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Hegering Friesoythe zieht Bilanz: 61 Rehe verenden im Straßenverkehr

Zum Ende des Jagdjahres blickten die Weidmänner zurück . 164 Stücke Rehwild und 11 Stücke Damwild wurden unter anderem erlegt. Besonders hoch war die Zahl der verendeten Rehe auf den Straßen.

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Schaut genau hin: Bei der Gehörnbewertung bestätigte Forstamtmann Enno Striowsky den Friesoyther Jägern die Erfüllung der geforderten Abschüsse.   Foto: Passmann

Schaut genau hin: Bei der Gehörnbewertung bestätigte Forstamtmann Enno Striowsky den Friesoyther Jägern die Erfüllung der geforderten Abschüsse.   Foto: Passmann

Anders als das kalendarische Jahr endet das Jagdjahr am 31. März. Dieser Tag wird daher unter den Weidgesellen auch Jägersilvester genannt. Neujahr ist für die Jäger demnach am 1. April, wenn das neue Jagdjahr beginnt. Die Jäger des Hegerings Friesoythe nutzen den "Silvestertag", um auf der Frühjahrsversammlung im Landhotel Pollmeyer in Vordersten-Thüle Rückschau auf das vergangene Jagdjahr zu halten.

Hegeringleiter Jürgen Dolberg freute sich, dass sich die Jägerinnen und Jäger wieder zu einer Versammlung treffen konnten, nachdem im Vorjahr die Versammlung online stattgefunden hatte. Insgesamt 187 Mitglieder hat der Hegering Friesoythe zurzeit.

Bei der Gehörnbewertung bescheinigte Forstamtmann i.R. Onno Striowsky den Weidmännern den Abschuss durchaus richtig getätigt zu haben. Gestreckt wurden im vergangenen Jagdjahr 164 Stücke Rehwild und 11 Stücke Damwild. Die Jäger sollten vornehmlich beim Rehwild in der Jährlingsklasse eingreifen. Dieser Abschuss sei von den Friesoythern durchaus erfüllt worden. Die richtige Ansprache des Rehwildes sei für sich schon fast eine Wissenschaft.

Erschreckend sei für den Forstamtmann aber die hohe Anzahl von 61 Stücken Fallwild. "Ich kann nur raten und empfehlen, Rehwild, das sich in Straßennähe aufhält, intensiv zu bejagen." Zum einen würden Unfälle vermieden und zum anderen müssten die Tiere nicht leiden, wenn sie vom Auto erfasst würden.

Unter anderem haben Jäger auch 16 Wildschweine erlegt

Bei der Niederwildjagd haben sich die Abschusszahlen durchaus konstant gehalten, berichtete Ralf Tiedeken in seinem Streckenbericht für das Jahr 2021/22. Bei den Hasen wurden 145 "Langohren" erlegt. Zur Strecke kamen weiterhin 157 Enten, 81 Fasane, 373 Ringeltauben, 24 Kaninchen, 17 Dachse und 126 Nutria, außerdem 54 Füchse. Auf der Strecke lagen auch 16 Stücke Schwarzwild.

In seinem Jahresbericht kritisierte Dolberg die Gebühren für die Kontrolle von Maßnahmen „zur sicheren Aufbewahrung erlaubnispflichtiger Schusswaffen und Munition“. Die finanzielle Mehrbelastung durch die Gebühr sei aus Sicht der Landesjägerschaft Niedersachsen nicht hinnehmbar. Der Verband habe daher die Politik aufgefordert, hier eine Nachbesserung vorzunehmen, betonte der Hegeringleiter. Weiterhin müssten sich die Jäger darauf einstellen, dass künftig nur noch mit bleifreier Munition geschossen werden darf. Eine neues Tierschutzgesetz verbiete zudem den Einsatz von Stachelhalsbändern bei der Hundeausbildung. Hundeführer sollten darauf achten.

Hegeringleiter Jürgen Dolberg kündigt Rückzug für kommendes Jahr an

Weiter ging Dolberg auf die Afrikanische Schweinpest (ASP) sowie auf den Bau des Schießstandes in Ahlhorn ein. Vorsorglich kündigte der Leiter des Hegerings Friesoythe schon einmal seinen Rückzug vom Amt an. „Im kommenden Jahr stehen Neuwahlen zum Vorstand an. Ich stehe dann als Vorsitzender nicht mehr zur Verfügung. Bis dahin solltet ihr einen Nachfolger gefunden haben“, betonte Dolberg.

Heinz Sprock, Obmann für das Hundewesen, informierte über Hunde-Prüfungen. Schießobmann Heinz Wagner berichtete vom Hegeringvergleichsschießen. Dort hieß der Gesamtsieger Boy Thunert. Bester Flintenschütze war Georg Meerjans und bester Büchsenschütze Dennis Diekmann.


Seit vielen Jahren Jäger (von links): Dr. Andreas Eißing, Heinz Sprock, Stephan Kösters, Jürgen Dolberg, Gerhard Brockhage und Dr. Heinrich Tepe.   Foto: M. PassmannSeit vielen Jahren Jäger (von links): Dr. Andreas Eißing, Heinz Sprock, Stephan Kösters, Jürgen Dolberg, Gerhard Brockhage und Dr. Heinrich Tepe.   Foto: M. Passmann

Geehrt wurden folgende Mitglieder des Deutschen Jagdschutzverbandes:

  • 50 Jahre: Gerhard Brockhage, Dr. Heinrich Tepe und Ehrenmitglied Johann Göken.
  • 40 Jahre: Dr. Andreas Eißing und Paul Kock.
  • 25 Jahre: Detlef Ackermann, Stephan Kösters und Agnes Grale.
  • Eine besondere Urkunde für 50 Jahre Jagdhundeaus- und -fortbildung erhielt Heinz Sprock vom Verein Deutsch Drahthaar.

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