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Hegering Löningen bleibt der größte im Land Niedersachsen

Die Mitgliederzahl ist in den vergangenen 3 Jahren um 22 auf jetzt 368 angewachsen. Die erste Generalversammlung nach 3 Jahren Corona verlief gut.

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Für vieljährige Mitgliedschaft geehrt: Die Liste der Auszuzeichnenden umfasste aufgrund der ausgefallenen Treffen drei Jahrgänge. Foto: W. Siemer

Für vieljährige Mitgliedschaft geehrt: Die Liste der Auszuzeichnenden umfasste aufgrund der ausgefallenen Treffen drei Jahrgänge. Foto: W. Siemer

Zufrieden mit Ergebnis und Verlauf der ersten Generalversammlung des Hegerings Löningen nach der dreijährigen Corona-Zwangspause zeigte sich der Vorsitzende Christian Lübbers. Das Interesse mit rund 80 Anwesenden und auch die große Zahl von neuen Mitgliedern sei für den Verein erfreulich. Mit 22 neu Aufgenommenen aller Altersklassen könne Löningen seine Position als größter Hegering im Land mit 368 Mitgliedern weiter ausbauen, freute sich Lübbers.

In der Bilanz der Jagdstrecke verwies Lübbers auf unterschiedliche Entwicklungen. Während sich die Bilanz sowohl beim männlichen wie weiblichen Rehwild im vieljährigen Durchschnitt bewegte, setzte sich beim Federwild der Abwärtstrend deutlich fort. „Unsere Federwildstrecken sind längst nicht mehr das, was sie mal waren“, kommentierte der Vorsitzende. So wurden in 2021/22 325 Fasane und kein Rebhuhn erlegt. Für das zurückliegende Jagdjahr waren es sogar nur 236. 2015/16 waren es noch 564 Fasane, 2008/09 sogar einmal 1302. Die Jäger könnten die Witterung nicht ändern, aber bei der Reviergestaltung und durch die Reduzierung des Raubwildes könnten die Mitglieder dem heimischen Niederwild helfen. Zu den bemerkenswerten Veränderungen zählte Lübbers das Ausbreiten der Wildgänse, die inzwischen in fast jedem Revier vertreten seien. Beim Rehwild kamen 150 Böcke und 149 Ricken zur Strecke. Der Fallwildanteil lag bei 122 Stück.

Waschbär und Marderhund in Region angekommen

Er rief die Jäger daher dazu auf, zum Aufgang der Bockjagd verstärkt in die Jugendklasse einzugreifen. Sehr unterschiedlich stellte sich die Hasenstrecke in den einzelnen Revieren dar, so Lübbers. Insgesamt seien 395 Stück im zurückliegenden Jagdjahr erlegt worden. Als nahezu konstant wertete er den Prädatorendruck in den Revieren in den vergangenen Jahren durch jetzt 165 Füchse, mehr als 90 Stein- und Baumarder oder 37 Iltisse. Der Waschbär und der Marderhund seien auch in unserer Region angekommen und sorgten für großen Schaden unter den Singvögeln und dem Niederwild. Er rief daher dazu auf, dem Raubwild weiterhin intensiv, aber waidgerecht mit Falle und Büchse nachzustellen.

Keine Nachwuchssorgen: Insgesamt 21 Frauen und Männer, von denen 14 anwesend waren, nahm Hegeringchef Christian Lübbers (links) in den Hegering Löningen auf.  Foto: W. SiemerKeine Nachwuchssorgen: Insgesamt 21 Frauen und Männer, von denen 14 anwesend waren, nahm Hegeringchef Christian Lübbers (links) in den Hegering Löningen auf.  Foto: W. Siemer

Außergewöhnlich lang war auf dem Jahrestreffen die Liste der Jäger, die für ihre vieljährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden, da die Ehrungen für gleich drei Jahrgänge – 2020, 2021 und 2022 – vom Vorsitzenden vorgenommen wurden. Lübbers dankte ihnen für die vieljährige, Jahrzehnte währende Treue und das Bekenntnis zum Jagdwesen und Löninger Verein. 60 Jahre gehört Bernhard Wehry dem Hegering Löningen an, 50 Jahre halten Bernhard Lübbers, Ludger Thomes, Theodor Büter, Wilhelm Burke, Wilhelm Burlage, Hartmut Maurischat, Egon Haustermann und Christa Käter dem Zusammenschluss der Löninger Jäger die Treue.

  • 40 Jahre: Enno König-Hollrah, Franz Düvel, Gerhard Grühs, Bernhard Meyer, Heinz Brundiers, Rainer Diekmann, Otto Osteresch; Egon Moormann und Paul Anneken.
  • 25 Jahre: Andreas Benken, Ernst-Rainer Schnetkamp, Heinrich Lampen, Frank Klünner, Burkhard Baumann, Rudolf Backhaus, Christian Möller, Frank Schrand, Heinrich Bego-Ghina, Ludger Meyer, Christoph Wienöbst, Jochen Stegemann, Ludger Schulte, Heinrich Brüggemann, Daniel Flatken und Hermann Möller.

Sehr viel zu erläutern hatten Ludger Düker und Franz Düvel, denn die Anzahl der Rehgehörne war durch ausgefallene Jahrestreffen außergewöhnlich groß.

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