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Hebammenmangel entgegenwirken: Kooperation sorgt für große Freude

Die ersten Studentinnen des neuen Bachelor-Studiengangs Hebammenwissenschaft sind an hiesigen Krankenhäusern im Einsatz. Das Studium dauert dreieinhalb Jahre.

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Studentinnen des neuen Bachelorstudiengangs Hebammenwissenschaft an der Hochschule Osnabrück haben jetzt ihre erste Praxisphase an Krankenhäusern der Region gestartet. Sie wurden von Vertretern der Krankenhäuser in Vechta, Cloppenburg und Lohne begrüßt. Foto: Meier

Studentinnen des neuen Bachelorstudiengangs Hebammenwissenschaft an der Hochschule Osnabrück haben jetzt ihre erste Praxisphase an Krankenhäusern der Region gestartet. Sie wurden von Vertretern der Krankenhäuser in Vechta, Cloppenburg und Lohne begrüßt. Foto: Meier

Sechs Hebammen des neuen Bachelorstudiengangs Hebammenwissenschaft an der Hochschule Osnabrück haben jetzt ihre erste Praxisphase an Krankenhäusern der Region begonnen. Drei angehende Hebammen starteten am St.-Marienhospital Vechta, zwei am St.-Josefs-Hospital Cloppenburg und eine am St.-Franziskus-Hospital Lohne.

Studium dauert dreieinhalb Jahre

Das Studium dauert dreieinhalb Jahre. Es besteht aus einem theoretischen wissenschaftlichen und einem praktischen Teil. In diesem sammeln die Studentinnen erste Erfahrungen im Kreißsaal. Während des dualen Studiums sind sie bei Krankenhäusern in der Region angestellt. Dazu wurde eine Kooperation mit der Schwester-Euthymia-Stiftung geschlossen. Die Nachfrage nach einem Studienplatz war groß an der Hochschule Osnabrück.

Aufwertung durch Bachelor-Abschluss

„Durch den wissenschaftlichen Abschluss – den Bachelor – wird der Hebammen-Beruf aufgewertet“, sagt Petra Köhler, Praxiskoordinatorin des Studiengangs Hebammenwissenschaft an der Hochschule Osnabrück. Auch die angehenden Hebammen freuen sich, dass es die Studienmöglichkeit gemeinsam mit den Krankenhäusern gibt: Man könne mit dem Bachelorabschluss dann auch im europäischen Ausland arbeiten, was bisher nicht möglich gewesen sei.

"Die Kooperation kann einen Beitrag dazu leisten, dem Hebammenmangel hier im ländlichen Raum entgegenzuwirken."Aloys Muhle (Geschäftsführer St.-Marienhospital Vechta)

„Wir freuen uns sehr über die Kooperation“, sagt Aloys Muhle (Geschäftsführer St.-Marienhospital Vechta), der die Studentinnen gemeinsam mit Thomas Meyer (Geschäftsführer St.-Franziskus-Hospital Lohne), Pflegedirektor Wilfried Schlotmann vom St.-Josefs-Hospital Cloppenburg, Pflegedirektorin Annedore Dierksen (Vechta/Lohne) sowie Silke Tangemann (Pädagogische Leitung Hebammenstudenten Schwester-Euthymia-Stiftung) begrüßte: „Die Kooperation kann einen Beitrag dazu leisten, dem Hebammenmangel hier im ländlichen Raum entgegenzuwirken.“ Für die Krankenhäuser der Schwester-Euthymia-Stiftung sei die Kooperation eine große Chance.

Erst Theorie, dann Praxis

Die Studierenden sind insgesamt dreieinhalb Jahre in den Häusern. Im ersten Semester haben sie vorwiegend theoretischen Unterricht und dann vier Wochen Praxis im Januar, Juli und September. Zurzeit gibt es in Deutschland sowohl das Studium als auch für einen Übergangszeitraum die klassische Hebammenausbildung. Der Bachelorabschluss ist auch gleichzeitig das Hebammenexamen.

Grundlagen der Forschung werden vermittelt

Inhalte des Studiums sind Grundlagen und Vertiefungen für physiologische Verläufe und spezifische Betreuungsbedarfe in der Lebensphase von Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und früher Elternzeit sowie Frauen- und Kindergesundheit, Gesundheitskompetenz, Übergangsprozesse und Erkrankungen in der reproduktiven Lebensphase. Auch die hebammengeleitete, familienorientierte und interdisziplinäre Gestaltung von Betreuungs- und Versorgungsprozessen gehört dazu. Außerdem werden Grundlagen der Hebammenforschung vermittelt.

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