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Heimatverein Bakum bündelt Serie in einem Buch

Anfang des Jahres gewährte der Verein auf seiner Internetseite einen historischen Einblick in die 14 Bauerschaften. Das wurde mit zahlreichen Klicks belohnt. Nun gibt es das Ganze auch gedruckt.

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Arbeiten gut zusammen: Hubert Kröger (Heimatverein Bakum, von links), Gisela Lünnemann (Heimatbund), Franz-Josef Göttke (Heimatverein Bakum), Sabrina Tabeling (Heimatbund), Werner Kreutzmann (Heimatverein Bakum) und Gabriele Henneberg (Heimatbund).   Foto: C. Meyer

Arbeiten gut zusammen: Hubert Kröger (Heimatverein Bakum, von links), Gisela Lünnemann (Heimatbund), Franz-Josef Göttke (Heimatverein Bakum), Sabrina Tabeling (Heimatbund), Werner Kreutzmann (Heimatverein Bakum) und Gabriele Henneberg (Heimatbund).   Foto: C. Meyer

Aus digital wird analog: Der Heimatverein Bakum hat für die diesjährige und dritte Ausgabe seiner Broschüre „Dit un Dat ut Baoken“ den Titel „14 ein Ganzes“ aufgegriffen. Dies war nicht nur der Titel der Fotosammlung, die 2013 erschienen ist, sondern auch der Serie, die der Verein Anfang des Jahres auf seiner Internetseite veröffentlichte. Diese Beiträge finden sich nun in einem 136 starken Buch.

Verantwortlich für die Serie im Internet wie auch für die Umsetzung der Broschüre ist Hubert Kröger. Während des Lockdowns erschien einmal die Woche ein Beitrag über einen der 14 Ortsteile Bakum, Büschel, Carum, Daren, Elmelage, Harme, Hausstette, Lohe, Lüsche, Märschendorf, Molkenstraße, Schledehausen, Vestrup und Westerbakum – ganz nach dem Motto „14 ein Ganzes“. Die Beiträge mit zahlreichen Fotos befassten sich vorrangig mit Ereignissen und Eindrücken aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Internetseite verzeichnet viele Besuche

Mit dem Buch soll jetzt auch das ältere Publikum erreicht werden, das vielleicht nicht so internetaffin ist, erklärt Kröger. Außerdem sei es schön, das Ganze in Buchform zu sehen. Mitglieder des Heimatvereins erhalten es kostenlos. Wer das Buch – die Auflage liegt bei rund 1000 – kaufen möchte, kann dies für 12,50 Euro bei der Buchhandlung Anette König in Bakum, bei der Volksbank Bakum, beim Dorfkiosk Lüsche oder bei der Bäckerei Sieve in Lüsche erwerben. Jeder Bauerschaft sind etwa zehn bis zwölf Seiten gewidmet. Überdies sind auf den Seiten vereinzelt QR-Codes zu finden, die auf die Internetseite des Heimatvereins führen. Dort finden Interessierte weitere Ergänzungen, wie beispielsweise Videos.

Das Projekt insgesamt stieß auf großes Interesse. Mehr als 50.000 Besucherinnen und Besucher habe der Heimatverein in diesem Jahr auf seiner Homepage verzeichnen können, sagt Hubert Kröger. Parallel nutzen die Mitglieder auch die Möglichkeiten von Social Media. Beiträge werden auf Facebook veröffentlicht. Ausgewählte Fotos finden ihren Weg sogar zu Instagram. Kröger weiß, dass der Verein so auch jüngere Menschen ansprechen kann – mit Erfolg, wie die Klicks bewiesen.

Dabei war dieser Weg innerhalb des Vereins nicht unumstritten, so Kröger. Die Sozialen Medien lösten bei einigen Mitgliedern eine Abwehrhaltung aus. Das brauche der Verein nicht, ließ sich aus der Kritik vernehmen. „Was wir da zeigen, kann überall auf der Welt gesehen werden“, nennt Hubert Kröger einen Vorzug. Es entstehe Kontakt zu einem neuen Publikum. Die zusätzliche positive Rückmeldung aus dem Netz motiviere zudem umso mehr, weiterzumachen. Sogar weit entfernt lebende Bakumerinnen und Bakumer haben so den Weg zum Heimatverein gefunden. Rund zehn Personen seien allein in diesem Jahr Mitglied geworden, schildert der Vereinsvorsitzende Franz-Josef Göttke.

Verbundenheit mit Heimatbund

Der Heimatverein Bakum sei einer der „Leuchttürme“ unter den Heimatvereinen im Oldenburger Münsterland, was die Nutzung von Instagram angehe, sagt Gabriele Henneberg vom Heimatbund. Sie unterstützt Hubert Kröger bei der Pflege der Internetseite des Bakumers Heimatvereins. Mittlerweile wagen sich immer mehr Heimatvereine aus den beiden Landkreisen Vechta und Cloppenburg vor. Der Heimatverein Bakum sei dahingehend „vorne mit dabei“, so Henneberg. Das Angebot der Bakumer sei niedrigschwellig und erreiche die Leute schnell.

Der Heimatverein hat die Veröffentlichung der aktuellen Ausgabe von „Dit un Dat ut Boaken“ jetzt zum Anlass genommen, ein „Zeichen der Dankbarkeit“ gegenüber dem Heimatbund zu setzen, sagt Franz-Josef Göttke. Die „Verbundenheit zum Dachverband“ soll ausgedrückt werden. Wichtig sei ein „Miteinander, kein Nebeneinander“. Deshalb überreichte er eines der Bücher an Heimatbund-Geschäftsführerin Gisela Lünnemann.

Wie Lünnemann sagte, sei es ein großes Anliegen des Heimatbundes, eine „Serviceeinrichtung“ für die Heimatvereine zu sein. Der Kontakt zu den einzelnen Vereinen soll enger werden. Um sich zukunftsfähig aufstellen zu können, sei es wichtig, die Heimatvereine einzubeziehen, denn: „Nur gemeinsam ist man stark.“

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