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Grundschüler nehmen Jugend-Angebote gut an

Im Mai wurde in Langförden ein Jugendbüro etabliert. Zunächst sollte der Bedarf ausgelotet werden. Vor allem die Grundschüler waren heiß auf die neuen Angebote.

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Spiel und Spaß in Langförden: Einige Kinder sitzen mit Jugendbüro-Mitarbeiter Hendrik Hinrichs (blaues T-Shirt, links) auf dem Schulhof der Langfördener Grundschule. Foto: Kessen

Spiel und Spaß in Langförden: Einige Kinder sitzen mit Jugendbüro-Mitarbeiter Hendrik Hinrichs (blaues T-Shirt, links) auf dem Schulhof der Langfördener Grundschule. Foto: Kessen

Seit 3 Monaten hat das neue Jugendbüro in Langförden geöffnet – Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen. "Wir sind auf einem sehr guten Weg, ein bedarfsgerechtes Angebot für Langförden zu schaffen", findet Erste Stadträtin Sandra Sollmann. Es sei aber gar nicht so einfach "herauszukitzeln", wo genau der Bedarf eigentlich ist.

Um das herauszufinden, betrachtet die Stadt die ersten Monate des Jugendbüros als eine Art "Pilotphase". Untergebracht ist das Büro in einem Nebengebäude der Grundschule, direkt über der Großtagespflegestelle. "Wir wollten in den ersten Monaten erstmal gucken, worauf die Kids eigentlich Bock haben", erklärt Sebastian Krause, Einrichtungsleiter des Gulfhauses Vechta und bei der Stadt zuständig für die Jugendarbeit.

Grundschulkinder nehmen das Angebot gut an

Verantwortlich für das Jugendbüro sind Bernd Bücker und Hendrik Hinrichs von der Stellwerk Zukunft GmbH, einer freien Trägerin der Familien- und Jugendhilfe, die schon häufiger mit der Stadt Vechta kooperiert hat. Krause verrät: "Es hat zügig geklappt, die Dritt- und Viertklässler in Sachen Jugendarbeit abzuholen." Das hänge "natürlich" mit der räumlichen Nähe zur Grundschule zusammen. Immer Freitags von 13 bis 15 Uhr habe das Jugendbüro geöffnet: "Es sind regelmäßig 20 bis 25 Kinder da", freut sich Krause.

Dann werde draußen Fußball gespielt oder drinnen gekickert und Playstation gezockt. "Außerdem wurde die 'Take it and make it'-Aktion der Kreisjugendpflege durchgeführt." Dort hätten die Kinder kreative Kisten bekommen, die Rezepte, Bastelanleitungen und Rätsel enthielten. "Gut angenommen" wurde zudem das erste eigene Ferienprogramm für Langförden: "Es war eine Mischung aus Angeboten der Langfördener Vereine und des Jugendbüros", so Krause. Insgesamt seien es 20 Aktionen verteilt über 6 Wochen gewesen.  

Wenig Resonanz bei den Jugendlichen

Nicht so große Resonanz gebe es hingegen bei den Jugendlichen: "Es ist eine richtige Herausforderung, diese Zielgruppe zu erreichen", meint Krause. Sie würden schon auf weiterführende Schulen in Vechta gehen und seien dort in Vereinen oder Gruppen eingebunden. "Wir sollten daraus aber nicht den Schluss ziehen, dass die Jugendlichen in Langförden keine Angebote brauchen", betont Krause.

Es sei jedoch durchaus eine Option, das Angebot auf die 8- bis 10-Jährigen auszurichten und die Angebote mit den Kindern mitwachsen zu lassen. "Um den richtigen Weg zu finden, müssen wir durch Gespräche mit den Jugendlichen herausfinden, ob und welcher Bedarf da ist", sagt Krause mit Blick in die Zukunft.

Kinder wünschen sich eine Ausweitung der Angebote

Seitens der Kinder im Grundschulalter, die die Angebote schon gut annehmen würden, sei der Wunsch nach einer Ausweitung da: "Sie würden gerne Freitags etwas länger bleiben und einen weiteren Tag in der Woche kommen können", berichtet Krause. Er halte dies für eine bemerkenswert realistische Einschätzung der Kinder. 

Ob das Angebot tatsächlich erweitert wird, ist eine politische Angelegenheit. Entsprechend zurückhaltend bleibt Sollmann: "Wir wollen das Angebot in Langförden auf jeden Fall verstetigen, inwieweit es weiter ausgebaut wird, müssen die Gremien entscheiden."

Räumlichkeiten nicht als Jugendraum geeignet

Eine weitere Frage ist, wie es mit den Räumlichkeiten über der Großtagespflegestelle weitergehen soll. "Den Kindern fehlt ein klassischer Jugendraum, in dem man mal ohne Eltern mit seinen Kumpels abhängen kann", beschreibt Krause. Es sei aber von vornherein klar gewesen, dass die Räumlichkeiten diesen Anforderungen auf Dauer nicht genügen: "Deswegen haben wir es auch nicht Jugendtreff genannt, denn es sollte nur eine erste Anlaufstelle sein."

Wie es mit dem Thema Jugendraum weitergehen soll, müsse politisch beraten werden. So viel stellt Krause aber schon klar: "Meiner Meinung nach dauert die Etablierung eines Jugendraumes in einer Kommune wie Langförden etwa 1 bis 3 Jahre." Das nächste Mal beraten wird das Thema im Ausschuss für Sport und Jugend am 29. September.

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