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Großer Waffenschein ist derzeit im Landkreis ein Mal vergeben

Wer eine Schreckschusspistole tragen will, benötigt ihn. Im Landkreis Cloppenburg spielt der Waffenschein aber keine so große Rolle. Die meisten Waffenbesitzer sind Jäger.

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Streng kontrolliert: Das Tragen einer Waffe ist in Deutschland nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Foto: dpa/Young

Streng kontrolliert: Das Tragen einer Waffe ist in Deutschland nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Foto: dpa/Young

Mehr als 4.400 Menschen im Landkreis Cloppenburg verfügen über eine Waffenbesitzkarte. Das geht aus einer Anfrage der Grünen im Kreistag hervor.  Bei den meisten dürfte es sich um Jäger handeln. Die Zahl der gültigen Waffenscheine ist nämlich deutlich niedriger. 

Wer eine Waffenbesitzkarte beantragen möchte, muss laut Gesetz mindestens 18 Jahre alt, waffenrechtlich zuverlässig und persönlich geeignet sein sowie die erforderliche Sachkunde besitzen. Er oder sie muss außerdem ein waffenrechtliches Bedürfnis – etwa die Jagdausübung – nachweisen. Einen Waffenschein benötigen Jäger nicht. Über den Jagdschein erhalten sie die Erlaubnis, eine Waffe zu führen – allerdings ausschließlich zum Zwecke der Jagd.

Anders ist es mit dem Waffenschein. Es gibt zwei Varianten. Den kleinen Waffenschein besitzen kreisweit 734 Personen. Er berechtigt zum Führen von Schreckschuss-, Reizstoff und Signalwaffen. Mit dem großen Waffenschein ist das Tragen einer Schusswaffe in der Öffentlichkeit erlaubt. Die Anforderungen dafür sind hoch und wurden in den vergangenen Jahren noch verschärft. Im Landkreis gibt es laut Behördenauskunft nur einen einzigen Berechtigten

Kreis sind keine Reichsbürger bekannt

Der Landkreis hat in den vergangenen 5 Jahren 11-mal einen Waffenschein oder eine Waffenbesitzkarte entzogen. Dies sei unter anderem aus versicherungstechnischen Gründen geschehen, hieß es. Verfahren wegen des Entzugs seien derzeit nicht anhängig.

Die Grünen wollten auch wissen, wie viele sogenannte Reichsbürger und Rechtsextreme dem Landkreis bekannt sind und wie viele von ihnen eine Waffenbesitzkarte haben. Es seien keine bekannt, lautete die Antwort. Reichsbürger erkennen die staatlichen Institutionen der Bundesrepublik nicht an und werden dem rechten bis rechtsextremen Lager zugeordnet.

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