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Haus St. Benedikt rüstet sich für die Zukunft

Immer mehr ältere Menschen mit Demenz werden in Seniorenheimen gepflegt – so auch in Visbek. Das Haus St. Benedikt wird deshalb erweitert, um den Bedürfnissen der Bewohner gerecht zu werden.

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Inmitten der Baustelle: Cornelia Ostendorf (St.-Hedwig-Stiftung, von links), Antonius Mönnig (Förderverein), Pflegedienstleiterin Elisabeth Willenborg, Dr. Bernward Wefer (Förderverein), Bürgermeister Gerd Meyer und Bernd Mekelnborg (Sozialstation Nordkreis Vechta) sind froh, dass die Erweiterung umgesetzt wird. Foto: C. Meyer

Inmitten der Baustelle: Cornelia Ostendorf (St.-Hedwig-Stiftung, von links), Antonius Mönnig (Förderverein), Pflegedienstleiterin Elisabeth Willenborg, Dr. Bernward Wefer (Förderverein), Bürgermeister Gerd Meyer und Bernd Mekelnborg (Sozialstation Nordkreis Vechta) sind froh, dass die Erweiterung umgesetzt wird. Foto: C. Meyer

Die ersten Pflastersteine sind schon entfernt, Bauzäune aufgestellt – am Haus St. Benedikt in Visbek tut sich etwas. Wie die Geschäftsführerin der Vechtaer St.-Hedwig-Stiftung, Cornelia Ostendorf, wissen lässt, wird das Senioren- und Pflegeheim erweitert. Aktuell gibt es 44 Pflegeplätze. Nach den Baumaßnahmen sollen 54 zur Verfügung stehen.

Nötig wird die Erweiterung nach Angaben Ostendorfs nicht nur wegen der gestiegenen Nachfrage nach Pflegeplätzen allgemein. Vor allem der Pflegebedarf für demenziell Erkrankte wird immer größer, stellt sie fest. Deswegen findet eine „bauliche Anpassung an das Hausgemeinschaftskonzept“ statt, wie Ostendorf sagt.

So werden unter anderem 4 zusätzliche Pflegeplätze im Innenhof geschaffen. Dieser neu angelegte Trakt sorgt für eine Verbindung innerhalb des Hauses und verkürzt zudem die Laufwege der Mitarbeitenden. Weiterhin ist bislang der Zugang im hinteren Bereich der Einrichtung offen. Heißt: Der Garten lässt sich zum einen von außen ungehindert betreten und zum anderen vor allem leicht verlassen. Dieser Bereich wird geschlossen und es werden an dieser Stelle ebenfalls zusätzlich 2 Zimmer sowie ein Gemeinschaftsraum geschaffen. Somit entsteht im gesamten Haus ein Rundlauf. Dadurch können sich insbesondere demenziell Erkrankte „frei bewegen, ohne auf Türen zu stoßen“, sagt Cornelia Ostendorf. Der Garten ist künftig nur noch vom Gebäude aus zu erreichen.

Aufenthaltsqualität im Garten erhöhen

Durch die zusätzlichen Pflegeplätze im Bereich des Innenhofs gibt es künftig zwei Gärten. Diese stehen den Senioren durchgängig offen, wie Ostendorf erklärt. „Es wirkt beruhigend auf die Bewohner, wenn man zu jeder Zeit nach draußen kann.“ Der bislang große Garten wird durch den neuen Trakt in der Mitte in 2 jeweils kleinere aufgeteilt.  Durch die geringere Größe können die Mitarbeitenden leichter die Übersicht über die Personen, die sich draußen aufhalten, behalten. Da die Gärten in sich geschlossen sind, sind insbesondere Demenzerkrankte geschützt.

Um die Aufenthaltsqualität im Garten zu erhöhen, bemüht sich der Förderverein Haus St. Benedikt Visbek intensiv um eine altengerechte Gestaltung, wie der erste Vorsitzende Dr. Bernward Wefer wissen lässt. Der Garten soll möglichst mit allen Sinnen erlebt werden können. Das kann das Anpflanzen von bestimmten Pflanzen sein oder auch die Unterbringung von Tieren wie beispielsweise Hühnern. Der Förderverein unterstützt die Baumaßnahmen am Haus finanziell und ist auch in den Planungen eingebunden.

Akustik im Haus wird verbessert

Neben der Maßnahmen im Bereich des Gartens wird auch an den 4 Ecken des Gebäudes angebaut und jeweils ein weiterer Pflegeplatz geschaffen. Die Baumaßnahme ist möglich, ohne dass das der Alltag der Einrichtung groß beeinträchtigt wird. Umzüge von Bewohnerinnen und Bewohner seien nicht erforderlich, erklärt Ostendorf. Die bereits vorhandenen Zimmer und Büroräume bleiben unverändert.

Aufgeteilt ist die Einrichtung somit künftig in 4 Hausgemeinschaften. Die beiden großen Gemeinschaftsräume, die es bislang auf beiden Seiten des Gebäudes gibt, werden jeweils zweigeteilt. Im vorderen Bereich des St-Benedikt-Hauses gibt es dann jeweils 2 Hausgemeinschaften mit jeweils 11 Bewohnerinnen und Bewohnern. Jede Hausgemeinschaft hat einen eigenen Gemeinschaftsraum. Im hinteren Bereich gibt es dann 2 Hausgemeinschaften mit jeweils 16 Bewohnerinnen und Bewohnern. Dort wird es insgesamt 3 Gemeinschaftsräume geben.

Im Zuge der Baumaßnahmen wird das Brandschutzkonzept modernisiert, sagt Cornelia Ostendorf. Darüber hinaus soll der Eingangsbereich neu gestaltet werden sowie die Akustik im gesamten Gebäude verbessert werden. Dafür werden Akustikdecken eingebaut und eigene Spülräume eingerichtet. „Dadurch wird es für die Bewohnerinnen und Bewohner ruhiger und wohnlicher“, sagt die Geschäftsführerin der St.-Hedwig-Stiftung.

Die Baumaßnahmen beginnen im Außenbereich des Hauses, später erfolgt der Durchbruch zum Haus, erklärt Ostendorf. Die Fertigstellung wird für Januar 2022 erwartet.

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