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Harkebrügger Grundschüler erleben Hühner "federnah"

Die Kinder der Natur-AG der Grundschule "Junker Harke" kümmern sich um vier Hennen namens Sophie, Natalie, Lisa und Gertrud.

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Zeigen ihre Tierliebe: Die Schüler der Natur-AG kümmern sich um ihre neuen gefiederten Freunde. Foto: Passmann

Zeigen ihre Tierliebe: Die Schüler der Natur-AG kümmern sich um ihre neuen gefiederten Freunde. Foto: Passmann

Hühner „federnah“ erleben – das ist seit einigen Wochen und Monaten an der Grundschule „Junker Harke“ in Harkebrügge möglich. Die Grundschule wurde um eine Hühnerschule erweitert, die mittlerweile von vier Hühnerdamen besucht wird. „In der Hühnerschule bekommen nicht die Hühner etwas beigebracht, sondern die Kinder können hier etwas über die Tiere lernen“, sagt Rektorin Nicole Baran. Nicht nur das Thema Huhn stehe im Mittelpunkt, sondern auch die Lebensmittel, Fleisch und Eier, die Menschen von ihnen bekommen, werden im Unterricht behandelt, so Baran.

Um die Hühnerschaar kümmert sich eine aus 12 Schülern bestehende Natur-AG unter der Leitung von Lehrerin Kerstin Claaßen. „Die Idee, eine Hühnerschule ins Leben zu rufen, hatten die Mädchen und Jungen der Klasse 2a“, erzählt Claaßen. Schon 2021 reifte der Gedanke, an der Schule Federvieh zu erhalten. Das Projekt fiel auf fruchtbaren Boden, konnte damals aber wegen der Vogelgrippe nicht an den Start gehen.

Nun konnten die Hühner endlich einziehen. Mathe oder Deutsch haben sie nicht zu lernen. Die vier Damen haben nur eine Aufgabe, und zwar das Eierlegen. „Das tun sie fleißig. Jeden Tag befinden sich vier Eier in den Nestern“, so Claaßen. Die Nachfrage nach den Eiern sei bei den Schülern, Eltern und dem Hausmeister sehr groß. Kaufmännisch nicht gerade ein lukratives Geschäft, aber der eine oder andere Euro wandere schon in die Schulkasse, berichtet Kerstin Claaßen.

Schüler der AG kümmern sich um die vier Hühner

Die vier Hühnerdamen haben auch Namen: Sophie, Natalie, Lisa und Gertrud. „Die Namensvorschläge kamen von den Schülern der AG und letztlich haben dann alle darüber abgestimmt“, sagt Schulleiterin Nicole Baran. Die Hühnerhaltung bringt einige Aufgaben mit sich. Jeden Montag kümmern sich die Schüler der AG um die Sauberkeit in der Hühnerschule; jeden Tag wollen die Hühner auch mit Futter und Wasser versorgt werden. Das tägliche Eiereinsammeln bereitet den Kindern viel Freude. Das übernehmen die AG-Mitglieder abwechselnd.

Die Wohnung des Federviehs ist durchaus luxuriös. Neben einem kleinen Hühnerhaus gibt es einen großzügigen Auslauf, wo die vier Damen im Sand scharen können. Der Stall hat eine Beleuchtung und eine Kamera überwacht die Tiere – sogar Jalousien sind eingebaut, die automatisch heruntergelassen werden können. Erbaut haben die Eltern der Kinder die Hühnerschule. „Das ganze Dorf hat quasi mitgewirkt, zum Beispiel mit einer Spende – sei es für Futter, die Elektrik, die Einzäunung oder das Holzmaterial“, sagt Baran.

  • Info: Am Freitag (13. Mai) gibt es ein Schulfest. Von 15 bis 18 Uhr sind alle eingeladen, die Grundschule zu besuchen. Im Mittelpunkt steht die offizielle Begrüßung und „Einschulung“ der Hühner.

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