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Gewobau-Projekt in Goldenstedt: In diesen Wohnungen sind die Energiepreise fix

Am Bussardweg entstehen aktuell zwei Mehrparteienhäuser. Zum Ende des Jahres sind sie bezugsfertig. Aufgrund hoher Energieunabhängigkeit bleibt die Miete verlässlich.

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Fast fertig: Die beiden Neubau-Projekte der Gewobau in Goldenstedt sollen zum Ende des Jahres bezogen werden können. Foto: C. Meyer

Fast fertig: Die beiden Neubau-Projekte der Gewobau in Goldenstedt sollen zum Ende des Jahres bezogen werden können. Foto: C. Meyer

Über steigende Energiepreise müssen sich Mieterinnen und Mieter, die ab November in die beiden neuen Gebäude der Vechtaer Gesellschaft für Wohnungsbau (Gewobau) am Bussardweg in Goldenstedt einziehen, kaum Gedanken machen. Bei der Energiegewinnung sei man größtenteils unabhängig, sagt Rike Garling, bei der Gewobau für die Vermietung zuständig.

So ist in beiden Mehrparteienhäusern eine Erdwärmepumpe verbaut, die mit dem Strom der eigenen Photovoltaikanlage versorgt wird, erläutert Garling. Zudem gebe es eine thermische Speicherung wie auch eine für Strom. Es werde sicherlich mal der Fall sein, dass Strom zugekauft werden müsse, sagt Garling, da die Speicherkapazitäten eher gering seien, aber die Mieterinnen und Mieter müssten keine Nachzahlung erwarten.

Mietkonzept wird schon am Tangen Weg umgesetzt

Deshalb werde am Bussardweg das gleiche Mietkonzept angeboten wie schon am Tangen Weg, sagt Garling. Die Bewohnerinnen und Bewohner zahlen eine sogenannte Inklusivmiete. Das bedeutet, dass die Miete bereits alle Kosten – außer der GEZ – beinhaltet. Sprich: Grundmiete, sämtliche Betriebskosten, Energie für Heizung und Warmwasser, Haushalts- und anteilig Allgemeinstrom, Internet sowie Smart Home. Am Tangen Weg wird ja bereits seit rund einem Jahr gewohnt. Gibt es dort für das erstmalig angebotene Konzept schon Erfahrungswerte? Bislang nicht, muss Rike Garling einräumen. Dafür müsse es noch einen längeren Zeitraum beobachtet werden. Aber bislang sehe es „sehr gut“ aus.

Mit der Vermietung für die Wohnungen am Bussardweg habe sie bereits begonnen, sagt die Gewobau-Mitarbeiterin. 4 Wohnungen seien schon reserviert. Insgesamt gibt es 10 Wohnungen, 3 davon werden mit öffentlichen Mitteln gefördert und bedürfen deshalb eines Wohnberechtigungsscheins. Die Höchstkaltmiete ist hier auf 5,60 Euro pro Quadratmeter festgelegt. Insbesondere für diese Wohneinheiten gebe es die meisten Interessenten, sagt Garling. So kosten die beiden rund 50 Quadratmeter großen 1-Zimmer-Wohnungen – jeweils im Erdgeschoss – 450 Euro. Eine der vier 3-Zimmer-Wohnungen – alle mehr als 80 Quadratmeter groß und jeweils im Obergeschoss befindlich – kostet somit 660 Euro. Die anderen drei Wohnungen ohne öffentliche Förderung kosten 830 beziehungsweise 820 Euro. Die vier zwischen 57 und 59 Quadratmeter großen 2-Zimmer-Wohnungen, alle im Erdgeschoss, bewegen sich preislich zwischen 575 und 605 Euro.

Baukosten bleiben im kalkulierten Rahmen

Baulich befindet sich das Projekt in den letzten Zügen. So stünden lediglich noch Restarbeiten an, sagt Rike Garling. In den einzelnen Wohnungen gehe es derzeit noch um den Endausbau. Im Außenbereich müsse allerdings noch einiges getan werden. Im Oktober sollen die beiden Gebäude am Bussardweg schließlich bezugsfertig sein.

Die Baukosten werden nach wie vor mit rund 1,8 Millionen Euro kalkuliert, verrät Garling. Wie die Kosten letztlich insgesamt ausfallen, könne sie noch nicht sagen. Dafür stünden noch einige Endabrechnungen aus. Bislang sehe es aber danach aus, dass die zuvor geplante Kostenhöhe eingehalten werden könne. Und wie sieht es mit den derzeit in der Branche üblichen Kostensteigerungen aus? Die habe es auch bei diesem Neubau-Projekt gegeben, sagt Garling, aber die Steigerungen hätten sich „im Rahmen“ gehalten. Zudem habe die Gewobau „Glück“ gehabt, so Garling, indem große Kostenposten bereits frühzeitig feststanden. Geschäftsführer Tony Engelmann sprach Anfang des Jahres von „gute interner Planung“ und „frühzeitiger Ausschreibung“. Bei den „großen Gewerken“, wie dem Rohbau und bei den Dachdecker- wie Zimmererarbeiten, habe man „annehmbare Preise“ erzielen können.

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