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Grundschule Garrel wechselt zum ganztägigen Betrieb

Zum aktuellen Schuljahr ist die Garreler Schule in den Ganztagesbetrieb gewechselt. Auch das Mensakonzept ist überarbeitet worden, die Genehmigung für den Neubau ist allerdings noch immer nicht da.

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Nutzen das Mensa-Angebot: Schüler der Grundschule Garrel genießen ihr Mittagsessen. Foto: Röben

Nutzen das Mensa-Angebot: Schüler der Grundschule Garrel genießen ihr Mittagsessen. Foto: Röben

Zum Start des laufenden Schuljahres ist die Garreler Grundschule nach einem langen Prozess zur Ganztagsschule geworden. Die Eltern und Schüler hätten das Angebot bislang gut angenommen, so Nicole Tiedeken, Rektorin der Schule. Von den rund 420 Schülern würden 170 Kinder die Möglichkeit in Anspruch nehmen, wiederum 150 davon seien Bestandteil des Mensaprogramms.

Die Mensa befindet sich vorübergehend in Containern, die an die Schule angebaut wurden. Kostenpunkt: 3100 Euro Miete pro Monat, zuzüglich Strom. Dies ist allerdings nur eine Übergangslösung, bis der Neubau für das Mensagebäude abgeschlossen ist. "Wir warten aktuell nur noch auf die Baugenehmigung", erklärte Garrels Bürgermeister Thomas Höffmann bei einem Pressegespräch vor Ort. Sobald diese erfolgt sei, rechne er mit einer Bauzeit von 2 Jahren, bis die Mensa einsatzbereit ist. Auch nach Fertigstellung des Neubaus werden die Container die Grundschule noch weiterhin begleiten. Die Verwaltung wird in den Komplex ziehen, sodass der aktuelle Verwaltungstrakt saniert werden kann.

BV Garrel kooperiert mit der Grundschule

Um die Anforderungen einer Ganztagsschule stemmen zu können, sei die Schule auf personelle Unterstützung angewiesen: In der Mensa gebe es drei neue Kräfte, zudem seien neue pädagogische Mitarbeiter eingestellt worden. Auch Kooperationen mit Vereinen, unter anderem mit dem BV Garrel, unterstützen bei der Bewältigung des Betriebs. Beispielsweise bietet der Verein Fußball am Nachmittag an. Ergänzt wird das Nachmittagsprogramm nach den Herbstferien mit weiteren festen Angeboten, zum Beispiel mit Bastel- und Spielaktionen. Bislang habe man mit dem Programm rotiert, um herausfinden zu können, was von den Kindern gut angenommen würde, so Tiedeken.

Die Grundschule in Garrel ist aktuell die einzige Ganztagsgrundschule in Garrel und Umland. Der Bedarf nach einer solchen Schulform  bestehe, dies würden unter anderem die Anmeldungen für das aktuelle Schuljahr belegen, die zu einem größeren Teil als in den Jahren zuvor aus Nachbardörfern stammten. Tiedeken erklärt den Anstieg mit dem Ganztagsangebot.

Bürgermeister Höffmann äußerte unterdessen die Vermutung, dass andere Grundschulen eventuell geschwächt werden könnten. Um dies zu verhindern, müsse man auf lange Sicht schauen, ob und wie auch an weiteren Schulen ein ganztägiger Schulbetrieb möglich sein könnte. Fest stehe für ihn allerdings in jedem Fall, dass nicht jede Schule eine eigene Mensa bekommen könne. "Das ist finanziell nicht umsetzbar", so Höffmann.

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