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Gregor Möller-Reents leitet nun den Ambulanten Hospizdienst in Cloppenburg

Der bisherige Vorsitzende Norbert-Moormann tritt nach 12 Jahren im Amt nicht wieder an. In 4 Jahren wäre der Cloppenburger 80. Es sei gut, "wenn neuer Schwung in den Verein kommt", sagt er.

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Der neue Vorstand des Vereins Ambulanter Hospizdienst zusammen mit den ehemaligen Vorstandsmitgliedern: Rita Breuer (von links), Dr. Hans-Joachim Rüve, Dorothea Schulte, Hannelore Weß, Gregor Meyer-Reemts, Norbert Moormann, Renate Berg, Andreas Willenborg, Leni Kulschewski, Mike Bieder und Anne Götting.  Foto: Landwehr

Der neue Vorstand des Vereins Ambulanter Hospizdienst zusammen mit den ehemaligen Vorstandsmitgliedern: Rita Breuer (von links), Dr. Hans-Joachim Rüve, Dorothea Schulte, Hannelore Weß, Gregor Meyer-Reemts, Norbert Moormann, Renate Berg, Andreas Willenborg, Leni Kulschewski, Mike Bieder und Anne Götting.  Foto: Landwehr

Der Ambulante Hospizdienst hat einen neuen Vorsitzenden: Gregor Möller-Reemts. Denn nach 12-jähriger Tätigkeit stellte sich Norbert Moormann nicht wieder zur Wahl als 1. Vorsitzender des Vereins.

Die knapp 50 erschienenen Mitglieder wählten auf der Generalversammlung im Saal Taphorn Möller-Reemts zum Nachfolger. Für die ebenfalls aus dem Vorstand ausscheidende Leni Kulschewski wurde Andreas Willenborg als stellvertretender Schriftführer gewählt. "Es waren für unsere Arbeit 2 schwere Jahre. Wir haben viele Ideen entwickelt, um während der Corona-Pandemie zu zeigen, dass wir noch da sind. In einer Palliativsituation und in einer akuten Sterbesituation konnten wir begleiten", resümierte Koordinatorin Hildegard Meyer.

Vorsitzender Norbert Moormann mochte nicht erneut für eine Amtszeit kandidieren. "In 4 Jahren wäre ich dann 80. Es ist ganz gut, wenn neuer Schwung in den Verein kommt", begründete Moormann seinen Rückzug.

In Zukunft soll nur die Hälfte der Vorstandsposten neu gewählt werden

Wahlleiter Dr. Aloys Klaus lobte vor den Neuwahlen die Arbeit Moormanns. "Wir haben uns 2015 auf den Weg gemacht, das Hospiz 'wanderlicht' zu errichten. Da gab es auch kritische Momente, zum Beispiel, als das St.-Josefs-Stift plötzlich mit eigenen Plänen kam. Da gab es zwischen uns immer ein Vertrauensverhältnis." Auch die Vorstandsmitglieder Renate Berg und Hildegard Meyer lobten in Reimform Moormann, der mit Geduld und Geschick die Vorstandsarbeit geleitet habe. Der bisherige Vorsitzende sei ein Glücksgriff für den Verein gewesen.

Aus dem Vorstand verabschiedet wurde nach 7-jähriger Tätigkeit auch Leni Kulschewski als stellvertretende Schriftführerin. Bei den anstehenden Wahlen wurde Gregor Möller-Reemts ebenso einstimmig zum Vorsitzenden wie Dr. Hans-Joachim Rüve zum Kassenwart, Andreas Willenborg zum stellvertretenden Schriftführer und Dorothea Schulte zur 1. Beisitzerin gewählt.

In Zukunft soll jeweils die Hälfte der Vorstandsmitglieder gewählt werden, damit nicht plötzlich alle Vorstandsposten gleichzeitig besetzt werden müssen. Das sieht eine Satzungsänderung vor.

Wegen Corona: 2020 konnten weniger Seminare durchgeführt werden

Der bisherige Vorsitzende Moormann bedauerte, dass wegen der Corona-Beschränkungen 2020 keine Mitgliederversammlung habe stattfinden können, so dass jetzt die Rechenschaftsberichte für 2 Geschäftsjahre abgegeben wurden. Koordinatorin Hildegard Meyer erläuterte die Arbeit der Mitarbeiter. Von den 31 Mitarbeitern seien 2019 54 abgeschlossene Begleitungen, davon 11 häusliche, 34 in Pflegeheimen und 5 in Krankenhäusern sowie 5 Familienbegleitungen geleistet worden. Bei der Trauerbegleitung hätten 7 Begleiter 40 Einzelgespräche geführt.

Das Jahr 2020 sei zu einer Herausforderung geworden. "Wir hatten viele Ideen: Briefe schreiben, telefonieren, Lichter basteln. Wir wollten Zeichen setzen, dass wir noch da sind", so Hildegard Meyer. So seien 2020 32 abgeschlossene Begleitungen (19 stationäre und 7 häusliche sowie 5 Familienbegleitungen) organisiert worden. In der Trauerbegleitung seien 80 Gespräche geführt worden. Das Trauercafé allerdings musste geschlossen bleiben.

Schriftführerin Rita Breuer rief die Veranstaltungen 2019 in Erinnerung. So habe sich der Verein unter anderem am Heldensamstag und am 1. Stapelfelder Hospiztag beteiligt. Er habe einen Infostand beim Sommerfest des Seniorenheims Garrel und beim Cityfest in Cloppenburg sowie beim Lichterfest im Lokschuppen organisiert. In der Grundschule Lastrup wurde eine Projektwoche „Hospiz macht Schule“ und im St.-Josefs-Heim eine Gedenkfeier für Angehörige von Verstorbenen durchgeführt. 2020 konnten nur Seminare zur Sterbebegleitung bei Menschen mit Demenz, zum Umgang mit Trauernden und anderen Kulturen und Religionen und "Kinder trauern anders" sowie ein Filmabend durchgeführt werden.

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