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Habelschwerdter Straße: Schwarzer Spedition zahlt für Gehweg

Das Steinfelder Transport- und Logistikunternehmen baut in Kürze seine Toranlagen um. Im Zuge der Arbeiten werden in Abstimmung mit der Gemeinde auch Teile des Gehwegs auf Kosten des Betriebs saniert.

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Aufgeplatzter Asphalt, beschädigtes Pflaster: Der Zustand der Habelschwerdter Straße ist schon länger schlecht, die Fahrbahn wurde und wird durch den dortigen Schwerlastverkehr arg in Mitleidenschaft gezogen. Ein Verursacher ist die Lkw-Flotte der Spedition Schwarzer. Foto: Timphaus

Aufgeplatzter Asphalt, beschädigtes Pflaster: Der Zustand der Habelschwerdter Straße ist schon länger schlecht, die Fahrbahn wurde und wird durch den dortigen Schwerlastverkehr arg in Mitleidenschaft gezogen. Ein Verursacher ist die Lkw-Flotte der Spedition Schwarzer. Foto: Timphaus

Im Zwist um den teilweise abgängigen Zustand der Habelschwerdter Straße in Steinfeld scheint ein Kompromiss erzielt. Wie die Gemeinde Steinfeld auf Anfrage von OM online mitteilt, baut die Firma Schwarzer Spedition in Kürze in Abstimmung mit der Kommune ihre Toranlagen, also die Ein- und Ausfahrt zum Betriebsgelände, um. Im Zuge dieser Arbeiten werden nach Angaben der Verwaltung auch Teile des Gehwegs von dem Transport- und Logistikunternehmen auf dessen Kosten instand gesetzt.

Der Zustand der Habelschwerdter Straße ist schon länger schlecht, die Fahrbahn wurde und wird durch den dortigen Schwerlastverkehr arg in Mitleidenschaft gezogen. Ein Verursacher ist die Lkw-Flotte der Spedition Schwarzer.

Insbesondere die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) hatte in der Vergangenheit immer wieder auf die Schäden hingewiesen und von der Gemeinde verlangt, dass der Betrieb in Regress genommen werde. Zuletzt forderte auch die CDU-Fraktion in Person ihres Vorsitzenden Peter Harpenau ein "gutes Eingangstor/Blickfeld" in das Gewerbegebiet – ohne kaputte Zu- und Auffahrten, die dann "im Nachgang von Steuergeldern saniert werden müssen".

Sanierungsarbeiten müssten alsbald starten

Vor etwa einem halben Jahr hatte Bürgermeisterin Manuela Honkomp dann im Zuge der Diskussion über den Verkauf einer 3,157 Hektar großen Gewerbefläche an der Handorfer Straße eingangs des Gewerbegebietes am Rouen Kamp an die Schwarzer Spedition angekündigt, dass Gemeindeverwaltung und Logistikbetrieb vereinbart hätten, die Schäden gemeinsam "nachhaltig" zu beheben.

Dieser Plan soll nun umgesetzt werden. Nach Angaben der Gemeindeverwaltung sei der Beginn für den Umbau der Toranlagen aufgrund der Lieferfristen für Mitte/Ende Februar vorgesehen. Die Arbeiten im Einfahrtsbereich müssten also alsbald starten.

Was passiert mit dem hinteren Teil des Gehwegs?

Doch reicht das? Laut Aussage des UWG-Ratsherrn Christian Katzer hatte sich die Situation an der Straße jüngst weiter verschlechtert. Mittlerweile seien Schäden nicht nur an der Einfahrt, sondern auch im Umfeld der Betriebshalle deutlich sichtbar. Seiner Aussage nach würden "der Gehweg, die Bordanlage munter befahren".

Aus dem Rathaus heißt es dazu: Der Umstand, dass der Gehweg teilweise von unterschiedlichen Verkehrsteilnehmern befahren wird, sei der Gemeinde bekannt. "Aus Sicht der Gemeinde ist jetzt mit der Firma Schwarzer eine gute und akzeptable Lösung gefunden." Für den hinteren Teil des Gehwegs sei aktuell keine Sanierung vorgesehen. "Im Falle einer Sanierung wird die Gemeinde mit der Firma Schwarzer über eine Kostenbeteiligung sprechen."

"Die Straße ist dem öffentlichen Verkehr gewidmet und wird nicht nur von einem Unternehmen genutzt."Gemeindeverwaltung Steinfeld

Auf Nachfrage, wieso die Gemeinde es überhaupt zulasse, dass eine mit Steuermitteln finanzierte Straße durch den Schwerlastverkehr eines einzelnen Betriebs in weiten Teilen beschädigt werde und warum die Gemeinde nicht stärker auf eine rasche Behebung der Schäden beziehungsweise einen finanziellen Ausgleich eingewirkt habe, heißt es: "Die Straße ist dem öffentlichen Verkehr gewidmet und wird nicht nur von einem Unternehmen genutzt."

Die Gemeinde setze nun auf die Behebung der Schäden durch Schwarzer. Mit der Umgestaltung der Toranlage, die zu besseren Ein-und Ausfahrtbedingungen für Lkw führe, "sollte sich auch dauerhaft und nachhaltig der sanierte Zustand der Bord- beziehungsweise Nebenanlagen festigen".

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