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Heilerziehungspfleger fordern mehr Geld für ihre Schulen

Da die Finanzhilfe derzeit nicht ausreicht, sind die Einrichtungen auf das Schulgeld angewiesen. Das macht die Ausbildung für den Berufsnachwuchs teuer.

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Symbolfoto: dpa

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Die Schülerinnen und Schüler der Fachschule Heilerziehungspflege Quakenbrück (HEP) fordern Schulgeldfreiheit in der Heilerziehungspflege, wie es bereits im Koalitionsvertrag der Landesregierung Niedersachsen seit 2017 versprochen wurde. Für viele Berufe wie bei Ergotherapeutinnen und -therapeuten, Erzieherinnen und Erzieher oder Altenpfleger und -helfer wurde diese bereits umgesetzt, nur die Heilerziehungspflege wurde vergessen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Bereits 2019 wurde demnach eine Online-Petition beim niedersächsischen Landtag eingereicht. Diese blieb, wie viele weitere Aktionen, erfolglos. Aus diesem Grund veranstaltete das Bündnis HEP am Donnerstag einen Aktionstag, um weitere Aufmerksamkeit auf das Thema Schuldgeldfreiheit an Fachschulen der Heilerziehungspflege zu richten. An diesem Tag haben Fachschulen in ganz Niedersachsen auf die aktuelle Situation hingewiesen. Vor allem in den sozialen Medien soll unter #schulgeldfreiheitjetzt ein Bewusstsein für diese Problematik geschaffen werden. Die Schüler der HEP-Schule Quakenbrück haben hierzu kreative Aktionen durchgeführt, die ihr Anliegen vor Ort und in den sozialen Medien repräsentieren sollen.

Vor 3 Jahren hat die Fachschule in Quakenbrück durch eine Veränderung der Ausbildungsstruktur erreichen können, dass sie als förderfähige Bildungseinrichtung im Rahmen des Aufstiegs-Bafögs anerkannt wird. Auf diese Weise erhalten die Schülerinnen und Schüler einen monatlichen Zuschuss, um unter anderem das anfallende Schulgeld auszugleichen. Eine solche Umstrukturierung ist jedoch laut Mitteilung nicht für jede Schule möglich und geht mit einem immensen bürokratischen Aufwand einher. Um die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger auch auf landesweiter Ebene attraktiver zu gestalten, sei dennoch eine Befreiung vom Schulgeld für alle Fachschulen in privater Trägerschaft unbedingt notwendig und längst überfällig, heißt es abschließend.

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