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Grundschule Cappeln ist komplett in Bewegung

Dank eines Sponsorenlaufs und mit Unterstützung des Fördervereins konnten acht Spielstationen nebst Betreuerteam gemietet werden. Die Kinder waren total begeistert.

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Hockey: Damit zwei Klassen gleichzeitig gegeneinander antreten konnten, waren mehrere Bälle im Spiel. Foto: Vorwerk

Hockey: Damit zwei Klassen gleichzeitig gegeneinander antreten konnten, waren mehrere Bälle im Spiel. Foto: Vorwerk

Geht es nach den Grundschülern in Cappeln, könnte der Sportunterricht vermutlich immer so aussehen. Hockey, ein Hindernisparcours, 2-Felder-Ball, Menschenkicker und sogar der Standweitsprung begeisterten die Mädchen und Jungen. Trixitt heißt das Angebot, das mit dem bereits vor 2 Jahren erlaufenen Geld aus einer Sponsorenveranstaltung sowie mit Unterstützung des Fördervereins angeheuert wurde. Das Unternehmen, von einem Sportlehrer gegründet, hat seinen Sitz in Bochum und bietet seine Dienste bundesweit an.

Meist sind es Studenten – häufig aus dem Bereich Sport – die das Team bilden, das morgens bei der Schule ankommt und die 8 Stationen aufbaut. "Sie begleiten den gesamten Tag, und wir als Schule haben relativ wenig damit zu tun", sagt Schulleiterin Christin Hartmann. "Dies ist mal etwas Anderes und gerade nach den Corona-Beschränkungen ein schönes Gemeinschaftserlebnis."

Weitsprung: Je nach geschaffter Distanz wurden Punkte vergeben. Foto: VorwerkWeitsprung: Je nach geschaffter Distanz wurden Punkte vergeben. Foto: Vorwerk

Das hätte es schon vor ein paar Wochen in Verbindung mit einem Schulfest sein sollen, doch damals waren zu starke Windböen angekündigt. Die einzelnen Stationen, die ähnlich wie Hüpfburgen aufgepumpt werden, hätten dem womöglich nicht standgehalten. Jetzt war das Kollegium froh, wenige Tage vor dem Ferienbeginn doch noch einen Termin gefunden zu haben.

1 Jahr ohne Schul- und Vereinssport in gewohnter Form, das hat den Kindern gefehlt. Sie seien zwar nicht zu kompletten Bewegungsmuffeln geworden, aber dass die Koordination darunter ein wenig gelitten hat, sei in einigen Fällen zu beobachten, so Hartmann. Am Montag war davon nicht unmittelbar etwas zu merken. Die Kinder feuerten einander lautstark an, sammelten Bälle oder warfen Körbe, um am Ende möglichst viele Punkte gesammelt zu haben. Wobei gar nicht unbedingt schnelle Zeiten gefragt waren. "Es geht nicht ums Gewinnen, sondern um faire und gerechte Wettkämpfe", stellte dann auch Leonard (10) klar.

Auch die Lehrer meistern den Parcours

Der Favorit der meisten Kinder: der Hindernisparcours. Wie die aus dem Fernsehen bekannten "Ninja Warrior" flogen sie geradezu über die Hindernisse, erklommen an Halteschlaufen einen Hügel und rutschten am Ende aus der Bahn heraus, um den Nachfolger in diesem Staffellauf abzuklatschen. Das ließen sich auch einige Lehrer nicht nehmen und stellten sich der Herausforderung. Geradezu ohrenbetäubend waren die Anfeuerungsrufe, auch wenn am Ende jeder Teilnehmer die gleiche Urkunde in den Händen hielt.

Besonders das letzte Hindernis hatte es in sich, urteilte Fabian, und Marten fand an dem Standweitsprung Gefallen. Justus hatte das Hockeyspiel für sich entdeckt, Theo nannte nach dem Parcours die Basketball-Station als zweitliebste Sportart. Auch wenn für alle 175 Kinder die gleichen Spielgeräte vorgehalten wurden, so zeigte sich besonders beim Körbewerfen, dass die Jüngsten dafür noch nicht groß genug waren. Ihrem Ehrgeiz schadete es allerdings nicht. Auf ausreichend Trinkpausen wurde geachtet und zur Halbzeit hatte das Trixitt-Team eine Choreografie vorbereitet und "Die Raupe" getanzt – mehr konnte in einen einzelnen sportlichen Vormittag nicht gepackt werden.

Und dies vermutlich nicht zum letzten Mal. "Es läuft riesig, bevor wir aber eine Entscheidung fällen, muss das Kollegium sich anschließend noch einmal zusammensetzen und ein gemeinsames Fazit ziehen", meinte die Schulleiterin im Gespräch mit der Redaktion. Denn nicht zuletzt ist auch die Finanzierung einer Wiederholung zu klären.

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