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Heimatverein Mühlen betreibt im Heimathaus ein eigenes Archiv

Das Team möchte die Geschichte des Dorfes dokumentieren und für die Nachwelt erhalten. Jetzt sollen möglichst viele alte Fotos digitalisiert werden.

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Sie stöbern in Dokumenten, Akten und Büchern: Zum Archiv-Team des Heimatvereins Mühlen gehören (von links) Martha Wieferich, Hedwig Meyer, Norbert Krogmann und Heinrich Wieferich. Foto: Timphaus

Sie stöbern in Dokumenten, Akten und Büchern: Zum Archiv-Team des Heimatvereins Mühlen gehören (von links) Martha Wieferich, Hedwig Meyer, Norbert Krogmann und Heinrich Wieferich. Foto: Timphaus

Historische Fotos und Schriften bergen für das Verständnis von Geschichte einen unermesslichen Schatz. Die alten Schätze des Heimatvereins Mühlen lagern seit knapp 3 Jahren an einem zentralen Ort: im neuen Heimathaus, dem früheren Franziskanerkloster an der Kirche St. Bonaventura.

Dort kümmern sich Norbert Krogmann, gleichzeitig Vorsitzender des Heimatvereins, Heinrich und Martha Wieferich sowie Hedwig Meyer um die systematische und kontrollierte Speicherung der Dokumente und Daten. Als EDV-Admin fungiert Michael Fughe. Sie treffen sich dienstags von 9 bis 12 Uhr, um unter anderem an den vier PC-Arbeitsplätzen zu arbeiten.

Die Archivalien stammen zum Teil aus dem früheren Franziskanerkloster. Ebenfalls dort zu finden sind der Bestand des 2016 verstorbenen Heimatforschers Rudi Timphus sowie der Patenschaft der Gemeinde mit der Ortsgemeinschaft Tschermanen und Umgebung. Auch die Bilder des bekannten OV-Fotografen Heinz Zurborg werden im neuen Archiv im Heimathaus Mühlen verwahrt. "Uns stehen zudem der Nachlass von Paul Kröger sowie Aufnahmen von weiteren Fotografen aus dem Ort zur Verfügung", berichtet Krogmann.

Heimatverein möchte Dokumentenscanner kaufen

Er schätzt den Fundus auf etwa 40.000 Bilder. Circa 4000 Bücher haben die beiden Frauen in dem Team nach eigenen Angaben bereits inventarisiert. Dazu mussten kistenweise Bücher, Schriften und Dokumente aus dem Keller des Gebäudes ins Erdgeschoss getragen werden. Ziel des Heimatvereins ist der Aufbau eines digitalen Archivs. Auch Urkunden, Briefe und Schriftwechsel sowie weitere Dokumente sollen dort nach und nach Eingang finden. "Demnächst wollen wir uns einen Dokumentenscanner anschaffen", blickt Krogmann voraus.

Bei den historischen Aufnahmen erhebt der Heimatverein Mühlen laut Heinrich Wieferich den Anspruch an sich selbst, alle darauf abgebildeten Personen namentlich zu kennzeichnen. Dazu tagt einmal im Monat eine "Bildfindungskommission", der 12 Personen angehören.

„Wir suchen alte (Familien-)Chroniken und Fotos aus Mühlen.“Norbert Krogmann, Vorsitzender des Heimatvereins Mühlen

Die Arbeitsplätze sind eingerichtet, das Mobiliar steht und es gibt Möglichkeiten zur Erweiterung. Wenn es nach Krogmann geht, kann die Arbeit nun richtig beginnen. "Wir suchen alte (Familien-)Chroniken und Fotos aus Mühlen", ruft er die Dorfgemeinschaft dazu auf, in ihren Schränken und auf den Dachböden nachzusehen. Das Material kann im Archiv abgegeben werden. Dort erfolgt nach den Worten des Vorsitzenden umgehend eine Digitalisierung. "Die Fotos können direkt im Anschluss wieder nach Hause mitgenommen werden." Familienchroniken und Stammbäume möchte das Team künftig in den Fokus seiner Arbeit stellen.

  • Info: Wer sich über das Archiv des Heimatvereins Mühlen informieren möchte, für den steht Norbert Krogmann (Telefon 05492/595) als Ansprechpartner bereit.

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