammlung des Heimatvereins am 24. März teilnehmen, auch um dort weitere Informationen zu den Gegenständen und der Suche nach Lagerplatz zu bekommen. Im November wird es außerdem einen Tag der offenen Tür geben, sagt Böske. Und: Nach Absprache können auch Führungen gebucht werden.

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