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Heimatverein hofft auf einen Programmstart im Frühling

Die Corona-Pandemie hat die Lohner Aktiven stark ausgebremst. Trotzdem geht die Führung das neue Jahr mit viel Optimismus an. Das Programm 2021 ist jedenfalls sehr abwechslungsreich.

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Die Führungsriege des Heimatvereins Lohne: (von links) Wolfgang Becker, Franz-Josef Riesselmann, Martin Hölscher und Benno Dräger. Die Verantwortlichen haben trotz aller Unwägbarkeiten ein abwechslungsreiches Jahresprogramm zusammengestellt. Foto: Timphaus

Die Führungsriege des Heimatvereins Lohne: (von links) Wolfgang Becker, Franz-Josef Riesselmann, Martin Hölscher und Benno Dräger. Die Verantwortlichen haben trotz aller Unwägbarkeiten ein abwechslungsreiches Jahresprogramm zusammengestellt. Foto: Timphaus

Das Coronavirus hält die Welt im Klammergriff. Das Vereinsleben in Lohne steht still. Auch die zahlreichen Aktivitäten des sonst so quicklebendigen Heimatvereins Lohne fallen aus. "Motiviert sind alle, aber wir sind vollständig ausgebremst", sagt Benno Dräger. Traditionell lädt der Vorsitzende zum Jahresstart zu einem Pressegespräch ein, an dem auch seine Stellvertreter Martin Hölscher, Franz-Josef Riesselmann und Wolfgang Becker teilnehmen – diesmal auf Abstand im Vortragsraum des Industriemuseums.

Trotz aller Widrigkeiten durch die Pandemie attestiert Dräger dem Heimatverein mit seinen mehr als 2.000 Mitgliedern, im vergangenen Jahr eine "gute Leistung" erbracht zu haben.  "Immerhin die Sommermonate konnten wir nutzen", sagt der 71-Jährige.

Die im März verschobene Mitgliederversammlung hat der Verein im Oktober abgehalten. Die Arbeit im Stadtmedienarchiv lief unter Einhaltung der Corona-Regeln weiter. Die Skulptur "Gastarbeiter im Moor", für deren Entstehung sich der Heimatverein gemeinsam mit dem Sportverein Amasyaspor, dem Industriemuseum und dem Runden Tisch für Integration und Völkerverständigung eingesetzt hatte, wurde Ende September für die Öffentlichkeit freigegeben.

80 Kilometer radeln? Mit dem E-Bike kein Problem mehr 

Riesselmann berichtet, dass zwar 3 von 6 Tagestouren abgesagt werden mussten. Der Zulauf sei jedoch sehr zufriedenstellend gewesen. "Wir haben eine Fahrt entlang der Ems gemacht. Innerhalb von 2 Tagen hatte ich 50 Teilnehmer auf der Liste", erzählt er beispielhaft. Der organisatorische Aufwand habe sich durch die Pandemie nochmals erhöht. Dennoch konstatiert der oberste Radwanderwart: "Die Leute sind heiß, sie wollen raus." 

Mitstreiter Hölscher ergänzt: "Bei vielen Fahrten waren neue Gesichter dabei." Dank der E-Bikes seien auch Radtouren von 80 Kilometern kein Problem mehr.

Plattschnacker hängen komplett in der Luft

Doch es fanden auch zahlreiche Veranstaltungen nicht statt. Das Prütt- sowie Kohlessen, der Münsterlandtag, die Beamervorträge, einige Radtouren und Wanderungen fielen allesamt aus. Der Aussichtsturm öffnete nicht, die Kontakte zu den Partnerstädten Lohnes ruhen.

Der städtische Plattdeutschbeauftragte Hölscher sagt, dass die Plattschnacker sich – bis auf 2 Ausnahmen – seit Februar des vergangenen Jahres nicht mehr getroffen hätten. Immerhin habe man 6 "Lohner Platt"-Plakate beim St.-Franziskus-Hospital anbringen können.

Heimatverein Lohne will Vorbild sein

Auch Becker, den Dräger als "Mann für alle Fälle" bezeichnet und der ihn bei der Kontaktpflege zu den weiteren Vereinen und Institutionen in Lohne unterstützen soll, war phasenweise zum Nichtstun gezwungen. Die Hände in den Schoß gelegt hat aber auch er nicht vollständig. "Alle versuchen, das Optimale aus der Situation zu machen."

Als besonders bedauerlich empfindet Dräger es, dass die "Netzwerkpflege mit den übergeordneten Institutionen" wie dem Wiehengebirgsverband Weser-Ems, dem Heimatbund Oldenburger Münsterland oder der Oldenburgischen Landschaft auf ein Minimum zurückgefahren werden mussten. "Die Zurückhaltung ist aber berechtigt. Wir haben viele ältere Aktive und müssen Vorbild sein."

2021 begrüßt der Verein schon 10 neue Mitglieder

Wie kann der Heimatverein angesichts der Corona-Unsicherheit, die auch 2021 weiterhin vorherrscht, überhaupt ein Jahresprogramm planen? Drägers Antwort: mit viel Optimismus. Auch wenn alle mit den Hufen scharren, üben sich die Verantwortlichen bis April in Geduld. Doch mit Beginn des  2. Quartals will der Heimatverein mit altbekannter Stärke wieder in die Spur zurückfinden.

Der Vorsitzende sagt: "Wir müssen die Durststrecke überstehen." Natürlich sei das Jahresprogramm unter Vorbehalt zu betrachten. Doch es gibt auch Argumente für eine zuversichtliche Grundhaltung: So hat der Heimatverein in den ersten 2 Wochen des neuen Jahres schon etwa 10 neue Mitglieder gewinnen können. "Unseren Mitgliederstand wird Corona nicht tangieren", sagt Dräger.


Ein Ausblick auf einige Höhepunkte beim Heimatverein Lohne im Jahr 2021:

  • 19. April: Mitgliederversammlung mit Foto-Jahresrückblick und eventuell geselligem Abschluss.
  • 1. Mai: Maiwanderung von der Burg Hopen zur Burg Dinklage.
  • 18. bis 20. Juni: Mehrtagestour I an den Niederrhein.
  • 20. bis 22. August: Mehrtagestour II an den Niederrhein.
  • 29. August bis 4. September: Mehrtageswanderung auf dem Heidschnuckenweg von Bispingen nach Celle.
  • 11. September: Jahresausflug des Heimatvereins nach Rotenburg/Wümme.
  • 11. Oktober: Beamervortrag "Zur Entwicklung der Kartographie im Land Oldenburg" von Heiko Taubenrauch.
  • 23. Oktober: Kohlessen und Filmvorführung "utwannerer van dei Lohner Burskuppen Baukern un Meschkendörp un ehre Geschichten" von Herbert Warnking.
  • 6. November: Münsterlandtag des Heimatbundes Oldenburger Münsterland in Lohne.
  • 15. November: Beamervortrag "Dümmer - eine Bildreise zum See" mit Willi Rolfes.
  • 21. Dezember: Jahresabschlusswanderung der Wanderung mit anschließendem Beisammensein.

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