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Häusle-Bauer dürfen sich freuen: In Damme entstehen 169 neue Bauplätze

5 neue Baugebiete werden bis Ende des Jahres für die Vermarktung bereitstehen. 3 davon bietet die Stadt an. Die beiden anderen werden von privater Seite angeboten.

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Hier rücken bald die großen Maschinen an: 16 Grundstücke im neuen Gewerbegebiet an der Hunteburger Straße sind vergeben. Die Gesamtfläche beträgt 11 Hektar, 6 davon befinden sich im städtischen Eigentum.  Foto: Lammert

Hier rücken bald die großen Maschinen an: 16 Grundstücke im neuen Gewerbegebiet an der Hunteburger Straße sind vergeben. Die Gesamtfläche beträgt 11 Hektar, 6 davon befinden sich im städtischen Eigentum.  Foto: Lammert

3 neue Wohnbaugebiete will die Stadt Damme in diesem Jahr erschließen und vermarkten. Hinzu kommen 2 Baugebiete, in denen private Anbieter Bauplätze verkaufen. Insgesamt handelt es sich um 169 Baugrundstücke.

Diese Zahl nannte Rolf Mähler, Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen im Dammer Rathaus, bei der jüngsten „Aktuellen Stunde“ der Stadtverwaltung für die örtliche Wirtschaft.

Der Stand der Planungen für die von der Stadt ausgewiesenen Baugebiete ist:

Das Bauleitverfahren für das Gebiet "Holter Kapelle" mit seinen 20 Plätzen, das gegenüber dem Wohngebiet Auwinkel liegt, soll im Mai abgeschlossen sein. Die Erschließung, unter anderem mit dem Verlegen der Ver- und Entsorgungsleitungen sowie dem Bau der Baustraßen, soll im Sommer, die Vermarktung der einzelnen Bauplätze im Herbst, starten.

"Auf dem Kirchesch" wird im Herbst vermarktet

Für das Baugebiet "Auf dem Kirchesch" in Osterfeine an der Bergfeiner Straße will die Stadtverwaltung nach Angaben Rolf Mählers die Erschließungsarbeiten jetzt ausschreiben. Sie sollen im Frühjahr oder Sommer beginnen. Auch hier ist die Vermarktung für den Herbst ins Auge gefasst.

Mit 23 Grundstücken ist das Baugebiet "Rottinghauser Straße III" ähnlich groß wie das bei der Siedlung Auwinkel. Der Erschließungsauftrag ist nach Worten Rolf Mählers erteilt. Die Vermarktung soll nach den Sommerferien beginnen.

Das neue Baugebiet "Westlich der Bahn" mit seinen 70 Bauplätzen vermarktet die Volksbank Dammer Berge. Die Erschließung sei im Sommer geplant, sagte der Fachbereichsleiter. Das Besondere bei diesem Gebiet sei: Die Wärmeversorgung der Gebäude werde ausschließlich über Wärmepumpen erfolgen. In diesem Punkt arbeiteten die Klimaagentur, die Stadt und die Volksbank eng zusammen.

Stadt übernimmt am Steinbrink die Erschließungskosten

Nach dem inzwischen abgeschlossenen Umlegungsverfahren stehen im Gebiet "Westlich der Steinfelder Straße" zwischen der Straße Steinbrink und der Steinfelder Straße 22 Bauplätze bereit, die die Privateigentümer verkaufen. Die Stadt übernimmt die möglichst bis Ende August beendeten Erschließungsarbeiten und deren Kosten, die sie wiederum den Eigentümern in Rechnung stellt.

Sehr zufrieden zeigte sich Rolf Mähler auch mit dem Fortschritt beim neuen Gewerbegebiet an der Hunteburger Straße im Bereich des Kreisverkehrs, von dem als Haupterschließungsstraße dieser Fläche der erste Teil der Ostumgehung abzweigt.

Insgesamt ist das Gewerbegebiet 11 Hektar groß, etwa 6 Hektar davon gehören der Stadt. Alle Grundstücke sind vergeben, insgesamt 16 Betriebe werden sich ansiedeln.

Für die Ostumgehung hat die Stadt 8,1 Hektar gekauft

In dem Zusammenhang sagte Rolf Mähler weiter, in diesem Jahr solle die Detailplanung für den nächsten Abschnitt der Ostumgehung bis zur Borringhauser Straße beginnen. Die Stadt habe dafür 8,1 Hektar an Fläche erworben. Der Bau dieses Abschnittes, der für viele Unternehmen wichtig sei, solle im übernächsten Jahr erfolgen.

Fortschreiben möchte die Stadtverwaltung das 2016 erstellte Zentren- und Standortkonzept. Es regelt unter anderem, Geschäfte welcher Branchen sich ausschließlich in der Innenstadt ansiedeln dürfen und welches Warensortiment auch außerhalb von ihr gehandelt werden darf. Nach einer Änderung des Landesraumordnungsprogramms ist großflächiger Einzelhandel nur noch in einer sogenannten städtebaulich integrierten Lage zulässig.

Es lägen Bauanträge der Unternehmen Netto, Lidl und Famila wegen ihrer Geschäfte vor. Ihnen könne die Politik nur nach einer Änderung des Standort- und Zentrenkonzeptes entsprechen.
Zudem werde es im Rahmen dieser Debatte auch darum gehen, ob die Politik zukünftig in der Innenstadt in bestimmten Bereichen wie etwa der Kolpingstraße im Erdgeschoss von Gebäuden Wohnungen zulassen möchte.

Steuereinnahmen sind noch "auskömmlich"

Kämmerer Werner Fischer teilte mit Blick auf die Entwicklung der städtischen Finanzen auch hinsichtlich der Corona-Pandemie mit, die kommenden Jahre würden schwierig, aber die Basis sei noch immer solide. Die Stadt habe sich seit 2010 kontinuierlich entschuldet. Ende 2021 werde der Schuldenstand bei 2,5 Millionen Euro liegen.

Allerdings könnte er deutlich steigen, wenn alle Investitionen, für die Kreditermächtigungen vorliegen, tatsächlich erfolgen. Die Summe der Kreditermächtigungen beläuft sich auf rund 3,9 Millionen Euro.

Noch seien auch die Steuereinnahmen "auskömmlich". So hat der Kämmerer für 2021 Gewerbesteuereinnahmen von 103 Millionen Euro veranschlagt, rund 2 Millionen weniger als 2019. Wie sich die Einnahmen aber 2022 entwickeln, bleibe wegen der Pandemie abzuwarten.

Hohe Aufwendungen hat die Stadtverwaltung im vergangenen und in diesem Jahr nach Worten Werner Fischers für die digitale Ausstattung der Schulen in ihrer Trägerschaft vorgesehen. Von den fast 730.000 Euro an Fördermitteln aus dem Digitalpakt Schule seien bislang bereits 346.000 Euro bewilligt.

Weitere Anträge würden folgen. Das Land Niedersachsen habe aus seinem Sofortausstattungsprogramm 61.000 Euro bewilligt. Zudem habe die Stadt rund 187.000 Euro bereitgestellt.

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