Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Goldenstedter planen einen Biotopverbund

Die Weggenossenschaft Ambergen sowie der Hegering und die Gemeinde wollen die Biotope Herrenholz und Mühlenbach miteinander verbinden. Erste Kontakte gibt es.

Artikel teilen:
Setzen sich für Goldenstedter Biotopverbund ein (von links): Maria Buschenhenke (Naturschutzbeauftragte Gemeinde Goldenstedt), Johannes Almes (1. Vorsitzender Weggenossenschaft Ambergen), Ulrich Jakubowski (Naturschutzobmann Jäger), Rita Gelhaus, Christiane Lehmkuhl und Dr. Elisabeth Aka (alle drei Mitglieder der IGG). Foto: Heinzel

Setzen sich für Goldenstedter Biotopverbund ein (von links): Maria Buschenhenke (Naturschutzbeauftragte Gemeinde Goldenstedt), Johannes Almes (1. Vorsitzender Weggenossenschaft Ambergen), Ulrich Jakubowski (Naturschutzobmann Jäger), Rita Gelhaus, Christiane Lehmkuhl und Dr. Elisabeth Aka (alle drei Mitglieder der IGG). Foto: Heinzel

Maria Buschenhenke, die Klima- und Naturschutzbeauftragte der Gemeinde Goldenstedt, möchte einen „Goldenstedter Biotopverbund“ herstellen, das heißt „für Tiere Wege und Aufenthaltsräume schaffen“. Der Vorteil eines solchen Verbundes sei ein vergrößerter Lebensraum für die Tiere und die Möglichkeit, zwischen den einzelnen Biotopen hin- und herzuwandern. Darüber hinaus könnten Arten diese Verbundstrecken nutzen, um sich auszubreiten. In Goldenstedt bestünden nämlich derzeit hauptsächlich "Linienbiotope in der Agrarlandschaft", sprich Wegerandstreifen, weiß Buschenhenke. 

Zwecks Umsetzung hat die Klimaschutzbeauftragte mit der Weggenossenschaft Ambergen und dem Hegering Goldenstedt Partner gefunden. „Das ist der Anfang“, meint Maria Buschenhenke

Sie benennt 5 Wegerandstreifen, welche die Möglichkeit bieten würden, existierende Biotope zu verbinden. Konkret geht es um eine Verbindung des Herrenholzes mit dem Tal des Mühlenbaches. Das betreffe den Weg zum Quatmoor. Neben diesem Stück seien 4 weitere Bereiche ins Auge gefasst worden. Von dem genannten Pfad abzweigend, wäre dies der Verbindungsweg zur Ahornstraße, der Stieleichenweg, welcher an das Biotop des Landkreises angrenzt, der Pappelweg und die Verlängerung der Ahornstraße. Gemeint seien stets nur Teile der Wege; 200 bis 400 Meter vielleicht, erläutert Buschenhenke. Hinter der Aktion stünden bislang Vertreter der Jäger, Imker, der Gemeinde Goldenstedt, der Marienschule, der IGG, der Weggenossenschaft Ambergen und der Arbeitsgruppe Goldenstedt 2030.

Interessenvertreter treffen sich zum Ortstermin

Diese haben sich jetzt vor Ort einen ersten Eindruck verschafft. Mit dabei waren neben Maria Buschenhenke und Ulrich Jakubowski, der  Vorsitzende der Weggenossenschaft Ambergen,  Johannes Almes,   Rita Gelhaus, die Koordinatorin von Goldenstedt 2030, Christiane Lehmkuhl, Vorsitzende der Interessengemeinschaft für eine sinnvolle Gemeindegestaltung Goldenstedt (IGG) und an der Marienschule die Verantwortliche für die Umweltbildung sowie Dr. Elisabeth Aka, die 2. Vorsitzende der IGG.

Bislang ist am Weg zum Quatmoor ein Blühstreifen. Inzwischen gibt es hierzu alternative Ideen, wie etwa eine Streuobsthecke. Aktuell wird diskutiert – eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.Bislang ist am Weg zum Quatmoor ein Blühstreifen. Inzwischen gibt es hierzu alternative Ideen, wie etwa eine Streuobsthecke. Aktuell wird diskutiert – eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.

„Wir wollen schauen, was wir umsetzen können“, sagt Christiane Lehmkuhl. „Unter den vorhandenen Bedingungen“, ergänzt Dr. Elisabeth Aka. „Wir wollen Fronten auflösen – im Sinne der Natur“, fährt Rita Gelhaus fort. „Aktuell geht es darum, existierende und zur Verfügung gestellte Flächen zu optimieren“, sagt Naturschutzobmann Ulrich Jakubowski. Das betreffe hauptsächlich Wegerandstreifen.

„Wegerandstreifen sind nicht nur Blühstreifen“, sagt Christiane Lehmkuhl. „Mir geht es um Sträucher und Bäume“, sagt Johannes Almes. So könnte am Weg zum Quatmoor eine Streuobsthecke zusammen mit einer Kleegrasmischung gepflanzt werden. Das Kleegras lockere den Boden und „unterdrückt unerwünschte Wildkräuter wie etwa Disteln oder Ampfer“, erläutert Ulrich Jakubowski.

Der Naturschutzobmann betont darüber hinaus, wie wichtig es sei, „alle ins Boot“ zu holen – Landwirte und weitere Anlieger. Doch nicht nur die Bepflanzung sei ein Thema, sondern auch die Pflege. Die betroffenen Flächen seien entweder im Besitz der Gemeinde oder einer Weggenossenschaft – in diesem Fall Ambergen. Diese sei prinzipiell als Eigentümerin auch für die Pflege zuständig.

Pflanzaktion im Herbst? Finanzierung noch offen

Die Idee und der Wille zur Umsetzung sei vorhanden, heißt es bei dem Treffen immer wieder. Jetzt gelte es, die Details auszuarbeiten. Eine entsprechende Pflanzaktion könnte im Herbst durchgeführt werden. Die Finanzierung werde gerade geklärt.

Eine Möglichkeit sei, die Stiftung Umwelt und Naturschutz SUN anzusprechen. Dafür müsste man einen entsprechenden Förderantrag stellen. „Das geht fix, die sind schnell“, sagt Ulrich Jakubowski, der Naturschutzobmann des Hegerings Goldenstedt. Wichtig sei schlicht eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten, führt Jakubowski weiter aus. 

Jetzt neu! Moin Friesoythe! Der wöchentliche Newsletter für die Eisenstadt mit aktuellen News und Informationen. So verpassen Sie nichts mehr. Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach. Jetzt hier anmelden.  

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Goldenstedter planen einen Biotopverbund - OM online