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Gewerbeflächen in Rechterfeld werden teurer

Der Quadratmeterpreis im Gewerbegebiet Rechterfeld-Bahnhof steigt. Erhöht werden auch die Aufwandsentschädigungen für die Bezirksvorsteher.

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Mehr Geld: Die Grundstückspreise für das Gewerbegebiet Rechterfeld-Bahnhof sollen erhöht werden. Symbolfoto: dpa/Klose

Mehr Geld: Die Grundstückspreise für das Gewerbegebiet Rechterfeld-Bahnhof sollen erhöht werden. Symbolfoto: dpa/Klose

Der Preis für die Flächen im Gewerbegebiet Rechterfeld-Bahnhof wird angehoben. Darauf verständigten sich die Mitglieder des Visbeker Finanz- und Sozialausschuss bei ihrer jüngsten Sitzung. Künftig soll der Quadratmeterpreis – voll erschlossen – bei 45 Euro liegen. Zudem beschäftigten sich die Lokalpolitikerinnen und -politiker mit der Aufwandsentschädigungssatzung.

Wie Bürgermeister Gerd Meyer zunächst ausführte, sei der aktuelle Preis von 20,50 Euro im Gewerbegebiet Rechterfeld-Bahnhof nicht mehr kostendeckend. Die Verwaltung habe sich mit dem Vorschlag in Höhe von 45 Euro an dem Quadratmeterpreis im Gewerbegebiet Siedenbögener Esch (Wildeshauser Straße) orientiert. Dort liegt der Quadratmeterpreis – voll erschlossen – bei 55 Euro. Darauf hatte sich der Rat im vergangenen Oktober verständigt.

In der vorangegangenen Sitzung des Familien-, Schul- und Kulturausschusses beschäftigten die Mitglieder sich zudem mit der Benennung der Straße im Gewerbegebiet. Wie der Sitzungsvorlage zu entnehmen ist, schlagen die anliegenden Rechterfelderinnen und Rechterfelder den Namen Rosenbergweg vor. Jana Meyer (CDU) stellte "Am Rosenberg" zur Debatte, da insbesondere die Endung "-weg" für eine derart große Straße ungeeignet sei. Dem Vorschlag schloss sich der Rest der Ausschussmitglieder an.

Unternehmen warten Preisentwicklung ab

Aktuell seien im Gewerbegebiet Rechterfeld-Bahnhof, das gerade erschlossen wird, bereits zwei Grundstücke verkauft worden, berichtete der Bürgermeister weiter. 1,4 Hektar stünden dort noch zur Verfügung, die künftig für den neuen Preis veräußert werden sollen.

Im Gewerbegebiet Siedenbögener Esch hat der Rat der Gemeinde Visbek bislang die Vergabe von elf Gewerbegrundstücken beschlossen, wie der Visbeker Bauamtsleiter und Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, Frank Wahls, auf Nachfrage wissen lässt. Private Bauherren zeigen sich aufgrund der aktuellen Preisentwicklung in der Baubranche immer zurückhaltender. Aber wie verhält es sich bei den Gewerbetreibenden? "Bisher hat noch kein Unternehmen einen Rückzieher gemacht, allerdings scheint es zurzeit zum Teil Zurückhaltung bei der konkreten Planung und Umsetzung der Bauvorhaben zu geben", sagt Wahls. Seiner Einschätzung nach warteten einige Unternehmen ebenso wie private Bauherren die weitere Preis- und Zinsentwicklung ab. Er geht aber davon aus, dass im ersten Halbjahr 2023 die ersten Bauarbeiten im Siedenbögener Esch starten. Neue Anfragen von Unternehmen zu Gewerbegrundstücken erhalte er aktuell nur sehr vereinzelt.

Mehr Geld für Bezirksvorsteher

Weiterhin befassten sich die Mitglieder des Finanz- und Sozialausschusses mit der Aufwandsentschädigungssatzung. Bereits Anfang des Jahres ist infolge eines Antrags der CDU-Fraktion die Aufwandsentschädigung für die Ratsmitglieder erhöht worden. Die Verwaltung regte in diesem Zusammenhang an, die Aufwandsentschädigungssatzung für die Bezirksvorsteher, für die Gleichstellungsbeauftragte, für die Kulturbeauftragte sowie den Behindertenbeauftragten ebenfalls anzupassen.

Im August habe man sich schließlich bei einem Treffen der Bezirksvorsteher auf eine neue Satzung geeinigt, wie Hauptamtsleiter Jörg Reinke erklärte. Die Pauschale soll vereinfacht nach der Einwohnerzahl der Bauerschaften gestaffelt werden. Bei bis zu 1000 Einwohnerinnen und Einwohner soll eine jährliche Aufwandsentschädigung in Höhe von 400 Euro, ab 1000 Einwohnerinnen und Einwohner eine jährliche Aufwandsentschädigung von 500 Euro gezahlt werden.

Nach jeweiligen Rücksprachen, erhält die Gleichstellungsbeauftragte monatlich 35 Euro, zählte Reinke die weiteren Änderungen auf. Die oder der Kulturbeauftragte erhält monatlich 150 Euro. Der oder die Beauftragte für Behindertenfragen bekommt jährlich 100 Euro. Die Ausschussmitglieder verständigten sich einstimmig auf die Änderungen.

Für Josef Langfermann (Grüne) sei es eine "logische Konsequenz", dass die Bezirksvorsteher und die einzelnen Beauftragten mehr Geld erhalten, wenn die Aufwandsentschädigungen für die Ratsmitglieder erhöht werden. Nichtsdestoweniger mahnte er an, dass mit den Haushaltsmitteln sparsam umgegangen werden sollte.

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