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Haus Bethanien: Die Kontaktstelle ist wieder ein Anlaufpunkt

Das Haus Bethanien öffnet wieder seine Tore. Das Café und die Kontaktstelle für psychisch kranke Menschen schafft mittwochs und sonntags Begegnungen.

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Für den Service zuständig: (von links) Barbara Theuerkauf, Christine Hammann und Dr. Christian Lüken. Foto: Landwehr

Für den Service zuständig: (von links) Barbara Theuerkauf, Christine Hammann und Dr. Christian Lüken. Foto: Landwehr

Nun ist das Café in der Kontaktstelle für psychisch kranke Menschen und ihre Angehörigen und Freunde im Haus Bethanien an der Kirchhofstraße erst einmal wieder an Sonntagen und am Mittwoch geöffnet. "Ohne dass wir das groß angekündigt haben, waren am Sonntag beim Probelauf bereits 28 Personen in unserem Café zu Gast. Sie können sich nicht vorstellen, wie wir uns darüber freuen, dass wir uns wieder treffen können", so Dr. Christian Lüken, der als Geschäftsführer der Kontaktstelle und des Krisendienstes im Landkreis Cloppenburg ehrenamtlich tätig ist.

"Ich bin heute zum ersten Mal wieder hier", freut sich auch Barbara Theuerkauf. Die 65-jährige ehemalige Erzieherin ist hier ebenfalls ehrenamtlich tätig. "Ich koche Kaffee, ich bediene die Gäste oder ich achte darauf, dass im Haus die Regeln eingehalten werden", erzählt sie. Für sie sei es gut, etwas tun zu können. Sie lebe allein. Ihre Kinder wohnten mit ihren Familien weit entfernt. "Hier kann ich mich einbringen, ohne Druck zu haben. Es gibt hier immer viel Unterhaltung, ich habe Kontakt und kann Kontakte knüpfen. Außerdem bleibt man auch geistig fit", so Barbara Theuerkauf.

Seit dem 13. März 2020 war das Tagescafé der Kontaktstelle im Haus Bethanien zunächst wegen der Corona-Beschränkungen geschlossen. Im Sommer war es kurzzeitig und für eine beschränkte Personenzahl wieder geöffnet, bevor es im Oktober 2020 wieder schließen musste. "Den Betroffenen unserer Einrichtung fehlt der persönliche Kontakt und die Wertschätzung, die sie bei uns erfahren. Aber ihnen fehlen auch die Gespräche in dieser Corona-Zeit. Denn viele Gäste leben allein", hat Dr. Christian Lüken erfahren.

Neue Öffnungszeiten: sonntags von 10 bis 17 Uhr, mittwochs von 16 bis 19 Uhr

Deshalb hat das Tagescafé nun wieder an Sonntagen von 10 bis 17 Uhr und am Mittwoch von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Während der Corona-Pandemie habe die Tagesstätte des Gemeindepsychiatrischen Zentrums die Räumlichkeiten genutzt. Das werde sich in nächster Zeit wieder ändern. "Wir wollen demnächst wieder, wie vor Corona, an 365 Tagen im Jahr geöffnet haben", so Lüken. "Denn neben dem Tagescafé gibt es in unserer Einrichtung auch einen Fernsehraum, einen Kickertisch, eine Dartscheibe, ein Internetcafé, Karten- und Gesellschaftsspiele und eine 'Raucher-Oase'".

Seit dem 12. Juli hat auch wieder das Sportangebot des Vereins begonnen. Ab 19 Uhr treffen sich Interessierte zusammen mit Sportlehrerin Theresia Weß im Hof der Einrichtung. Unter dem Motto: "Bewegung hält gesund" können die Teilnehmenden etwas für die Fitness tun.

In der Vor-Corona-Zeit besuchten zwischen 40 und 50 Personen täglich die Kontaktstelle. "Der Bedarf ist da. Die Menschen brauchen diesen zentralen Anlaufpunkt. Wir streben wieder die 7-Tage-Öffnung an. Ich hoffe, dass alles bald wieder ganz normal ist", so Geschäftsführer Dr. Christian Lüken.

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