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Geteiltes Echo nach erneuter Cityfest-Absage

Beiratsmitglied Jan Oskar Höffmann hatte dafür plädiert, die Entscheidung weiter zu vertagen: "Ich bedaure es und halte sie auch zum jetzigen Zeitpunkt nicht für richtig."

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Mit oder ohne Abstand? Die ungewisse Zukunft sorgte für eine erneute Absage des Cityfestes. Foto: Archiv Hermes

Mit oder ohne Abstand? Die ungewisse Zukunft sorgte für eine erneute Absage des Cityfestes. Foto: Archiv Hermes

Geteilte Meinungen gibt es nach der Absage des Ciytfestes 2021. Am Montag hatte der Beirat der Stadthallen-Betriebs GmbH entschieden, dass das Cloppenburger Stadtfest in der gewohnten Form nicht durchführbar ist. Hintergrund sind die Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie.

"Niemand kann in die Glaskugel schauen. Aber wir waren uns einig, dass ein Cityfest mit Abstand kein echtes Cityfest ist", erklärte Stadthallen-Geschäftsführer Alfons Lücking am Montagabend. Zum Beirat gehören die 12 Vertreter des städtischen Verwaltungsausschusses.

Vorsitzender ist Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese, der in der Sitzung vom Ersten Stadtrat Wigbert Grotjan vertreten wurde. "Wir bedauern sehr, dass das Cityfest auch in diesem Jahr nicht stattfinden kann. Es war aber wichtig und richtig, diese Entscheidung, die keinem leicht gefallen ist, bereits jetzt zu treffen", erklärte Grotjan am Dienstag auf Nachfrage von OM online. Ein Fest, das von dem Zusammenkommen möglichst vieler Menschen lebt, sei mit Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen nicht vorstellbar.

"Auch wenn wir nicht absehen können, wie sich die Situation in den nächsten Wochen und Monaten entwickeln wird, haben wir nach der langen Zeit mit hohen Inzidenzen doch Grund, mit den wiedergewonnenen Freiheiten verantwortungsvoll umzugehen", so der Allgemeine Vertreter weiter. Man müsse die weitere Entwicklung sorgfältig beobachten und sich so aufstellen, dass man notfalls kurzfristig eine Entscheidung für eine andere Form von Veranstaltung treffen könne.

Anderer Meinung ist und war Jan Oskar Höffmann während der Sitzung. "Ich bedaure die Entscheidung und halte sie auch zum jetzigen Zeitpunkt nicht für richtig", teilte das Beiratsmitglied auf seiner Facebookseite mit. Es wäre eine tolle Perspektive und ein richtiger Anreiz nach schweren Monaten gewesen.

"Die Entscheidung mag nicht falsch sein, weil die Verantwortlichen nachvollziehbare Motive bewegen. Sie sorgen sich um den Infektionsschutz, das ist nicht angreifbar. Es ist dahingehend kein Vorwurf zu erheben", so Höffmann weiter. Die Entscheidung ist seiner Meinung nach aber übereilt und zu diesem Zeitpunkt noch nicht erforderlich. Lücking hatte jedoch bereits vor Wochen darauf hingewiesen, dass ein Fest in dieser Größenordnung auch einen gewissen Vorlauf in der Organisation erfordere.

"Meine Ablehnung der Absage bedeutet nicht die bedingungslose und garantierte Durchführung. Es wäre schlussendlich immer abhängig gewesen vom Infektionsgeschehen und der Verordnungslage."Jan Oskar Höffmann, Beiratsmitglied

Höffmann erklärte zudem, dass niemand weiß, was in 3 Monaten tatsächlich möglich ist und auch die dann bestehende Impfquote sei noch nicht abzuschätzen. "Meine Ablehnung der Absage bedeutet nicht die bedingungslose und garantierte Durchführung. Es wäre schlussendlich immer abhängig gewesen vom Infektionsgeschehen und der Verordnungslage", sagt er.

Er hätte es bevorzugt, die Situation im August und unter Eindruck der dann bestehenden Verhältnisse zu bewerten. "Jetzt liegt es an der Gastronomie, ob sie bereit ist, eine eigene, wie auch immer geartete Veranstaltung zu jener Zeit auf die Beine stellen zu wollen."

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